Wenn ich sonnenschein wäre würde ich eine Kreuzung R. moyesii x R. alba versuchen, um eine rote Alba-Hybride zu bekommen! 
Ich muss wohl die obige Idee etwas modifizieren!

Wie es so ist, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, fliegen Informationen immer schneller auf einem zu. Mir ist von Dr. H. v. Rathlef ein Büchlein in die Hände gefallen: "Die Rose als Objekt der Züchtung". Nr. 1 in einer Reihe von Arbeiten (wie viele gibt es wohl?) der Zentralstelle für Rosenforschung in Sangerhausen, datiert 1937. Also eine Antiquität, aber mit einer sehr detaillierten Beschreibung der Einflussfaktoren bei der Züchtung.
Nun betreffend R. alba:
"auch unter den Hybriden Rosen verschiedenster Art hat man trotz der wenigen zytologischen Untersuchungen, die bisher an diesen ausgeführt wurden, einige gefunden, deren männliche und weibliche Geschlechtszellen verschiedene Chromosomenzahl aufweisen, so z.B. R. alba mit 14 Bivalenten und 14 Univalenten, R. centifolia major mit 7 Bivalenten und 7 Univalenten."
„Kreuzung von Canina mit tetra- oder hexaploiden Rosen mit regelmässiger Reduktionsteilung führt oft zu Nachkommen mit einem Vielfachen von Bivalenten, wie z.B. Lady Penzance oder R. alba mit 14 Bivalenten und 14 Univalenten, weil auch die Univalenten der Canina unter den Chromosomen des Partners passende Paarlinge fanden… Es können auf diesem Wege gut fruchtbare Nachkommen entstehen, wie es z.B. auch der erwähnte Bastard Canina x General Jacqueminot oder viele Albarosen sind.“
„Bei Kreuzung von Canina mit Alpina oder einer anderen 28-chromosomigen Form besteht die Möglichkeit, dass sich Formen vom Aufbau der R. alba ergeben mit 42 (14) Chromosomen. Diese vermehren sich zum Teil apomiktisch, also ungeschlechtlich, wie die Canina und wären dann genau wie die vorigen zu behandeln. Sie können sich aber auch geschlechtlich vermehren, doch wird der Samenansatz durch die Anwesenheit von Univalenten immer mangelhaft sein. Es wäre dann der Versuch denkbar, diese zu selbsten und auf ihrer Aufspaltung weiter aufzubauen. Das ergäbe ein sehr langwieriges Verfahren, dem die Auslese durch Prüfung zu erfolgen hätte.
Bei Kreuzung von Canina mit 42-chromosomigen Formen wie Nutkana, Acicularis var. Bourgeauyana oder Moyesii werden sich vermutlich 7-14 Univalente ergeben und diese Bastarde daher sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht apomiktisch, sondern geschlechtlich vermehren. Derartige Kreuzungen müssten mit grösster Sorgfalt durch 7-8 Generationen zur Konstanz durchgezüchtet werden, ehe man überhaupt an eine Prüfung und Vergleich der Eignung als Unterlage herangehen könnte.“
Durch den Auszug wirkt die Materie noch unverständlicher und gehört wohl eher in die Rubrik Botanik, aber es gibt wohl einen guten Hinweis auf die Probleme mit Züchtung von R. alba. Da muss man die Arbeiten von Herrn Sievers mit den Albas und hochchromosomigen Wildsorten besser würdigen.