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Autor Thema: Zwergwüchsige Pinus silvestris (Waldkiefer) aus Nordlappland:Kurios oder normal?  (Gelesen 860 mal)

Garten-anna

  • Gast

Mein Mann hat vorr 27 Jahren aus dem Norden Lapplands eine kleine Kiefer, war ca. 15 cm groß mitgebracht. In den 27 Jahren ist sie nicht sehr viel gewachsen
« Letzte Änderung: 24. Juni 2007, 21:08:18 von bristlecone »
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Cryptomeria

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Re:Kurios oder normal,aus dem Norden Lapplands Konifere 27 Jahre
« Antwort #1 am: 24. Juni 2007, 19:02:58 »

Hallo,

ich würde sagen, das ist Pinus silvestris var. lapponica, die Lappland-Kiefer.
Krone fichtenartig, schmal, langsamwüchsig, Nadeln kurz.Stamm mehr oder weniger gerade.

Viele Grüße

Wolfgang
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Garten-anna

  • Gast
Re:Kurios oder normal,aus dem Norden Lapplands Konifere 27 Jahre
« Antwort #2 am: 24. Juni 2007, 19:11:09 »

Wolfgang,
vielen Dank für die Information. Sie ist jetzt gerade mal 42 cm. Ist das normal?
Liebe Grüße Anna
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Cryptomeria

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Hallo Anna,

ich habe sie leider noch nicht selbst in unseren Breiten angepflanzt. Aber ich würde sagen, es wird normal sein.

Viele Grüße

Wolfgang
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fars

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Cryptomeria

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Hallo,

bei allen Pflanzen gibt es geographische Varietäten, die wenige , manchmal verwschwindend geringe Unterschiede zur Art aufzeigen.( Das gilt übrigens auch für Arten. Ich erinnere an die Diskussion, ob Cedrus libani, atlantica, brevifolia eine Art darstellen.)

In unserem Falle schließe ich mich Farjon nicht an , sondern würde var. lapponicum als geographische Varietät akzeptieren, zeigt sie doch ein völig anderes Wuchs- und Habitusverhalten als Pinus silvestris bei uns. Hier müsste eine genetische Grundlage vorliegen, denn sonst würde sie in unseren Breiten normalwüchsig sein. Die Frage ist natürlich, wie sieht die normale Population in Lappland aus. Sind sie alle so kleinwüchsig wie bei Anna oder gibt es auch hier eine größere genetische Vielfalt, auch erkennbar am Habitus.Das weiß ich nicht, da ich über die Population in Lappland keine neueren Unterlagen besitze.
In unseren Breiten gibt es natürlich auch kleinwüchsige, langsamwachsende Varietäten und ausgelesene Sorten, aber diese werden auch alle benannt, warum dann nicht diese .
Van Gelderen hat z.B. die im Kaukasus und auf der Krim vorkommende, völlig normalwüchsige Pinus silvestris als var. hamata bezeichnet.

Ich fasse nochmal zusammen: Ich würde diese Bezeichnung für die geographische Varietät beibehalten, da sie ein völlig anderes Wuchsverhalten in unseren Breiten als Pinus silvestris zeigt.

Viele Grüße

Wolfgang
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fars

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Das Wuchsverhalten würde ich als Hauptkriterium nicht gelten lassen. Es gibt unter den Gehölzen etliche, die an einem anderen (möglicherweise aus vielen Gründen nicht zusagendem) Standort ein völlig anderes Wuchsverhalten an den Tag legen.

Aber wie auch immer: Ich will die von dir bestimmte Art nicht in Abrede stellen. Ich fand nur bislang keine Bestätigung beim googeln.
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Cryptomeria

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Hallo fars,

deine Skepsis ist völlig richtig. Möglicherweise hat Farjon auch Recht. Ich meine , diese sehr abweichende Form von Anna würde auf jeden Fall mit einem Var.-/Sortennamen benannt werden, da sie vom Habitus, möglicherweise auch kürzeren Nadeln von der normalwüchsigen P.s. stark abweicht. Ich glaube nicht, dass nach 27 Jahren eine normalwüchsige P.s. aufgrund von Umwelteinflüsen so aussieht. Ich würde vermuten hier liegt eine genetische Disposition zugrunde. Es liegt wahrsch. in der genetischen Bandbreite von P.s., aber auch da hätte diese Form möglicherweise einen Namen.
Wie auch immer, Anna freut sich über ihre Lappland-Kiefer, das ist die Hauptsache.
Ich habe mich gestützt ( und das ist auf jeden Fall älteren Datums) auf Hillier ( Manual of Trees and Shrubs) und den alten Krüßmann ( Handbuch der Nadelgehölze), wobei Krüßmann auch etliche Fehler abgeschrieben hat. Aber die Beschreibungen in beiden Quellen stimmen mit dem Habitus von Annas Pflanze überein.
Deswegen hatte ich diese geogr. Varietät hier angeführt. Wenn es diese heute nicht mehr gibt, hat Anna eine unbenannte, sehr langsamwüchsige Varietät und könnte sie benennen.

Pinus silvestris Annas Dwarf klingt auch hübsch.

Ich sehe das nicht so eng. Ich hoffe du auch nicht.

Viele Grüße

Wolfgang
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