So, seit ein paar Tagen hat sich meine Haltung gegenüber meinen Weinbergschnecken geändert. Bisher haben sie keinen Schaden angerichtet, ihr Appetit beschränkte sich immer auf alles Welke und Abgestorbene. Nun plötzlich entwickeln sie Appetit auf fast alles im Staudenbeet und die einjährigen Sommerblumen. Auf frischer Tat ertappt beim Akeleienraspeln, Sonnenblumenblätterskelettieren (in 1,50m Höhe), Rittersporn vernichten, Flockenblumenmetzeln.......Auch wenn ich mich über die wiedergefundenen, im letzten Jahr nummerierten. freue und sie respektiere, weil sie so alt werden....Neuerdings gibts, nachdem das Tier dazu bewegt wurde, sich ins Gehäuse zurückzuziehen, einen Freiflug in die schöne Wiese unterhalb. Auch dort genug Gebüsch und Schatten und sie fallen weich, ohne dass das Häuschen Schaden nimmt! Und jeden Tag folgen mindestens 10 neue.....
Jetzt zu den "Nackischen":
Gestern freute ich mich über den neuen Salat, der nach Sorten reihenweise in der Saatschale gekeimt war, heute nix mehr da, futsch, wech......Hab´ nochmal gesät, aber jetzt sind alle Salatsorten durcheinander......
Und das Schärfste, hab´ ich doch im Ausweichbeet mit Broccoli und Römersalat schon Komplettverlust beim Broccoli gehabt (und in den Fallen 5 Gelbhals-/Rötelmäuse gefangen, die übrigens auch sehr gerne Bärlauch und Bohnen mögen....), skelettieren die Schnecken jetzt den Salat (für die Mäuse is ja nix mehr zu holen!), dafür steckte aber gestern auch eine blöde, erschlagene Schnecke in einer der Mausefallen (neue Methode, sollte ich zum Patent anmelden.....)
Meine krause, neue Petersilie haben sie auch abrasiert.
In die Hochbeete gehen sie so gut wie gar nicht......Immerhin!
Dafür haben sie in 2m Höhe eine Clematis-Knospe des Präsidenten total vollgeschleimt, aber nur Blätter gefressen.
Ja, und Hornveilchen scheinen eine wahre Delikatesse zu sein.....