Bin erschlagen, Tolmie, alle diese ökologisch wertvollen Tierchen möchte ich in meinem Garten haben. Was heißt möchte, sie sind geradezu ein Muss! Bei Thuja habe ich nur eine popelige Thujaminiermotte gefunden, von der ich noch nicht einmal weiß, ob unsere ökologisch wertvollen Vögel (sog. 'Schräge' zählen jedenfalls nicht dazu) von diesen möglicherweise Durchfall bekommen. Aber diese Miniermotto hört auf den wunderschönen Namen 'Argyresthia'. Bekäme ich noch einmal eine Tochter, ich würde sie so taufen lassen, nach dem ich mich seinerzeit mit Gelonida Angina nicht durchsetzen konnte.
Zur Ehrenrettung der Thuja sei jedoch zusätzlich angemerkt, dass sie der Friedhofsbaum schlechthin ist. Diese Funktion kann selbst eine bestens gewachsene 'teutsche' Tanne nicht übernehmen. Keine Trauerbewältigung ohne Thuja. Die Tanne dagegen (oder eher ihre minderwertigere Schwester - in jeder Familie gibt es Schwarze Schafe -, die Fichte) postituiert sich jedes Jahr als Weihnachtsbaum. Da hat eine Thuja doch deutlich mehr Charakter.
Und was die Hotellerie angeht, da ist die Thuja ebenfalls eindeutig die Einladendere. Nicht nur 'blöde Amseln' suchen sie äußerst gerne auf, nein, auch andere Vögel (in diesem Fall auch 'Seltsame') empfinden finden den Thuja als deutlich umfassender. Und Gerüchte besagen, dass Thujas sogar assimilieren. Aber man soll ja nicht alles glauben.
Ach ja, ich vergaß: Auch Borkenkäfer verschmähen Thujas nicht. Das aber kann natürlich an Perversionen liegen, vor denen auch Borkenkäfer nicht gefeit sind. Und solche Käfer sind vermutlich ökologisch nicht so sehr erwünscht.
Ich glaube, das mit der Ökologie habe ich immer noch nicht so recht begriffen. Was Hänschen nicht lernt...

Liebe Grüße
Hortu