Und, wenn Du einen Welpen hast, der quasi alle Zuchtziele auf sich vereint ...
Alles Liebe und knuddel die Mama des Prachtwelpen auch mal so richtig durch von mir!
Martina
Das ist ein weiteres "Problemchen" beim DSH - einerseits wird verlangt - Prüfungen, dann als Diensthund, Blindenhund, Wachhund.... - gleichzeitig soll er der romantische Rex-Familienhund sein... und noch vieles, vieles mehr.
Eine Veranlagung kann man als Züchter sehr wohl sehr früh erkennen - schon mit 3-4 Wochen weiß man, wer wen wegdrängelt... und wie oft das passiert ect. auch anhand anderer Verhaltensweisen. Meine Wlpen waren/sind derart verschieden - was man nicht glaubt. Jeder Laie auf dem Hof konnte den einen nicht vom anderen unterscheiden...
Im Abgabealter 8 Wochen werden die Unterschiede sehr deutlich. Wieviel Energieaufwand ein Welpe z.B. betreibt, um "seinen Kopp durchzusetzen" oder wie wenig und mit List ein anderer seinen Kopp durchsetzt, wer Mamas Liebling ist, wer stets streitet und wer lieber die Ruhe genießt. Alles Verhaltensweisen ( wohl bemerkt bei gleichem Gewicht und Ernährungs- und Gesundheitszustand ), die auf bestimmte andere Verhaltensweisen hindeuten. Es ist NICHTS festgelegt - aber es sind Optionen geschaffen für die eine oder andere Richtung....
Aber auch das ändert sich schnell, wenn der Familienverband - sowie jetzt - sich auflöst. Der, der nie "durfte"... darf jetzt plötzlich und "arbeitet sich hoch"... weil er die Chance hat dazu durch weniger Geschwisterstreit, andere Konstellationen....
Was ich nie vorher glauben wollte - jetzt aber natürlich weiß ( und natürlich ist das auch nachlesbar ): es gibt Verhaltensweisen, die sich sehr früh äußern und somit angeboren sind. Die ändert man nicht.
Katzen jagen oder als Familienmitglied respektieren gehört z.B. zum Lernbereich - jedenfalls bei "Nichtjagdhunden"

Der Kater darf in jedem Fall ZUERST fressen .... dann erst der Hund. Damit geht man jedem "Jagdanfall" der Hunde aus dem Weg. Sie lernen: erst wenn der gefressen hat, kriege ich was.... sehr, sehr einfach.