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Autor Thema: Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?  (Gelesen 13702 mal)

Manfred

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Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« am: 03. Januar 2007, 10:07:52 »

Hallo,

ich bastle gerade an meiner Dreschflegel-Bestellung:

Hat jemand Erfahrung mit dem "Helgoländer Wildkohl" ?
Wie wird der angebaut und beerntet, und wie alt werden die Pfanzen?

Viele Grüße,
Manfred
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Suse

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #1 am: 03. Januar 2007, 17:30:42 »

Hallo Manfred, in meinem Garten steht der Helgoländer Wildkohl von Dreschflegel, Anfang 2005 vorgezogen und ausgepflanzt, den Winter gut überstanden, in diesem Jahr waren es riesige Pflanzen und haben üppigst gelb geblüht.Nach dem leichten herunterschneiden, haben sie wieder schöne frische Blätter getrieben, die jetzt erntbar wären ( wenn ich nicht zu meiner Schande zugeben müßte, daß ich sie noch nie in der Küche benutzt habe, ich schau mir lieber das Phänomen Wildkohl an) Weiße Fliege und Kohlweißling haben ihm nicht so zugesetzt wie den anderen Kohlsorten.
Allein wegen der vitalen Wuchskraft ( in fetten Böden) und der Blüte ist er empfehlenswert.
Ich kann auch nochmal ein Bild hervorkramen.
Gruß, Susanne
« Letzte Änderung: 04. Januar 2007, 12:18:26 von Suse »
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Liebe Grüße von Susanne

Manfred

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #2 am: 03. Januar 2007, 19:58:08 »

Hallo Susanne,

vielen Dank für die Auskunft!
Wenn es nicht zuuu viel Mühe ist, hast du evtl. ein Bild mit Blüte?

Viele Grüße,
Manfred
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Suse

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #3 am: 04. Januar 2007, 12:40:26 »

Mein Bild ist ohne Blüte, hier sieht man den Beginn, kann aber noch nicht die spätere Vollblüte erkennen:

http://www.botanik.uni-karlsruhe.de/garten/fotos-knoch/Brassica%20oleracea%20ssp.%20oleracea%20Wildkohl%201.jpg
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Liebe Grüße von Susanne

SouthernBelle

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #4 am: 04. Januar 2007, 13:50:25 »

Hat wer den botanischen Namen? Ich bin etwas verwirrt- hier in der Gegend gibts was, das Roehrkohl heisst, ist das dasselbe????
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Gruesse

max.

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #5 am: 04. Januar 2007, 14:13:03 »

der name suggeriert eine endemische art, was aber nicht der wahrheit entspricht.
der wildkohl "brassica oleracea" wächst an der atlantikküste von spanien über frankreich und südengland an felsenküsten. ob er auch an der dt. nordseeküste vorkommt, weiß ich nicht. die bestände auf helgoland zählen dazu. es wird aber auch vermutet, daß es sich beim "helgoländer wildkohl" um verwilderten kulturkohl handeln könnte.
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brennnessel

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #6 am: 04. Januar 2007, 17:57:25 »

Im Bohl-Sortenbuchwird er als Brassica oleracea(>Dreschflegel) geführt.
Es steht dabei: Dieser kleinere, 2- mehrjährige Kohl kommt auf Helgoland wild vor (strittig, ob entweder verwildert oder die Ausgangsform unserer Kulturarten). Er entwickelt sich nicht so üppig wie die beiden vorherigen Formen ( = Ewiger und Tausendköpfiger Kohl), bekommt oft einen kleinen Stamm und meist glatte, grüne oder auch oft etwas bläulichrote Blätter.
Verwendung: wie der 1000-köpfige Kohl, als Blätter und Knospen, jedoch weniger Masse.


sehe gerade, dass max das ja auch schon sagte..... ;) doppelt hält besser ;) !
« Letzte Änderung: 04. Januar 2007, 17:58:29 von brennnessel »
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rhizom

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #7 am: 05. Januar 2007, 07:11:17 »

Zitat
Hat jemand Erfahrung mit dem "Helgoländer Wildkohl" ?
Wie wird der angebaut und beerntet, und wie alt werden die Pfanzen?

Ich habe ihn zwei Jahren problemlos aus Dreschflegel-Saatgut gezogen und er hat seither seinen Platz im Beet für mehrjähriges Gemüse. Er ist recht wüchsig (allerdings weniger als z.B. der ausdauernde Sibirische Kohl) und hier am Niederrhein problemlos winterhart. Schöne Färbung, sehr kompaktes Blattwerk und etwas weniger anfällig für Kohlweißlingsraupen als andere Kohlarten. In der Küche verwende ich ihn in der "Caldo Gallego" einer galizischen Suppe mit dünnen Kohlstreifen. Er fungiert dort als Ersatz für den originären Couve Gallego, von dem ich erst vor einigen Wochen endlich einmal Saatgut in die Finger bekommen habe.
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Manfred

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #8 am: 05. Januar 2007, 07:48:53 »

@Susanne: Vielen Dank für das Bild! Wenn sich alle Blüten geöffnet haben, sieht der sicher prächtig aus.

@rhizom: Da ich bisher nur Erfahrung mit Kohlarten habe, die man kompett erntet: Welche Pflanzenteile kann man von dem Helgoländer ernten ohne ihn abzutöten? Nur einzelne Blätter, oder kann man auch den ganzen Stiel (und in welcher Höhe?) abschneiden?
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Suse

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #9 am: 05. Januar 2007, 11:15:08 »

Seine lateinsiche Bezeichnung ist Brassica oleracea ssp. oleracea.
Ja, es ist nicht klar, ob es sich um verwilderten Kulturkohl handelt.
Wildkohl ist er in sofern, daß er sich ohne menschliche Hilfe über längere Zeit dort halten kann.
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Liebe Grüße von Susanne

rhizom

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #10 am: 06. Januar 2007, 07:37:42 »

Zitat
(...) Welche Pflanzenteile kann man von dem Helgoländer ernten ohne ihn abzutöten? Nur einzelne Blätter, oder kann man auch den ganzen Stiel (und in welcher Höhe?) abschneiden? (...)

Wir ernten ausschließlich einzelne Blätter.
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Suse

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #11 am: 11. Mai 2007, 08:32:35 »

Mein Helgoländer hat den zweiten Winter gut überstanden, allerdings hat er seine 3 Brüder verloren, denn so viel Platz habe ich in meinem kleinen Garten nicht.
Er steht jetzt in voller Blüte:
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Liebe Grüße von Susanne

frida

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #12 am: 11. Mai 2007, 09:34:18 »

Der sieht toll aus, Suse!

Wie ist ungefähr der Umfang/Platzbedarf? Hast Du ihn regelmäßig beerntet?
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Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)

Manfred

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #13 am: 11. Mai 2007, 13:22:54 »

Sehr schön :D
Ich habe auch kürzlich gesäht. Bin gespannt ob die Pfanzen hier durch den Winter kommen.

Viele Grüße,
Manfred
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Suse

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Re:Helgoländer Wildkohl - Erfahrungen?
« Antwort #14 am: 11. Mai 2007, 15:49:38 »

Der Platzbedarf ist etwa 1 m².
Die anderen 3 sind nicht kaputt gegangen, ich habe sie entfernt. sie scheinen sehr gut winterfest zu sein. Mal sehen, wie es mit der Lebensdauer ist.
Eigentlich müsste man ihm mal 'ne Portion Salz geben, damit er kein Heimweh hat.
Abernten würde ich ihn nie komplett.
« Letzte Änderung: 11. Mai 2007, 15:54:16 von Suse »
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Liebe Grüße von Susanne
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