Da es nicht mehr so ganz in "Publishing on demand" passt mach ich mal ein neues Thema auf:
Sonnenschein hatte geschrieben daß die heute hier als Mme Legras de Saint Germain gehandelte Sorte nicht die echte sei und ich hatte gefragt, seit wann denn das so sei. Darauf schrieb sie:
"Seitdem Jensen und Schütt und vielleicht auch andere eine solche zweite, eine Noisette-Alba, verkaufen."
- Wie soll denn die erste, echte aussehen und welche Quellen beschreiben sie?
Ich wäre sehr dankbar für Informationen,hab nämlich nicht viel Literatur über Albas und ihre Hybriden.
Auf die Schnelle bei HMF geguckt (da ist übrigens auch ein sehr schönes Foto von Matthias drin ) hab ich eine Mme Legras die in Frankreich fotografiert wurde gefunden und eine im Botanischen Garten von Montreal die aussehen wie die mir bekannte.
Auf Foto Nummer 4 ist definitiv was anderes, Nummer 5 kommt wieder hin, bei Nummer 6 sind die inneren Petalenansätze ein bißchen sehr gelblich aber es könnte ja aus einer wärmeren Gegend stammen,
Nummer 7 und 8 sehen ganz anders aus. -Meinst du eine der beiden letzteren könnte die "echte Mme Legras de St. Germain" sein?
Als Einführungsjahr steht dort "before 1848 by unknown".
Zu dieser Zeit waren Chinensis-Abkömmlinge in Europa bereits gang und gäbe.
Zu Souvenir d´Alphonse Lavallée hab ich bei Jäger gefunden: dunkel-johannisbeer- kastanienbraun, granat, und auch in den gesammelten Dickerson-Beschreibungen ist meist die Rede von "maroon". Im Old Rose Advisor ist auch ein Foto das Ähnlichkeit mit dem von SdAL bei Guillot und der Rose die ich bei meiner ersten Fahrt nach Sangerhausen von Bad Langensalza aus straußweise auf der Ablage spazierengefahren habe. Leider ist sie bei Herrn Weingart dann verloren gegangen.
Die Variante von der auch in Karben ein Exemplar steht ist niocht bräunlich- sondern violettrot. Ich hab sie auch wesentlich heller in Erinnerung, mit weniger starkem Duft und kleineren Blüten aber stärkerem Wuchs. - Eindeutig was anderes.
Ach ja: Wegen der von Chinensis beeinflussten Alba-Hybriden werde ich Jürgen Weihrauch nochmal befragen wenn er wieder anruft. Er hat wesentlich mehr Literatur als ich und bei späteren Albas erscheint mir die Theorie der Chinensis-Abstammung durchaus einleuchtend.