ein kurzer erfahrungsbericht- mit der hoffnung auf diskussion.
ich habe im februar 2003 einen zusätzlichen garten übernommen. dieser war mehrere jahre lang gar nicht und davor nur sehr extensiv genutzt worden.
nach dem roden habe ich die fläche zum größten teil mit kartoffeln, zum kleinen mit blumenkohl, daneben mit früh- und spätwirsing bestellt.
die erträge waren trotz des extrem heißen sommers, des sandbodens und unzureichender bewässerung märchenhaft. sogar der blumenkohl, der sonst hier sehr heikel ist, wuchs ohne düngung zu tschernobylproportionen heran. und nichts war krank oder angefressen. es war wie im gelobten land, auch die geschmackliche qualität war hervorragend gut.
auch im nächsten jahr, als ich eine viel größere auswahl an gemüse anbaute, war erntemenge, qualität der gemüse und pflanzengesundheit noch überdurchschnittlich aber nicht mehr absurd hoch, ich hatte dann allerdings schon mistkompost zur verfügung.
erste anzeichen von schädlingen gab es auch: die ersten wühlmäuse, kartoffelkäfer, spargelkäfer. etwas braunfäule bei kartoffeln.
von da an wurde der schädlingsbefall immer höher, die fruchtbarkeit nahm leicht ab, die geschmacksqualität allerdings nicht.
das klingt alles plausibel:
kein wunder z.b. daß spargelhähnchen erstmal nicht in einem garten vorkommen, in dem keine spargel angebaut werden, desgl. pilzkrankheiten usw.
und die geschichte des ackerbaues (brandrodung) bezeugt ja auch, daß es das problem schon seit längerem gibt.
aber es gibt wohl keine lösung dafür- oder?