Habe ich schon zwei Mal selbst gemacht. Schwierig daran ist nur, wie Lisl schon gesagt hat, dass man gleich grosse Pflanzen zum veredeln hat.
Ich habe mal was drüber gelesen und es dann folgendermassen umgesetzt. Sicher gibt es noch präzisere Anleitungen....
Die Feigenblattkürbisse sät man ca. 10 Tage später aus als die Gurken. Nach 10-14 Tagen setzt man bei den Kürbissen oberhalb der Keimblätter einen Schnitt schräg nach unten. Bei den Gurken, auch oberhalb der Keimblätter, schräg nach oben. Vorher muss man die Pflanzen natürlich aus den Töpfen rausnehmen. Eigentlich bräuchte man für das ganze 4 Hände, weil man darauf achten muss, dass die Schnitt-bzw Veredelungsstelle sauber bleibt.
Die angeschnittenen Pflanzen(je ein Kürbis und eine Gurke) schiebt man ineinander, umwickelt das ganze mit Veredelungsfolie (Bleiband) bzw fixiert es mit Clips. Das ist, finde ich der schwierigste Teil, weil da ebenfalls kein Krümel Erde mit rein sollte, das ganze nicht gequetscht werden darf und aber trotzdem so fest zusammensitzen sollte, dass es nicht auseinanderfällt.
Das Gurkenoberteil dann am besten noch mit einem bunten Wollfaden markieren, damit man den später nicht fälschlicherweise kappt. (Bei Jungpflanzen finde ich es schwierig Gurken von Kürbis zu unterscheiden.)
Nun topft man die beiden in einen frischen Topf, giesst vorsichtig an und sorgt mit Haube für eine hohe Luftfeuchte.
Nach ca 1 Woche sieht man, wer überlebt hat.
Wenn beide Triebe gut dastehen, den Kürbistrieb knapp über der Veredlungsstelle abschneiden. Unter der Veredlungsstelle schneidet man dann die Verbindung der Gurkenpflanze zu "ihrer" Wurzel ab.
Anschliessend für 1-2 Tage wieder für hohe Luftfeuchte sorgen, bis sich die Pflanze stabilisiert hat - dann ist es vollbracht....
Bei meinem ersten Versuch hatte ich eine Ausbeute von 20%. Im 2. Jahr waren es schon 80%
In den beiden letzten Jahren hatte ich entweder Pech mit dem Wetter und die Gurken sind mir davon gewachsen bzw die Kürbisse sind als Samen gefault und garnicht erst gekeimt.
Der Ertrag und die Pflanzengesundheit waren bei den veredelten deutlich besser als bei der gleichen Sorte unveredelt.
LG, Bea