Tätowierung ohne Narkose oder örtliche Betäubung ist Tierquälerei!

Was Kleinkinder und Welpen betrifft ist das tatsächlich seeeehr anstrengend. Unseren letzten Airedale bekamen wir im Alter von 10 Wochen zu einem 7 Monate alten Baby und zwei Kindern von 8 und 3 1/2 Jahren. Die Entscheidung für einen Hund einer bestimmten Rasse und auch nur von einem bestimmten, schon bekannten Züchter (der auch Wert auf das Wesen der einmal im Jahr vermehrten Hunde legt) fiel wegen des Babies. inen Welpen zu erziehen ist genauso anstrengend wie Kindererziehung und ohne Hunde- und Welpenerfahrung hätte es nicht geklappt.
Als ich dann im Flegelalter des Hundes nochmal schwanger wurde und den Hund vorübergehend nicht mehr genug fordern konnte ist auch einiges schief gelaufen. Mit den Kindern ist er toll zurecht gekommen und sie mit ihm ( hatten auch - genauso wichtig! - schon von Geburt an Hundeerfahrung) aber 100% gehorsam war er nie.
Ich stimme daher Karin zu und plädiere für einen kindererfahrenen, ausgewachsenen Hund. Wenn´s im Tierheim keine gibt (man möchte dort natürlich auf Nummer sicher gehen und sagt eher "keine Kinder" wenn über den Hund nicht genug bekannt ist) dann vielleicht von einer Familie die aus Armutsgründen (gibt´s immer öfter

) ihren Familienhund abgeben muß. Solche Anzeigen seh ich leider wöchentlich in unserem regionalen Mitteilungsblättchen. Verantwortungsvolle Abgeber machen ihren Liebling auch erst bei Besuchen und auf Spaziergängen mit den eventuellen Neubesitzern bekannt. So sieht man dann schnell ob´s passen könnte.
Mir zerreißt es das Herz wenn ich z.B. auf Tierschutz-Websites all diese traurigen Schicksale lese! Darum kommt für mich auch nie wieder ein Rassehund infrage, so sehr ich Airedales auch liebe. Es gibt sooooo viele supertolle Hunde mit traurigen oder hoffnungslosen Schicksalen daß ich absolut kein Verständnis mehr dafür habe wenn noch zusätzlich weitere Hunde absichtlich gezüchtet werden.
Hab selbst zwei Jahre ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet und alleine in dieser Zeit mindestens fünf Rüden (war damals "rüden-und-großhund-fixiert") getroffen (darunter auch einen DSH und einen Rottweiler-Dobermann-Mischling) die ich sofort und ohne Überlegung mitgenommen hätte wenn ich nicht schon zwei (rüdenunverträgliche) Hunde gehabt hätte.
Unser "Internet-Zufalls-Hund" Amy hat zwar auch einige kleine Marotten (welcher Hund hat die nicht?!?) ist aber ebenfalls ein echtes Schnuckelchen

Dabei war sie mehr oder weniger eine "Hündin-im-Sack" und hätte wegen ihrer Erfahrungen auf Sardinien auch ein Angstbeißer sein können (was mehr Arbeit aber keineswegs Abgeben bedeutet hätte).
Mayas Beispiel und z.B. auch das von Schneckes Blacky u.a. zeigen sehr gut wie unendlich dankbar und anpassungswillig grade Hunde mit trauriger Vergangenheit meistens sind (die einzige mir bekannte Ausnahme ist der Rüde von Irisfools Sohn).
Wenn ich es mir finanziell und zeitlich erlauben könnte würde ich mindestens noch zwei weiteren obdachlosen Hunden ein Zuhause geben....