Ja, Claudia, mir ging´s genau so, die Nachbarn haben nur seltsam geguckt, als ich sie nach Gartenabfällen fragte, aber dann liebend gerne damit´rausgerückt, ich hatte sogar schon zwischendurch überlegt, etwas an der örtlichen Grünabfallsammelstelle zu "klauen", aber bei uns hat es dann auch so gelangt!
Also, du musst gröbere Holzteile nicht zerkleinern, auch Geäst und Gestrüpp nicht. Vielleicht nur mit der Astschere so, dass es sich parallel schichten lässt und nicht ganz so sperrig ist. Wir haben, obwohl vorhanden, unseren Häckseler nicht benutzt. Als grobe Regel könnte man nennen: zuunterst das Grobe, dann das Feinere. Es gilt nur: Je gröber die Füllung, um so mehr sackt sie im Laufe des Jahres ´runter und um so mehr musst du giessen.
Holzstämme und Äste parallel unten einschichten, etwas Feineres, vielleicht wenig verrottetes, wie z.B. feineres Ästchen-Material, Sägespäne, Stroh, egal was dazwischen, dann feinere Äste, Stauchschnitt, dann mal wieder Laub dazwischen, zwischendurch vielleicht mal mit Gummistiefeln rein und etwas feststampfen. Wenn du die ganz großen Lücken füllen kannst, ist schon gut, besser als wenn alles hinterher so viel zusammensackt. Wie beim Kompost ist gutes Mischen immer gut, ein bisschen grob mit ganz feinem gemischt ist besser als Lagen nur von einem einzigen Material. Weiter oben würde ich feineres Gemischtes und Sachen mit Erde dran einbauen.
Zwischendurch immer mal wieder etwas mit den Füßen verdichten.
Wir haben dann darauf die umgedrehten Grassoden geschichtet, die wir am Grund des Hochbeetes ausgestochen hatten, damit das Beet auch guten Kontakt zum belebten Boden hat.
Auf diese Soden haben wir dann den ebenfalls ausgehobenen Mutterboden (bei uns leider viel zu wenig, weil wir direkt auf Fels stehen!) gepackt und dann bei der Kompoststelle im Ort noch 2 Kubikmeter Kompost geholt und obenauf gepackt (wobei eigentlich eine Kompost-Mutterboden-Mischung besser ist, in unserem reinen Kompost gedeihen wohl wirklich nur Starkzehrer!)
Was fällt mir noch ein....Mhhh, Gemüserest würde ich etwas weiter unten einbauen, man weiss nicht, was sie für Krankheiten hatten...
Kaufen musst du wohl nichts, Nährstoffe gibt´s auch genug, also Hornspäne, gekauftes, unbenutztes Kleintierstreu und ebensolchen Rindenmulch, Schnellkomposter etc. brauchst du nicht, nur obenauf sollte eine akzeptabel dicke Schicht aus Mutterboden, Kompost, notfalls Blumenerde sein, in der man säen und pflanzen kann....
vielleicht fällt mir noch einiges ein, möchte ja demnächst das nächste Hochbeet bauen und mal ein Kartoffelbeet mit Kompost zur Bodenlockerung anlegen....
Ja, wo ich´s gerade nochmal lese, ich würde evtl. den Komposter von innen mit Teich- oder Baufolie ausschlagen (antackern), ich weiß, dass so ein Hochbeet auch Luft braucht, aber so trocknet es nicht ganz so schnell aus, das Holz hält länger, es rieselt nichts raus und wirklich faulen tut´s doch darin wohl auch nicht. Außerdem kann man im Zweifel ja auch noch Belüftungsschlitze ´reinschneiden, vielleicht weiss ja jemand hier im Forum darüber noch näher Bescheid?