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Autor Thema: Baum für eine nasse Problemzone gesucht  (Gelesen 1792 mal)

canina

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Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« am: 01. April 2007, 21:24:57 »

Hallo an Euch,

ich suche einen Baum.
Kurze Vorgeschichte:
Vor zwei Jahren pflanzten wir Robinia pseudoacacia umbraculifera.
Innerhalb eines halben Jahres eingegangen. Wühlmausverdacht, der sich aber nichtbestätigt hat, denn ...siehe zweiter Baum ;)
Vergangenes Jahr pflanzten wir einen Crataegus lavallei. Innerhalb eines halben Jahres eingegangen. Nein, es waren keine Wühlmause. Es ist Staunässe. :-\
Diverse Bodenverbessungsarbeiten sind bereits in Arbeit, aber ich vermute, daß durch den extremen Lehmboden sich daran nicht viel in absehbarer Zeit ändern wird. Noch dazu ist mir jetzt aufgefallen, daß es vom Bodenniveau genau der tiefste Punkt ist und sich dort das Wasser erstmal sammelt, bevor es, wenn überhaupt >:(, seine weitere Reise antritt.

Nun meine Frage. Welcher Baum kommt damit zurecht?
In den diversen Baum-Threads habe ich schon gestöbert. Aber das passende war nicht dabei.
Ach ja, der Baum hätte es vollsonnig und er sollte nicht höher als 6-8m werden.
Ein Baum an dieser Stelle ist mir sehr wichtig, deshalb hoffe ich ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße
Simone
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fars

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #1 am: 01. April 2007, 21:54:56 »

Weide oder Pappel. Kommt aber beides für dich nicht in Frage.
Ohne dass du die Bodensituation änderst, wirst du mit den meisten Gehölzen Schiffbruch erleiden.

Ich würde es mal mit Birke versuchen. Selbst in Mooren wachsen noch Birken.
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canina

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #2 am: 01. April 2007, 22:58:25 »

Danke fars, eigentlich habe ich mir das fast schon gedacht.
Gedanklich war ich schon beim Bau einer Drainage ::).
Aber was soll's, die Frage war es trotzdem wert, Du weißt schon die Suche nach der Eierlegenden Wollmilchsau, die mir in diesem Fall Schwielen an den Händen und Rückenschmerzen erspart hätte.
Und naja, Birken..., nicht das ich was gegen Birken hätte, aber mir fallen einige Bäume ein, die mir lieber wären. :)
Liebe Grüße
Simone
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Moniis

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #3 am: 01. April 2007, 23:20:30 »

Hallo,
warum käme keine Weide in Frage? Sie mögen es feucht und es gibt so viele Arten, dass bestimmt etwas Passendes dabei zu finden ist.
Spontan fallen mir gerade die Kopfweiden ein, da kannst du selbst festlegen, wie hoch der Baum werden soll und dann kappst du alle 2 Jahre die Äste entsprechend (und kannst daraus was Nettes basteln ;D )
Erlen gingen auch, allerdings weiß ich nicht, wie hoch diese werden.
LG, Moniis
Nachtrag: Ich habe hier lehmig-tonigen Boden, das Schichtenwasser steht in nassen Wintern bis ca. 40cm unter Bodenniveau. Was hier neben Weide unkaputtbar ist, ist der gemeine Holunder.
« Letzte Änderung: 01. April 2007, 23:23:26 von Moniis »
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macrantha

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #4 am: 01. April 2007, 23:26:28 »

Eine tolle Esche wäre Fraxinus angustifolia 'Raywood' - allerdings wird diese 10-15m hoch.
Wobei - das dauert auch ein Weilchen.
Eschen gehören ja zu den sogenannten "Beamtenbäumen" (kommen spät und gehen früh ;D). Also treiben spät im Jahr ihr Laub (so Ende Mai, würde ich sagen) und lassen es beim ersten Frost fallen. Die Herbstfärbung ist aber wunderbar - irgendwo zwischen Burgunderrot und Magenta. Schöööön :D
LG
macrantha
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Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)

macrantha

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #5 am: 01. April 2007, 23:30:41 »

da ist sie:
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Mufflon

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #6 am: 02. April 2007, 03:24:12 »

Auch Erlen wachsen sehr gut in feuchtem Boden.
Unser Vereinshaus steht direkt auf dem Rheindeich- und der Boden ist da dauerfeucht.
Die heimische Erle kommen da alle bestens klar.
Aber die werden auch schon mal 15m bei günstigen Bedingungen. Lassen sie aber auch gut schneiden.
Alnus rugosa- die amerikanische Erle wird um die 6m.
Auch Alnus viridis- Grünerle wird ungefähr 3m. Diese wächst oft in der Nähe des Wassers.
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Hilmar

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #7 am: 02. April 2007, 20:52:08 »

Hallo Simone,
normale Erlen, was die Schwarz- Erlen (Alnus glutinosa) sind, werden im Idealfall und im Alter schon mal doppelt so hoch wie 15 m. Und im Alter sind spätestens nach 80 Jahren.
Ich empfehle daher eine der beiden geschlitztblättrigen Züchtungen ? der Schwarz- Erle, Alnus glutinosa 'Laccinata' bzw. Alnus glutinosa 'Imperialis'. Ansonsten sind bei dem Angebot an Weiden sicherlich auch geeignete Sorten vorhanden.
Gruß Hilmar
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farn

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #8 am: 02. April 2007, 21:05:34 »

Weide oder Pappel. Kommt aber beides für dich nicht in Frage.

 ??? ??? warum nicht ?? weide fände ich genau richtig! wir haben auch lehmboden und als bachanlieger jede menge wasser und die verschiedenen weidenarten haben keine probleme.
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fars

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #9 am: 02. April 2007, 21:23:49 »

Nun, wer eine Kugel-Robinie pflanzt, ist wohl eher an einem kleiner bleibenden Baum interessiert.

Zwar gibt es auch kleiner bleibende Weiden, die aber sind wiederum keine "richtigen " Bäume. Ausnahme vielleicht Salix caprea "Pendula". Gegen die habe ich aber so starke geschmacklicher Aversionen, dass ich sie niemandem empfehlen möchte.

Na gut, und wo es hinpasst, meinetwegen auch Salix alba und S. viminalis als Kopfweide.
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canina

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #10 am: 03. April 2007, 09:31:42 »

Hallo,

grundsätzlich kommen Weiden natürlich in Frage, nur habe ich schon 3 Weidenarten im Garten unter anderem auch die S. viminalis, die ich als Kopfweide ziehen möchte.
"Beamtenbäume" scheiden auch aus. Das spätere Austreiben wäre kein Problem, nur eher verschwinden geht überhaupt nicht.
Erlen auch nicht.
Falls Euch nun das Gefühl beschleicht, "Na, die hat ja an allem etwas zu nörgeln", möchte ich sagen ihr habt mir trotzdem geholfen.
Ich habe mich wirklich mit euren Vorschlägen auseinandergesetzt und bin zu dem Ergebnis gekommen, der Crataegus lavallei, der nun leider dahingeschieden ist, war und ist der richtige Baum für mich.
Deshalb werde ich graben und eine Drainage verlegen und den Boden bearbeiten. Dann kommt der Baum eben erst nächstes Jahr oder übernächstes oder.....
Deshalb trotzdem vielen lieben Dank.
PS: Die Kugelrobinie war ein Ausrutscher. Würde ich nie wieder pflanzen. Ich sage nur "Fremdbestimmung" :-\.
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SouthernBelle

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #11 am: 03. April 2007, 11:47:49 »

Schade:
Alnus glutinosa 'Imperialis' ist wirklich sehr huebsch, sehr zierlich und sehr "unerlig". Guck mal
hier oder fuer Details hier
ich hab so eine an einer aehnlich ueblen (Klei, hoher Grundwasserstand) stehen, weil ich keine Lust hatte, ueberall gegen die vorhandenen Bedingungen anzukaempfen.
« Letzte Änderung: 03. April 2007, 11:50:28 von CorneliaWesermarsh »
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Gruesse

sitting duck

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #12 am: 03. April 2007, 14:02:31 »

Moin Simone,

du schreibst von extremem (vermutlich tonigem) Lehmboden und zusätzlich von einer Senke wie "death valley" (tiefster Punkt). Dazu hätte ich eine provokante ;) Frage:
Wie tief willst du graben, der Lehm kann sehr tief reichen - dann bist du noch tiefer :P In einer Senke rettet dich auch Drainage nicht; über den umliegenden Lehmboden wird immer wieder Wasser in die Senke laufen, sofern nicht der Lehm durchstoßen werden kann und darunter ein Ablauf möglich ist.

Fazit: Mache es eventuell andersrum .... produziere einen Hügel
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canina

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #13 am: 03. April 2007, 20:40:51 »

@Cornelia
Oh, nein ich habe keineswegs die Erlen einfach so abgetan.
Alnus glutinosa ' Imperialis' ist ganz zauberhaft, aber ich befürchte das sprengt den Rahmen. Der Rahmen ist ein 1000m² Grundstück, davon müssen einige Quadratmeter Hangflächen abgezogen werden und natürlich der Platz für unser Haus, die Einfahrt etc.. ::)
Auf den Bildern die ich bei Google gesehen habe kam der mir wesentlich größer vor als 8m.

Vielleicht nochmal einige Worte zum Standort und warum ich glaube, dass eine Drainage dauerhaft Abhilfe schaffen könnte.
Stellt Euch das vielleicht so vor, ihr faltet ein Blatt Papier in der Mitte und hebt die beiden Seiten leicht an und neigt es dann nach vorn. Der Punkt an der die Spitze ist die "Baumstelle".
Neben der "Baumstelle" wächst problemlos "Virburnum plicatum tomentosum". Noch dazu steht dieser weiter in Richtung Hang und das Wasser findet leicht einen Abzug.
Ich dachte mir die Drainage lege ich davor und leite das Wasser, einen Bogen machend, direkt den Hang hinab.

Ihr seid aber nicht böse, dass noch keiner Eurer Vorschläge meinen Vorstellungen entspricht?

Liebe Grüße an Euch
Simone
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Joachim

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Re:Baum für eine nasse Problemzone gesucht
« Antwort #14 am: 04. April 2007, 19:53:42 »

Hallo Simone,

Ich habe mal in dem Buch 'North american terrestial vegetation' nachgeforscht welche Bäume dort als tolerant gegenüber Überflutung auch für mindestens zwei aufeinander folgende Wachstumsperioden mit einer Wasserhöhe von mindestens 30 cm genannt sind. Tolerant bedeutet hier fähig ohne Schaden zu überleben. In diese Kategorie fallen u.a.Liquidambar styraciflua, Acer rubrum, Gleditsia triacanthos, Campsis radicans, Nyssa aquatica und Taxodium distichum. Alle diese Bäume sind also definitiv nässetolerant und von der zu erwartenden Größe in Mitteleuropa kämen Nyssa und Liquidambar bestimmt in Betracht für deinen Standort, auch ohne Drainage.
Eventuell ginge auch Fraxinus ecxcelsior'pendula'.

MfG

Joachim
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