Renate, habt ihr eure Hühner automatisiert? Lichtsensor, motorbetriebene Stalltür, Futter und Wasser per Automatik? Da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Nicht wegen eines Urlaubs, der reizt uns nicht (weil, wo ist es schöner als im Garten?) sondern, weil der große Garten nicht am Haus liegt und Hühner dort nicht täglich versorgt werden könnten.
Die Abneigung gegen das Einkaufen kann ich mehr als nachvollziehen. Mit wenig Milchprodukteverzehr schaffe ich es oftmals, nur alle 2 Wochen einen Laden aufsuchen zu müssen, dafür habe ich einen großen Vorrat an un- oder schwerverderblichen, kaufpflichtigen Vorräten im Keller: Putzmittel und ähnlichen Haushaltsbedarf, H-Milch - gibt es zum Glück auch in Bio, abgefahrenes wie Mangopürree, Erdnussbutter, Kokosmilch, Eigengartenmangelprodukte wie Tomatenmark (dafür hatte ich noch nie genug geeigente Tomaten), Kapern, Senf und Rosinen, Essig. Öle, Weißmehl. Hülsenfrüchte, Getreide. Damit kann man ne Zeit überleben.
Mit Gemüse und Obst sind wir voriges Jahr erstmalig "ganz rumgekommen" ums Jahr, ohne Tiefkühler (spart Arbeit und Strom)! Es wird halt gegessen, was bei uns wächst, was sich lagern läßt oder auf dem Beet verbleibt, übern Winter weiterkultiviert wird und erstes Frühjahrsgemüse bringt.
Ich weiß, dass dies in vielen Ohren frugal (von lat. für Frucht ;-)) klingen mag, aber wir bevorzugen es, den Ball flach und das Leben einfach zu halten. Nicht aus Verzichtsideologie, sondern weil es sich so angenehmer lebt. Und es behaupte niemand, man würde dabei schlecht essen. Unsere Gäste sind üblicherweise recht angetan. :-)
Jemand sagte mal, und da hab ich mich beim ersten Hören erschrocken: "Lieber wenig Geld ausgeben als viel verdienen." Später wurde mir das plausibler. Wer hat schon auf seinem Sterbebett gehaucht: "Ach, hätte ich doch mehr Zeit im Büro verbracht!"
Gartengrüße, Landfrau