Hallo Querkopf,
danke fürs Zusenden der Originaldateien. Ich habe sie mal so bearbeitet, wie ich das immer mache. Ich benutze zur Bildbearbeitung Adobe Photoshop.
Bild 1 ist das Rosen-Habitus-Bild deines ersten Posts. Es handelt sich um ein sehr grenzwertiges Foto alleine schon durch den großen Kontrastunterschied zwischen hellen Blüten und Schatten. Im Grunde hätte man bei der Aufnahme ca. 1 Blendenstufe unterbelichten sollen, um in den Lichtern (= Blüten) noch Zeichnung zu erhalten.
Es ist also mit der Bildbearbeitung nichts daran zu ändern, dass die weißen Blüten 'ausgefressen' sind.
Ansonsten ist das Foto sehr detailreich. Dies hat zur Folge, dass man recht stark komprimieren muss, um unter den 100 k für die Garten-pur Galerie zu bleiben.

Kompression - Beispiel 1Hier ein paar Daten dazu:
Rose-Test-Ausschnitt_b.jpg
Original 2,34 MB 1.543 x 2.424 Pixel
1. Verkleinert auf Breite 500 => Höhe 785 Pixel
=> Dateigröße 1,12 MB
2. Tonwertkorrektur: Dunkle Partien etwas verstärkt, in den Lichtern können keine weiteren details sichtbar gemacht werden
3. Scharfzeichnen, dann Scharfzeichnen verblassen (50%)
4. JPEG-Kompression auf 97,23 kb bei 44%
Meine Bearbeitung bringt offensichtlich nicht viel mehr.
Nächstes Beispiel:
Das ist des Kompressors Alptraum ... sehr viele Details in einem recht breiten Sonderformat, d.h. um zu wirken, braucht das Bild eine gewisse Mindestgröße. Das ist eigentlich nur etwas für große Abzüge (Poster) oder Breitformat-Monitore.
Fürs Web ist da wenig zu erwarten ... schaun wir mal:

Kompression - Beispiel 2(Details zur Bearbeitung ähnlich wie bei Beispiel 1)
Bei Beispiel 3 stehen die Chancen besser, auch wenn dies ebenfalls eigentlich ein Bild ist, das groß sein muss. Aber es gibt große monochrome Flächen, sodass entweder nicht so stark komprimiert werden muss oder das Bild größer sein kann. - Ich habe mich für das etwas größere Bild entschieden.
Die Daten:
Amsterdam-Test-Aussch_b.jpg
Original 3,81 MB 2.939 x 1.735 Pixel
1. Verkleinert auf Höhe 500 => Breite 847 Pixel
=> Dateigröße 1,21 MB
2. Tonwertkorrektur: in Lichtern und Schatten; tendenziell etwas heller gemacht
3. Scharfzeichnen, dann Scharfzeichnen verblassen (50%)
4. JPEG-Kompression auf 95,49 kb bei 44%

Kompression - Beispiel 3
Was können wir daraus entnehmen?
1. Was bei der Aufnahme verpasst wurde, lässt sich nicht wieder herstellen (fehlende Zeichnung in den Lichtern)
2. Nicht jedes Motiv / Format ist web-gerecht. Dsa ist wie bei Filmen: Breitwand-Superformate lassen sich auf kleinen Fernsehern herkömmlichen Formats nur ungenügend wiedergeben.
3. Weniger ist mehr. Das gilt eigentlich für die Fotografie generell, viel mehr aber noch, wenn die Datei- und damit Bildgröße eingeschränkt ist. Es ist eben einfacher, Detailfotos gut hinzukriegen als Übersichten. - Achtet generell mal darauf: Die meisten guten Fotos von Top-Fotografen, egal von was, sind in der einen oder anderen Weise reduziert. Ausnahmen sind vielleicht Landschaftsfotos wie die von Ansel Adams (
Bildbeispiele;
Besprechung ) ... aber die sind mit Großformatkameras entstanden und wirken eigentlich nur als große Abzüge.
4. Die Rosen-Habitus-Fotos gleichzeitig aussagekräftig und ästhetisch anspruchsvoll hinzukriegen, ist deshalb hier im Internet nicht einfach.
Ich kann mir sie aber auch so vorstellen, dass man versucht, nicht die komplette Pflanze in ihrer Umgebung zu zeigen, sondern dass man einen angemessen proportionierten typischen Ausschnitt wählt. Wenn der gut gewählt ist, lässt sich gut auf den Gesamthabitus rückschließen. Und ggf. kann man ja eine Komplettansicht zusätzlich einstellen ...
Vielleicht können wir in diesem Thread hier gemeinsam ein wenig herumprobieren?
Liebe Grüße
Thomas