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Autor Thema: Weiße Blüten mit Digi fotografieren.  (Gelesen 3866 mal)

rudi

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Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« am: 18. Februar 2007, 00:55:50 »

Hallo,
ich besitze eine Nikon COOLPIX 5400 Digi und bin bisher über Aufnahmen per Automatikprogrammen nicht hinausgekommen. Leider schaffe ich es damit nicht, meine weiß gefüllten Hepaticablüten strukturiert aufzunehmen. Was muß ich tun um wirklichkeitsgetreue Bilder zu erhalten?
Es grüßt Euch
rudi
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 01:13:43 von rudi »
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rudi

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #1 am: 18. Februar 2007, 01:14:42 »

Das beigefügte Bild ist der Auslöser meines Kummers.
rudi
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 01:23:34 von rudi »
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Gartenlady

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #2 am: 18. Februar 2007, 09:11:50 »

oh je, das Problem kenne ich :-\

Die Kamera ermittelt aus dem gesamten Bild eine mittlere Belichtungszeit, da Dein Foto sehr viele dunkle Partien hat, ist diese mittlere Belichtungszeit für die weißen Blüten völlig falsch.

Versuche mal

1. näher ran zu gehen, eine Makroaufnahme zu machen, sodass nur die weiße Blüte im Bild ist.

2. Nicht im Automatikprogramm, sondern im Programm "A" = Belichtungsautomatik zu fotografieren, Du stellst die Blende ein, wie Du sie wünschst, für ein Foto einer Blüte würde ich eine große Blende (=kleine Blendenzahl) wählen, dadurch wird die Blüte hervorgehoben, der Hintergrund weich gestaltet, Du musst dann aber die Blüte genau fokussieren. Mit dieser Einstellung kannst Du dann eine relative Belichtungskorrektur vornehmen, d.h. die von der Kamera ausgerechnete Belichtung verlängern oder verkürzen (schau in der Bedienungsanleitung) dann kannst Du probieren bis es gut ist.


Mich wundert Dein Problem allerdings, als Schneeglöckchenspezialist hast Du doch gut belichtete Schneeglöckchenfotos schon hinbekommen, da besteht doch das gleiche Problem ???
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Faulpelz

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #3 am: 18. Februar 2007, 09:45:52 »

Versuche mal die Spotmessung bzw. die Selektivmessung.
Bringst du die weiße Blüte formatfüllend drauf, sprich die weiße Blüte ist bei meiner Canon EOS 350 D größer als das 9 prozentige Bildzentrum, dann misst die Kamera nur die weiße Blüte in der Mitte an. Dadurch wird die Zeichnung in ausgewählten Bildbereichen erhalten.
Leider hat Canon auf eine klassische Spotmessung verzichtet, die einen Messbereich von nur 1 bis 3 Prozent ausnutzt. Wie gesagt, bei Canon wird bei der Auswahl des Modi Selektivmessung ein Bildzentrum von ca. 9 % einbezogen. Das dunklere Umfeld der Blüte wird in die Belichtungsmessung nicht miteinbezogen, somit wird die weiße Blüte auch korrekt belichtet. Ist die '"weiße" Bildmitte kleiner als 9 Prozent, dann wir auch das dunklere Umfeld bei der Messung miteinbezogen und dadurch kommt es zu einer Fehlbelichtung der Blüte.

Liebe Grüße
Evi
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 09:46:55 von Faulpelz »
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sonnenschein

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #4 am: 18. Februar 2007, 10:18:17 »

Wenn Du aber viele Bilder machst und in manchen Fotografierstellungen oder aus Zeitmangel oder Faulheit oder aufgrund dreckiger Finger gerade keine große Lust zum Programmhüpfen hast, kannst du es mal versuchen wie ich es oft mache: Hand in die Nähe des scharf zu stellenden Gegenstandes bringen, das hellt den Lichtwert auf. Mit der richtigen Portion Übung kann man so auch schnell zu guten Ergebnissen kommen.
Ich habe das zwangsweise gelernt, weil bei meiner ersten Panasonic Lumix - aufgrund hoher Beanspruchung in Kombination mit einigen Körnchen Lehmschmiere oder Sand oder was auch immer man so an den Händen hat, wenn man sich zum Fotografieren flach auf den Boden gelegt und wieder aufgerichtet hat - die Menüknöpfe nur noch selten funktionieren. Diesen Trick wende ich jetzt aber auch beim Fotografieren mit meinen neuen Kameras an. Geht natürlich nur, so weit Dein Arm reicht. Oder das vorsichtshalber mitgenomme Blatt Papier. Oder das helle Kniebrett. Oder... ;)
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 10:18:43 von sonnenschein »
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ALFREDT

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #5 am: 18. Februar 2007, 11:58:54 »

Hallo rudi

Ich habe noch nicht so viel Ahnung von der Fotografie, aber dein Bild sieht etwas merkwürdig aus. Auf dem Bild sieht man keinen grossen Lichtunterschied und daher bin ich der Meinung, dass deine extreme Überbelichtung durch Blitz entstanden ist. ;) ;D
Ausserdem ist bei dem Bild grundsätzlich die Farbe weiss überbelichtet, was überwiegend nur bei zu nah am Motiv befindlichen Blitz passieren kann. ;)
.
Warum deine vorderen Blätter teilweise weiss sind- keine Ahnung.

liebe Grüsse

Alfred
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ALFREDT

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #6 am: 18. Februar 2007, 16:03:28 »

einen Messbereich von nur 1 bis 3 Prozent

...das heißt, dass der AF Rahmen entsprechend kleiner ist, als üblich ::)
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Faulpelz

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #7 am: 18. Februar 2007, 17:14:34 »

einen Messbereich von nur 1 bis 3 Prozent

...das heißt, dass der AF Rahmen entsprechend kleiner ist, als üblich ::)

Alfred, kannst du das bitte etwas näher erläutern. Ich verstehe nicht, was du damit meinst.

Noch zu der Spotmessung. Sie funktioniert bei weißen Blüten natürlich nur, wenn die weiße Blüte formatfüllend zu sehen ist. Bei Rudi´s obigem Beispiel kann man damit natürlich nichts anfangen. Da weiß ich mir leider auch keinen Rat. Die weißen Kleckse sehen schon komisch aus ,die weißen Pflanzschilder sehen auch ausgefressen aus :-\. Ich würde evtl. mal unterbelichten und schauen, was dabei rauskommt.

LG Evi
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 17:27:38 von Faulpelz »
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ALFREDT

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #8 am: 18. Februar 2007, 20:38:01 »

Hallo Evi

Wie hast du es mit dem 9 Prozent gemeint bzw. woher weißt du sowas. Ich habe deine 9 Prozent nicht verstanden und dachte es sei vielleicht der Bildausschnitt im Rahmen bzw. die Grösse in Prozent.

 ::) Alfred ::)
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ALFREDT

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #9 am: 18. Februar 2007, 21:12:54 »

Ich habe von einen Bild ein Ausschnitt zugeschnitten, wo eine Überbelichtung zu sehen ist. Hier ist aber deutlich zu erkennen, das der gesamte Vordergrund überbelichtet ist.

Einige Blüten sind fast nur noch als weißer Fleck zu sehen.

Bei Rudis Bild ist es anders, ausser den weißen Motive ist alles andere korrekt belichtet und deshalb meine Vermutung mit dem Blitz.
« Letzte Änderung: 18. Februar 2007, 21:33:59 von Alfredt »
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Gartenlady

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #10 am: 19. Februar 2007, 08:18:15 »

Wenn man weiße Blüten in ihrer Umgebung fotografieren will, hat man das gleiche Problem wie wenn man ein Motiv fotografiert, das teilweise in der Sonne und teilweise im Schatten liegt, man KANN nicht das gesamte Bild korrekt belichten. Entweder ist der sonnige Teil bzw. die weiße Blüte richtig belichtet, dann ist der Rest zu dunkel, oder der Schatten bzw. die Umgebung der weißen Blüte ist korrekt belichtet, dann ist der sonnige Teil bzw, die weiße Blüte überbelichtet. Man muss also mit der Belichtung experimentieren, Belichtungsreihen durchführen und schauen ob man ein akzeptables Ergebnis bekommen kann, oder eben eine Makroaufnahme der weißen Blüte machen, sodass die Umgebung keine Rolle mehr spielt.

Bei diesem Problem hoffe ich auf gute Ergebnisse durch HDR-Fotografie.
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rudi

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #11 am: 19. Februar 2007, 09:38:08 »

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure vielen Anregungen. Leider komme ich im Moment noch nicht zum Durcharbeiten und Ausprobieren Eurer Ratschläge. Bis bald.
rudi
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tiarello

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #12 am: 19. Februar 2007, 09:58:04 »

Ich möchte noch mal unterstreichen , was Gartenlady geschrieben hat.

In den eineinhalb Monaten, in denen ich mit meiner neuen Canon Powershot A620 (meine erste Digitale) experimentiert habe, musste ich ziemlich schnell feststellen, dass Pflanzenfotografie am besten läuft, wenn man von Vollautomatik auf Belichtungsautomatik umschaltet. Man kann den "Vorschlag" für eine gewählte Belichtung ja in Ruhe auf dem Display ansehen, um sich dann mit der Belichtungskorrektur schrittweise an die eigene Wunschbelichtung herantasten. Inzwischen funktioniert das bei mir schon richtig gut, weil ich langsam ein Gefühl dafür entwicket habe, um wieviel Schritte ich etwa die Belichtungszeit korrigieren muss.

Eine weitere Möglichkeit, die ich erfolgreich eigesetzt habe, ist die Herabsetzung der Blitzleistung. Im Falle der Beispielfotos hätte sich das meiner Einschätzung nach auch angeboten.

Ich halte im übrigen dieses Phänomen der überbelichteten hellen Bildbereiche, was ich auch schon aus analogen Zeiten kenne, nicht wirklich für ein Problem. Glaube auch nicht, daß man es als technische Unzulänglichkeit der Kamera sehen sollte. Die Grobeistellung der Belichtung soll die Kamera meinetwegen ja automatisch berechnen. Die Feineinstellung will ich mir jedoch nicht abnehmen lassen. Die soll ja sowieso meiner subjektiven Einschätzun unterliegen.

Und wahrscheinlich werden die Entwickler auch in Zukunft mit den rafiniertesten Berechnungsmethoden für die richtige Belichtungszeit den Fotografierenden nicht immer zufriedenstellen können, weil diese letzlich nur subjektiv ermittelt werden kann. Schließlich wirken die überbelichteten Hepatica-Blüten in Rudis Beispielbild noch viel unangenehmer, als die gleichermaßen überbelichteten Etiketten.

lg tiarello
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Faulpelz

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #13 am: 19. Februar 2007, 20:21:38 »

Hallo Evi

Wie hast du es mit dem 9 Prozent gemeint bzw. woher weißt du sowas. Ich habe deine 9 Prozent nicht verstanden und dachte es sei vielleicht der Bildausschnitt im Rahmen bzw. die Grösse in Prozent.



Alfred, ich versuche es mal zu erklären.
Vorerst zu der Frage, woher ich weiß, dass sich bei meiner Eos die Selektivmessung über 9 % erstreckt: Das steht in der Bedienungsanleitung der Kamera. Allerdings habe ich zu den Meßmethoden einiges nachgelesen in dem Buch " Das Profi-Handbuch zur Eos 305 D". Ich habe dieses Buch schön öfter erwähnt und mittlerweile ackere ich es zum dritten Mal durch und es erschließt sich mir immer mehr die Technik der Kamera.
Also, ich versuch es mal ganz einfach zu erklären. Ob ich das so gut hinbringe, wie unser "Chef" das könnte, ist zu bezweifeln:
Du stellst dir ein Rechteck vor, welches den Sucher darstellt. In dieses Rechteck zeichnest du gedanklich einen Kreis, der sich über ca. 9 % des zentralen Sucherbereichs erstreckt. Genau das ist der Bereich, den die Kamera bei dem Modi Selektivmessung anmißt. Das Umfeld außerhalb dieses mittigen Kreises wird bei der Messung nicht berücksichtigt.
Bei der Astrofotografie, zum Beispiel beim Ablichten des Mondes, wird der Himmelskörper schnell zu klein für die 9 %ige Selektivmessung. Dann bezieht die Kamera bei der Messung das dunkle Umfeld des Mondes auch mit ein und ermittelt einen Mittelwert. Somit hat der Mond keine Zeichnung, sprich er ist ausgefressen bzw. es kommt zu Überstahlungen, wenn der Sucher nicht voll mit dem bildwichtigen Motivteil ausgefüllt wird. Das Problem kann man durch extreme Telebrennweiten überbrücken, indem man den Mond heranzoomt und somit der Sucher mit dem Mond ausgefüllt ist.

Puh, Leute, ich kanns nicht besser. Bitte nicht auslachen. Jeder darf und soll mich korrigieren, wenn ich jetzt Schmarrn verzapft habe.

Liebe Grüße
Evi
« Letzte Änderung: 19. Februar 2007, 20:24:08 von Faulpelz »
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Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen (Henry Jackson van Dyke, 1852 - 1933)

ALFREDT

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Re:Weiße Blüten mit Digi fotografieren.
« Antwort #14 am: 19. Februar 2007, 22:28:07 »

Hallo Evi

Danke für deine Erklärung. :D

Die Berechnung des Mittelwert habe ich nun verstanden. Im Bildbearbeitunsprogramm befindet sich das Werkzeug Pipette, wo im Prinzip das Gleiche passiert.

Gimp bezeichnet die Abtastgrösse in Radius. Wenn ich nun den kleinsten Wert (1) eingebe, tastet die Pipette 9 Pixel ab und ermittelt daraus ein Mittelwert (Farbe)
Weil ein Mittelwert berechnet wurde, unterscheidet sich diese Farbe von der Originalfarbe.

Der AF- Rahmen besitzt eine bestimmte Grösse und es verändert sich nur die Abtastgrösse innerhalb des Rahmen. (9%= grob oder 1- 3%= fein)

Soweit habe ich es verstanden...

liebe Grüsse

Alfred
 

 
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