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|20|4|Man wird doch auch mal inkonsequent sein dürfen! (Staudo)

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Autor Thema: Wann sind Gehölze bei uns heimisch  (Gelesen 7507 mal)

Nina

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #15 am: 01. Juni 2004, 22:38:50 »

Nicht zuletzt sind auch wir einheimisch ;)

Aber hier hinkt es doch ganz gewaltig, oder?
An mir zumindest ist fast nichts heimisch. :)
« Letzte Änderung: 01. Juni 2004, 22:39:17 von Nina »
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Katrin

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #16 am: 01. Juni 2004, 22:41:51 »

Na hör mal,
wir sind doch andauernd egoistisch (was ist denn ein Garten? Ein Teil MEINES Grundstücks, den ich der Natur wegnehme) und wenn es dann mal wer schreibt... Ich weiß nicht wo du wohnst, aber hier leben schon seit den Römern nachweislich Menschen, also komme ich mir doch ganz einheimisch vor!
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

Iris

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #17 am: 01. Juni 2004, 22:44:32 »

In Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters komme ich immer mehr zum Schluß, der Mensch denkt, die Natur lenkt.

Ja, aber dass der Mensch denkt, das ist ja schon immerhin was ;D!
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Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt?

Silvia

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #18 am: 01. Juni 2004, 22:46:58 »

Also, ich bin eigentlich auch nicht heimisch. Ich gehöre nach Schwaben - oder nach Ostpreussen, wobei da auch ein paar Hugenotten und Holländer mitgemischt haben. Der Mensch ist doch ganz schön völkergewandert. Bis in die Antarktis haben wir es schon geschaff! Brrrr! ;)

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Nina

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #19 am: 01. Juni 2004, 22:51:08 »

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber hier leben schon seit den Römern nachweislich Menschen, also komme ich mir doch ganz einheimisch vor!

Ich wohne in Köln Katrin. Meine Mutter ist Finnin. Mein Großvater väterlicherseits war Russe. Ich habe einen Urgroßonkel der Hawaiianer ist... eine andere Tante ist Schwedin... Amerikaner sind auch dabei...
Auf diesem Planeten fühle ich mich schon recht heimisch. ;)
« Letzte Änderung: 01. Juni 2004, 22:52:45 von Nina »
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Hans

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #20 am: 01. Juni 2004, 22:53:05 »

Zitat
An mir zumindest ist fast nichts heimisch.
oder
Zitat
Also, ich bin eigentlich auch nicht heimisch

So kann man dieses Thema, das eigentlich jeder Gärtner ernst nehmen sollte, natürlich auch sehen.

Unserer Natur wird es allerdings nicht helfen ....


Schöne Grüße
Hans
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Es ist eine immerwährende Erfahrung, dass derjenige, der Macht besitzt, dazu neigt, diese zu mißbrauchen, bis er an seine Grenzen stößt. (Charles de Secondat)

Iris

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #21 am: 01. Juni 2004, 22:56:14 »

Zitat
Ich weiß nicht wo du wohnst, aber hier leben schon seit den Römern nachweislich Menschen, also komme ich mir doch ganz einheimisch vor!

Hihi, hast du es gut, Katrin. Ich weiss immer nicht, wo meine Heimat ist. Da hat die Pflanze uns doch Entscheidendes voraus: wenn man sie entwurzelt, dann stirbt sie wenigstens konsequent. Deswegen stellt sich ihr die Frage der Heimat an sich nicht. Sie schlägt sich so durch (manchmal sogar aus) - und wir ziehen um ;).

Aber zurück zu den Römern... Mensch oder nicht, mit denen habe ich nix gemein. Wie überhaupt mit vielen Menschen nicht. Also was nu? Heimisch oder nicht heimisch? Oder alles nur ein Zeitproblem?

Bleibt wieder eine meiner Lieblingsstellen aus den Wesendonck-Liedern:

Zitat
Wohl, ich weiss es, arme Pflanze,
ein Geschicke teilen wir:
Ob umstrahlt von Licht und Glanze
- unsre Heimat ist nicht hier.

(falsche Satzzeichen mögen entschuldigt sein. Bin zu faul, nachzusehen)

Gern-romantische (oder auch gerne knapp post-romantische) Grüße von Iris
« Letzte Änderung: 01. Juni 2004, 23:00:06 von Iris »
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Silvia

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #22 am: 01. Juni 2004, 22:59:43 »

Nina, du umreißt die Problematik sehr gut. Wir sind ein Gemisch aus vielen Völkern und wir haben uns über die ganze Welt ausgebreitet. Jetzt ist die Frage, inwieweit dieses Recht alle Lebenwesen haben sollten sich dort auszubreiten, wo sie leben können, auch die Pflanzen.

LG Silvia

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Katrin

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #23 am: 01. Juni 2004, 23:00:06 »

Okay Nina,
dann wundere ich mich aber, dass du dich nicht heimisch fühlst? :)

Eigentlich meinte ich das ja ganz anders ;) nämlich so, dass dort, wo wir wohnen, wohl schon immer Menschen waren, wir deshalb kein schlechtes Gewissen zu haben brauchen, wenn wir Platz (und Gärten) benötigen.
Deshalb auch mein Beispiel mit den Römern. Ich hoffe doch schwerstens, dass ich weder römische Vorfahren noch germanische Ahnen habe. Die sympathischsten sind da noch die Kelten, wenn wir schon bei Vorlieben sind ;D
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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #24 am: 01. Juni 2004, 23:05:47 »

So kann man dieses Thema, das eigentlich jeder Gärtner ernst nehmen sollte, natürlich auch sehen.

Hmm, ist das deine persönliche Definition von Gärtner?
Forderst du, dass jeder Gärtner auch Naturschützer IN DEINEM SINNE ist?
Zitat
Unserer Natur wird es allerdings nicht helfen ....
Weisst du, was "unserer Natur" helfen würde? Weisst du, was "unsere Natur" ist und wünscht?

Psst, unter uns Hansi: Ich glaube, es ist doch mehr deine Natur als die meine. Und dann kann ich ihr eben nicht helfen ::)!

mal wieder völlig unnatürlich:
Iris
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Nina

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #25 am: 01. Juni 2004, 23:06:31 »

Okay Nina,
dann wundere ich mich aber, dass du dich nicht heimisch fühlst? :)
Weil in mir eine tiefe Sehnsucht nach meinem "Heimatland" Finnland ist. :D
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Silvia

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #26 am: 01. Juni 2004, 23:15:19 »

nämlich so, dass dort, wo wir wohnen, wohl schon immer Menschen waren, wir deshalb kein schlechtes Gewissen zu haben brauchen, wenn wir Platz (und Gärten) benötigen.

So war es eigentlich nicht, Katrin. Der Mensch hat sich immer sehr invasiv ausgebeitet auch in Gegenden, wo er normalerweise nicht leben kann - und zwar in der Regel aus reiner Not. Das kurische Haff in Ostpreussen z.B. ist erst ein paar Jahrhunderte besiedelt. Vorher war dort Sumpf. Geblieben ist eine wunderschöne, sehr schützenswerte Landschaft.

Oder die Holländer: Sie trotzten dem Meer schon viel Land ab.

Und man denke an Sibieren - kann mir einer sagen, was wir in Sibirien verloren haben?

LG Silvia

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Iris

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #27 am: 01. Juni 2004, 23:23:42 »

Oder die Holländer: Sie trotzten dem Meer schon viel Land ab.

Und das, obwohl sie eigentlich fliegen können ;D.
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Silvia

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #28 am: 01. Juni 2004, 23:36:32 »

Genau, bis nach Island - ach nein, das waren die Vikinger. Und sie haben es gleich entwaldet. Der Wald war ihnen wohl im Weg bei Ackerbau und Viehzucht.

Also, wenn wir jetzt Bäume nach Island bringen, die dort vorher gewachsen sind, sind sie dann heimisch?

Ich finde das allmählich sehr kompliziert, muss ich zugeben.

Wir denken in zu kurzen Zeiträumen, glaube ich. Was ist ein Menschenleben schon für ein Maßstab?

LG Silvia

« Letzte Änderung: 01. Juni 2004, 23:38:11 von Silvia »
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Hortulanus

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Re:Wann sind Gehölze bei uns heimisch
« Antwort #29 am: 01. Juni 2004, 23:42:47 »

Unserer Natur wird es allerdings nicht helfen ....

Was willst du denn genau? Die Natur konservieren? Den Status quo festschreiben? Das Artensterben oder die Artenanpassung aufhalten, in dem du Gärten, die nur einen Bruchteil der Landschaft ausmachen nach zweifelhaften ökologischen Regularien gestaltest?

Ich weigere mich, in meinem Garten Brennnesseln für irgendeine bestimmte Falterart wachsen zu lassen. Bin jedoch dafür, die Feldraine nicht mit Herbiziden zu sprühen oder zu mähen. Mein Garten bietet möglicherweise bestimmten Tierarten keinen artgerechten Aufenthalt. Den können sie aber noch in anderen Bereichen finden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass Ziergärten flächenmäßig zu bedeutungslos sind, um gravierende Einflüsse für die Artenerhaltung darzustellen. Eine auf Arten ausgerichtete Gartengestaltung ist in meinen Augen zunächst eine romantische Regung. Wer mag, soll es so halten.

Aber nach einem genossenen Flugurlaub und einem köstlichen Neuseeländischen Lammbraten mit australischem Wein im japanischen Auto durch die Gegend fahren und die Selbstgedrehte mit javanischem Tabak im Mundwinkel Gärten danach beurteilen, ob sie der momentanen Political Correctness entsprechen bzw. optimiert werden können, ist mir - mit Verlaub - zu ideologisch gefärbt. Damit meine ich nicht dich persönlich, sondern eine bestimmte Denkrichtung.
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