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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)

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|8|5|Vom 8. bis 14. Mai müssen Bohnen und Gurken in den Boden hinein.

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Autor Thema: rosenduft - wann und wie stark?  (Gelesen 8222 mal)

zwerggarten

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rosenduft - wann und wie stark?
« am: 11. Februar 2007, 22:40:52 »

hallo liebe rosenfreundinnen und -freunde,

nachdem ich jetzt viele alte threads im rosarium durchstöbert habe, muss ich doch leider noch einen neuen aufmachen; meine fragen haben sich nämlich eher vermehrt... :o ;)

folgendes habe ich aus euren erfahrungen herausgelesen:

1.: neugepflanzte rosen brauchen eine gewisse zeit, bis sie ihren sortentypischen duft entwickeln.

2.: bestimmte dufttypen nehmen manche menschen nicht/ deutlich geringer wahr

3.: es gibt "verströmende" und "unmittelbare/direkte" (wäre das passend als gegensatz?) düfte

4.: phm ist ein monster ;D

ursprünglich war meine frage, inwieweit es ggf. verschiedene typen dieses allseits geliebten und gefürchteten monsters 'paul's himalayan musk' gibt - ich kenne sie aus niedersachsen auf einem üblen sandboden (heide) ohne duft und habe hier in berlin an einer im zweiten standjahr (solitär-containerpflanze, gepflanzt auf guten gartenboden im frühjahr 2005 - da waren dann 2006 schon richtig viele blüten dran) immer noch so gut wie nichts gerochen - also nicht nichts, aber eben so gut wie nichts... :-[ viele von euch riechen aber eine ganze, angenehme menge bei phm - wieviel blütenmasse braucht denn das monster, damit auch die tolle "duftwolke" zu riechen ist?

ich würde einmal sehr gerne, wie rorobonn mal schrieb, wie eine dicke hummel begeistert schnüffelnd um meine rosenblüten hopsen! :D meist schaue ich aber unerfreut auf die - wenn überhaupt - mau miefenden blassblüten, so auch bei 'cornelia', 'penelope', 'blush noisette', 'paul noel', 'gloire de dijon' oder 'penny lane'... :(

ich will ja nicht meckern, denn die blühen ja immerhin, wenn auch noch nicht üppig (sonst wär nicht nichts zu riechen), aber ich wollte doch besonders kräftigen duft! gehören die o.g. vielleicht alle zu einer duftklasse? liegt es am boden? am klima? an der berliner (drecks-)luft? muss ich meine nase austauschen?! 8) oder muss ich den rosen einfach mehr zeit geben?

meine wichtigste neue frage: welche rambler/kletterrosen sind denn wohl wirklich "duftsicher"? wo göttergatten und alle anderen nicht an irgendwelche blumen, sondern an orient und boudoir denken? ;D

danke für euer erneutes brainstorming! :D

« Letzte Änderung: 11. Februar 2007, 22:45:09 von zwerggarten »
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Amelia

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #1 am: 11. Februar 2007, 22:51:50 »

Gruß an Zabern duftet für mich sehr stark :).
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rorobonn †

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #2 am: 11. Februar 2007, 23:13:26 »

lykkefund gilt als stark duftende

...ebenso der rambling rector :D
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Miriam

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #3 am: 11. Februar 2007, 23:34:03 »

Mme Isaac Perreire,
Mme Alfred Carriere,
Marie Dermar
finde ich momentan (= Winter... Regenwetter) von den Kletterrosen die duftstärksten.
Ungültig leider mit vertrömendem Duft die Stanwell Perpetual- die ist aber keine Kletterrose.
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Tilia

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #4 am: 11. Februar 2007, 23:54:50 »

Bin nur Rosengehölzpflanzende, keine Expertin. ;D

Alle deine vier Punkte kann ich bestätigen, wobei ich bei 2. noch ergänzen würde, dass ein Duft nicht nur mehr oder weniger wahrgenommen werden kann, sondern auch ganz anders. ;)

Für mich unterscheidet sich jede Einzelne im Duft von allen anderen. Duftsichere Rosen gibt es für mich nicht, da der sich mit den Bedingungen im Sommer meiner Erfahrung nach auch verschieden ausprägt. Eine Assoziation zu Dufterlebnissen des Orients hatte ich bisher immer nur an besonders warmen Sommertagen, während die Luft im Garten stand und sich Düfte vieler Rosenklassen mischten. :D
« Letzte Änderung: 12. Februar 2007, 00:04:18 von Tilia »
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freiburgbalkon

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #5 am: 12. Februar 2007, 08:13:39 »

Vielleicht zu Beginn unauffällig etwas Rosenseife raspeln... ;D
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rorobonn †

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #6 am: 12. Februar 2007, 10:48:50 »

kicher...könnte ein sicherer tip sein ;)

nun, mit dem duft ist das wirklich ja so eine sache immer...ein gutes beispiel sind, glaube ich, die multifloras...die einzelblüte duftet kaum, aber nach einigen jahren verströmt meine veilchenblau in der wärme des tages dennoch wolken von angenehmen duft auf der terrasse..... ::)
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Raphaela

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #7 am: 12. Februar 2007, 12:11:20 »

Stanwell Perpetual kann aufgebunden durchaus klettern und duftet intensiv nach Damaszener Rose.

Rambler die "sicher" duften sind neben Madeleine Selzer und der schon erwähnten Gruß an Zabern z.B. auch Bobby James (falls noch nicht aufgeführt) und May Queen. Letztere hat einen typischen "Alte Rosen"- Duft (der eher "rosig" und intensiv an Centifolien und Damaszener Rosen erinnert).

Wichuraiana Hybriden wie Paul Noël, New Dawn, Albéric Barbier (letzterer hat auch ein bißchen Tee Rosen-Einschlag beim Duft) usw.
duften eher herb-säuerlich. Der Duft erinnert mich immer an frischs aufgeschnittene Äpfel mit säuerlich-erfrischendem Aroma und wird von relativ vielen Menschen scheinbar gar nicht wahrgenommen.

Pemberton Moschatas wie Penelope, Cornelia etc haben oft einen etwas unbeständigen Duft der je nach Tageszeit und Standort mittelstark ist und sowohl rosige als auch gewürzige, je nach Sorte z.B. Pax) auch Tee Rosen-Anteile haben kann, oft aber nur leicht süßlich und pollig-fade ist.
Der Duft von Paul´s Himalayan Musk geht für meine Nase auch in diese Richtung und verhält sich ebenso unbeständig.

Manche Austin Sorten und von ihnen abstammende Sorten anderer Züchter) haben einen Duft der an Anis, "Myrrhe", Leinöl ode3r sogar Hustensaft erinnert. Er hat eine gewisse durchdringende Schärfe und ist nicht typisch "rosig". Viele Leute mögen ihn überhaupt nicht, mir gefällt er ganz gut.

Manche Rosen aus der echten Moschata-(Wildrosen-) Gruppe haben einen starken, exotisch wirkenden Duft der an Weihrauch erinnert. Diese Rosen brauchen oft einige Jahre ihn zu entwickeln.

Die meisten Tee Rosen haben ein herbes, durchdringendes, leicht bitteres Aroma das wirklich an Tee erinnert (auch wenn der Name
"Tee Rose" ursprünglich andere Bedeutungen hatte).

Sehr beliebt sind Sorten deren Duft Assoziationen zu frisch aufgeschnittenen Früchten hat. Von weichen Aprikosen-Assoziationen über bananige Anteile bis zu fast reinem Zitrusduft kann bei ihnen alles enthalten sein.
Ein Beispiel für intensiven Zitrusduft ist Heritage. Am stärksten auasgeprägt ist das Früchte-Potpourri für mich aber bei Sweet Juliet.

Es gibt auch Rosen die z.B. nach Lakritz duften, das war z.B. bei mir die Meilland Sorte Paul Ricard (leider erfroren).

Der typische "Rose rouge" Duft vieler dunkelroter Sorten erinnert an schweren Rotwein und wirkt ähnlich berauschend.

"Typisch Rose", also eher schwer und süß, sind die schon erwähnten Centifoliendüfte (R. centifolia major etc) und die der Damaszener Rosen (Celsiana etc). Bei den meisten Bourbon Rosen ist diese Duftnote dann "vertieft" und das Süße wird teilweise von harzigen Anteilen überlagert.

Intensiv harzig duften die Drüsen der Moos Rosen und die mancher Centifolien wenn man sie berührt. Dieser Duft ist während der ganzen Saison vorhanden auch wenn die Rosen nicht blühen. Die Assoziationen zu diesem Duft kann ich hier nicht näher ausführen denn sie entsprechen denen einer verbotenen Substanz ;)
 
Es gibt Sorten die besonders morgens stark duften (hängt vielleicht mt dem Tau zusammen), manche duften besonders stark bei Mittagshitze, andere abends und ein paar nur unter besonderen Bedingungen: Die Bonica-Hecke meiner Nachbarin duftet z.B. während der aison überhaupt nicht, dafür aber an regnerischen Novembertagen recht intensiv und die angeblich duftlose Frau Karl Druschki verströmt an warmen aber nicht zu heißen Junimittagen einen feinen aber gut wahrnehmbaren Duft.

Die Duftrezeptoren der einzelnen Menschen sind unterschiedlich ausgeprägt. Ich denke aber daß man sie bis zu einem gewissen Grad schulen kann.

Rosen auf sonnigen, durchlässigen Standorten de nicht zu stark gedüngt sind scheinen stärker zu duften als andere. Und wie schon erwähnt: Bei einigen orten braucht man etwas Geduld.

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zwerggarten

  • Gast
Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #8 am: 13. Februar 2007, 22:52:07 »

an alle schon einmal DANKE für eure hinweise!

@ freiburgbalkon: hmpf... :P (schäum, blubber... ;) )

@ raphaela: herzlichen dank für deine umfassende info - jetzt muss ich wohl nur noch in den nächsten tagen das forum nach all den top-sorten der genannten gruppen durchstöbern, die ich nun pflanzen muss! ;D

kann man nach deinen/euren erfahrungen rosen an einen standort pflanzen, an dem eine rose bereits stand - das aber nur für 1, 2, 3 jahre??! ich muss ja nun die doofduftenden nieten gegen dolle duftbomben austauschen... (ansonsten weiß ich, dass der boden rosenmüde wird und die rosen darauf vor sich hin siechen würden... und bodenaustausch kommt nicht in frage. :( )
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Raphaela

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #9 am: 14. Februar 2007, 14:21:41 »

Bis zu einer Standdauer von ca. 2 Jahren der vorigen Rose setz ich die neue nur mit Beigabe von etwas abgelagertem Kompost in das betreffende Pflanzloch.
Ab ca. 3 Jahren versuch ich die Vorgängerrose mit möglichst viel Erde umzusetzen und fülle das Pflanzloch beim Einsetzen der neuen mit unverbrauchter Erde und ompost wieder auf.
Ab ca. 5 Jahren wird dann etwas weiträumiger geräumt und neu verfüllt.
M.E. ist die Bodenmüdigkeit vor allem eine Frage des Nährstoffsverbrauchs. Hab damit noch nie Probleme gehabt (auch nicht nach Rosenaustausch nach vielen Jahren Standzeit) solange die neu gepflanzte Rose genug unverbrauchte Erde bekommt (vermischt mit altem Mist und/oder Kompost).
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zwerggarten

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #10 am: 17. Februar 2007, 02:25:02 »

tja - ich weiß ja auch nicht - je länger ich suche, desto verwirrter werde ich... ???

die überzahl verlockender (historischer), vorgeblich gut oder noch besser duftender rosen macht mich noch ganz verrückt - und dann noch die diversen rosenanbieter mit ihren diversen sortenbeschreibungen... :o

mein kleiner garten verträgt grundsätzlich nur schlanke wuchsformen (also hecken- oder kletterrosen) denen auch ein bißchen obstbaumschatten bekommt - und es ist mir immer noch nicht so ganz klar, welche rosen hier in berlin überhaupt eine chance haben können - denn einige schöne sorten sind ja doch, scheint's, etwas wärmebedürftiger...

wahrscheinlich wiederholt sich diese frage ja in jährlichen abständen, aber trotzdem:

wenn ihr die allerwunderbarst duftenden kletterrosen (bei schlanker wuchsform auch andere...) pflanzen wolltet, und nur platz für 2-3 pflanzen hättet oder aber bereits vorhandene rosen dafür wieder roden müsstet, welche wären dann eure erste wahl???

zu hülf! ;)

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Raphaela

  • Gast
Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #11 am: 17. Februar 2007, 09:55:21 »

Sehr stark duftend, eher schmal als breit wachsend, dazu öfterblühend und frosthart ist Louise Odier. Sie bekommt an ungünstigeren Standorten und/oder in den ersten Jahren manchmal Sternrußtau aber das kriegt man (bzw. die Pflanze selber ;)) in den Griff und ihr Duft ist wirklich traumhaft.
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zwerggarten

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #12 am: 17. Februar 2007, 17:15:28 »

klingt gut, danke! :)

ich werde heute mal weiter in der unzahl von rosen-threads forschen und mir noch ein paar andere potentielle duftfavoriten zusammenstellen und hier vorstellen - vielleicht kannst du mir dann wieder (oder natürlich jemand anderes 8)) aus erfahrung zu- bzw. abraten?! ::)

es bleibt spannend... mal sehen, was ich dann noch so pflanze... neben/vor/hinter louise odier... ;D
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Christina

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Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #13 am: 17. Februar 2007, 17:58:09 »

Habe bei mir festegestellt, daß man für eine rosenduftgeschwägrte Luft viele Blüten braucht. Bei meiner Kletterrose Pink Cloud nehme ich ihn erst seit letztem Jahr wahr, wenn ich auf die Terasse trete. Davor war sie einfach zu klein, mit zu wenigen Blüten.

Am meisten duftet bei mir die Centifolie, ihren Duft nimmt man auch im Vorübergehen war.
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Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.  (Sprichwort der Xhosa)

zwerggarten

  • Gast
Re:rosenduft - wann und wie stark?
« Antwort #14 am: 17. Februar 2007, 18:22:22 »

... Am meisten duftet bei mir die Centifolie, ihren Duft nimmt man auch im Vorübergehen war.

JAA, das ist es! sowas will ich auch haben, im garten! haben-wollen!!! ;D
hat denn die centifolie auch einen namen??
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