Stanwell Perpetual kann aufgebunden durchaus klettern und duftet intensiv nach Damaszener Rose.
Rambler die "sicher" duften sind neben Madeleine Selzer und der schon erwähnten Gruß an Zabern z.B. auch Bobby James (falls noch nicht aufgeführt) und May Queen. Letztere hat einen typischen "Alte Rosen"- Duft (der eher "rosig" und intensiv an Centifolien und Damaszener Rosen erinnert).
Wichuraiana Hybriden wie Paul Noël, New Dawn, Albéric Barbier (letzterer hat auch ein bißchen Tee Rosen-Einschlag beim Duft) usw.
duften eher herb-säuerlich. Der Duft erinnert mich immer an frischs aufgeschnittene Äpfel mit säuerlich-erfrischendem Aroma und wird von relativ vielen Menschen scheinbar gar nicht wahrgenommen.
Pemberton Moschatas wie Penelope, Cornelia etc haben oft einen etwas unbeständigen Duft der je nach Tageszeit und Standort mittelstark ist und sowohl rosige als auch gewürzige, je nach Sorte z.B. Pax) auch Tee Rosen-Anteile haben kann, oft aber nur leicht süßlich und pollig-fade ist.
Der Duft von Paul´s Himalayan Musk geht für meine Nase auch in diese Richtung und verhält sich ebenso unbeständig.
Manche Austin Sorten und von ihnen abstammende Sorten anderer Züchter) haben einen Duft der an Anis, "Myrrhe", Leinöl ode3r sogar Hustensaft erinnert. Er hat eine gewisse durchdringende Schärfe und ist nicht typisch "rosig". Viele Leute mögen ihn überhaupt nicht, mir gefällt er ganz gut.
Manche Rosen aus der echten Moschata-(Wildrosen-) Gruppe haben einen starken, exotisch wirkenden Duft der an Weihrauch erinnert. Diese Rosen brauchen oft einige Jahre ihn zu entwickeln.
Die meisten Tee Rosen haben ein herbes, durchdringendes, leicht bitteres Aroma das wirklich an Tee erinnert (auch wenn der Name
"Tee Rose" ursprünglich andere Bedeutungen hatte).
Sehr beliebt sind Sorten deren Duft Assoziationen zu frisch aufgeschnittenen Früchten hat. Von weichen Aprikosen-Assoziationen über bananige Anteile bis zu fast reinem Zitrusduft kann bei ihnen alles enthalten sein.
Ein Beispiel für intensiven Zitrusduft ist Heritage. Am stärksten auasgeprägt ist das Früchte-Potpourri für mich aber bei Sweet Juliet.
Es gibt auch Rosen die z.B. nach Lakritz duften, das war z.B. bei mir die Meilland Sorte Paul Ricard (leider erfroren).
Der typische "Rose rouge" Duft vieler dunkelroter Sorten erinnert an schweren Rotwein und wirkt ähnlich berauschend.
"Typisch Rose", also eher schwer und süß, sind die schon erwähnten Centifoliendüfte (R. centifolia major etc) und die der Damaszener Rosen (Celsiana etc). Bei den meisten Bourbon Rosen ist diese Duftnote dann "vertieft" und das Süße wird teilweise von harzigen Anteilen überlagert.
Intensiv harzig duften die Drüsen der Moos Rosen und die mancher Centifolien wenn man sie berührt. Dieser Duft ist während der ganzen Saison vorhanden auch wenn die Rosen nicht blühen. Die Assoziationen zu diesem Duft kann ich hier nicht näher ausführen denn sie entsprechen denen einer verbotenen Substanz
Es gibt Sorten die besonders morgens stark duften (hängt vielleicht mt dem Tau zusammen), manche duften besonders stark bei Mittagshitze, andere abends und ein paar nur unter besonderen Bedingungen: Die Bonica-Hecke meiner Nachbarin duftet z.B. während der aison überhaupt nicht, dafür aber an regnerischen Novembertagen recht intensiv und die angeblich duftlose Frau Karl Druschki verströmt an warmen aber nicht zu heißen Junimittagen einen feinen aber gut wahrnehmbaren Duft.
Die Duftrezeptoren der einzelnen Menschen sind unterschiedlich ausgeprägt. Ich denke aber daß man sie bis zu einem gewissen Grad schulen kann.
Rosen auf sonnigen, durchlässigen Standorten de nicht zu stark gedüngt sind scheinen stärker zu duften als andere. Und wie schon erwähnt: Bei einigen orten braucht man etwas Geduld.