Hallo Leanida, herzlichen Glückwunsch zu Eurem Mädel! Ich würde mich auch immer wieder für einen Tierheimhund entscheiden, schon weil ich Nachts doch gerne meinen Schlaf habe... Unserer ist jetzt seit fast vier Jahren bei uns, und er ist ein echter Schatz. Ein großer Windhundmix aus Griechenland, der dort auf der Straße geboren wurde, dann zwei Jahre auf Kreta im Tierheim saß und anschließend noch ein halbes Jahr in Deutschland! Dadurch hat er recht wenig kennengelernt und ist Menschen gegenüber eher scheu, das hat aber auch sein Gutes: ich muß keine Reinigung bezahlen und "kaputte" Strumpfhosen, außerdem versucht jeder, ihn zu sich zu locken. Dadurch macht er nur gute Erfahrungen! Aber im Umgang mit Hunden ist er erstklassig, wir haben nie Stress! Was ich aber eigentlich schreiben wollte, ist folgendes: In den vielen Hundebüchern, die ich vorher gelesen habe, wird im Bezug auf Tierheimhunde darauf hingewiesen, dass sie sich meist in den ersten zwei bis drei Wochen als Gast aufführen, also höflich und zuvorkommend, und anschließend das eigentliche Wesen zu Tage tritt. Das muß natürlich kein Problem sein, aber es schadet nichts, die Rangfolge in der Zeit schon mal zu festigen: der Hund bekommt sein Fressen, nachdem alle anderen gegessen haben, er darf nie zuerst durch die Tür, er muss aufstehen, wenn er im Weg liegt, er bekommt Streicheleinheiten nicht, wenn er sie einfordert, sondern wenn sein Mensch sie ihm zugesteht - ruhig tausendmal am Tag -, der Mensch beginnt und beendet das Spiel usw. Das hört sich alles fuchtbar hart an, aber ich glaube, ihr habt ja nicht euren ersten Hund und kennt das alles schon. Und wenn man dann weiss, wer zukünftig das Leben mit einem teilt, kann man die Regeln immer noch lockern. Bei uns war das wichtig, weil meine Kinder erst vier waren, als wir den Hund bekamen, der hat immerhin eine Schulterhöhe von 70 cm. Ich möchte auch nicht mehr ohne Hund sein.
Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute (ist wohl gar nicht nötig, so gut wie alles läuft)
LG Zaunkönig