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Herbstastern - welche? (Gelesen 27071 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
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sarastro
Re:Herbstastern - welche?
Würde jeder Betrieb die Sorte 'Herbstgruß vom Bresserhof' bei sich vermehren, nur weil diese drei Sterne hat, ging dies fast in Richtung Gleichschaltung, aber nur dann, wenn es beim übrigen Pflanzensortiment auch so passieren würde. Aber gottseidank sind Staudengärtner Individualisten und scheren sich nur zum Teil um Sichtungsergebnisse. Diese dienen vor allem auch Landschaftern und Architekten als Richtschnur.Noch ein Tipp: falls mal jemand in der Literatur oder im Garten/Gärtnerei über die Aster parviceps 'Edi Niedermayer' stößt, sollte diese einmal genauer ansehen. Ich glaube felsenfest, dass dies eine hundskommune Aster lateriflorus 'Horizontalis' ist. Genauso kursiert in Deutschland unter A.ageratoides 'Adustus Nanus' eine hellrosa Asternart herum, die nadelförmige Blätter besitzt und etwa 40 cm hoch wird. Ich habe derzeit noch keine Idee, um was es sich hierbei handelt. Die echte Adustus Nanus macht dunkelgrüne Polster.
- Staudo
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Re:Herbstastern - welche?
Hallo Brigitte, da widerspreche ich aber ganz energisch. Die Sichtungsleute nehmen das schon sehr ernst und sehr wissenschaftlich. Ein bisschen ist deren Vorgehensweise mit den Untersuchungen im medizinischen Bereich zu sehen - es wird beobachtet und gewertet. Die 'Rozika' habe ich auch, und weitere 27 Sorten von Aster dumosus. Die Vielfalt wird also nicht beeinträchtigt. Viele GrüßePetersind ja keine wissenschaftl Untersuchungen
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Herbstastern - welche?
Moin,MOin!!Ich habe mir meine Astern eigentlich immer nach gefallen ausgesucht, und dabei auch den einen oder anderen Namen wieder vergessen. Jetzt habe ich hier eine ganze Weile mitgelesen, und muss sagen für einen Laien und nur Hobbygärtner , zwar interessiert aber doch nur Laie, ganz schön verwirrend. Werde aber weiterlesen, vielleicht bleibt ja einiges hängen...
:DGruss Michaela
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Re:Herbstastern - welche?
Entschuldige uns bitte. Wenn sich Fachidioten unterhalten wird´s oft seltsam. 
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Re:Herbstastern - welche?
@Peter: da muss ich aber nun energisch widersprechen
. Wissenschaftliche Untersuchungen sind die Staudensichtungen nicht. Dies würde auch den Rahmen der Machbarkeit sprengen. Aber ich denke auch, Staudensichter nehmen ihre Sache sehr ernst,das sehe ich so wie Du, und sie orientieren sich an wissenschaftlichen Vorgehensweisen, aber dadurch handelt es sich nicht um Wissenschaft. Für die Gesamtbewertung einer Pflanze kann das sowieso nicht gelten, weil auch Geschmacksfragen eine Rolle spielen (was auch völlig o.k. ist).Ich wollte auch nicht sagen, dass die Vielfältigkeit zwangsläufig beeinträchtigt werden muss durch die Sichtungen, aber die Gefahr besteht m.E. schon. Liebe Grüße,Brigitte1
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Re:Herbstastern - welche?
Hallo Brigitte1,na, dann erzähle mal Deinem Arzt, er hätte seinen Doktortitel nicht durch wissenschaftliche Methoden erhalten. Hier gibt es Informationen dazu: http://www.staudensichtung.de/methodiks ... g.htmlAber eigentlich gehört das alles in einen extra Thread.Viele GrüßePeter
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Re:Herbstastern - welche?
???Wieso einem Arzt? Medizin ist selbstverständlich eine Wissenschaft, aber deswegen ist die Staudensichtung doch keine
.Und wie gesagt, die Endbewertung einer Staude kann sowieso auf keinen Fall als wissenschaftlich aufgefasst werden, denn es fließen in die Bewertung ja auch ästhetische ein, die hochgradig subjektiv sind. Sich an wissenschaftliche Methode zu orientieren,was ich sehr gut finde (!), bedeutet aber noch nicht, dass es sich um eine Wissenschaft handelt.Liebe Grüße,Brigitte1
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Re:Herbstastern - welche?
Naja, die Methodik ist sehr ähnlich, nur das Untersuchungsobjekt ist unterschiedlich. Schwamm drüber.
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sarastro
Re:Herbstastern - welche?
Nein, die Staudensichtung hat wirklich nichts mit Wissenschaft zu tun. Es sind blanke Sichtungsergebnisse, die aus verschiedenen Standorten miteinander verglichen werden. Ein Exaktversuch wurde bei Stauden auf Sichtungsebene noch nie gemacht.Aber ich habe schon Tagungen erlebt, wo sehr zweifelhafte, subjektive Meinungen eine Entscheidung beeinflussten, weil es ja der Herr ....seineszeichens Staudenchoriphäe. Auch auf ISU-Ebene. Es menschelt eben auch hier und ich sehe dies heute lockerer. Denn warum bekommen plötzlich Geranium-Sorten, die seit Urgedenken zwei Sterne hatten, ein "entbehrlich"? Da kann ich dann die Sichtung nicht mehr ganz für voll nehmen.
Re:Herbstastern - welche?
Wie gesagt, ich lese weiter!!Entschuldige uns bitte. Wenn sich Fachidioten unterhalten wird´s oft seltsam.
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Re:Herbstastern - welche?
Gut, nur wegen Dir. Ich hatte mich gerade entschlossen, nicht weiter abzuschweifen. Ich versuche allgemein verständlich zu formulieren.- Früher, unter Sieber, war die Methodik der Staudensichtung erheblich anders als heute. Es wurden eher Arten (also z.B. Aster dumosus) bewertet als einzelne Sorten (z.B. die oben genannte 'Rozik'). Die Sortenunterschiede sind oft so gravierend, dass ein Sammelurteil für eine Art ungerechtfertigt ist.- Außerdem sammeln Pflanzensorten im Laufe der Zeit Viren und Pilze, weshalb ehemals gute Sorten „zusammenbrechen“ können, aber nicht müssen. Es kann also durchaus sein, dass eine ältere, wunderbare Sorte mit einem Mal auf dem Feld versagt. - Und in der Staudensichtung plötzlich durchfällt.- Dann haben Pflanzenfreaks, so wie der geschätzte Sarastro, durchaus ihre Lieblinge, deren Macken sie entweder tolerieren oder unter ihren ganz speziellen Bedingungen im Garten vielleicht gar nicht kennenlernen. Wenn dann ausgerechnet solch ein Liebling bei der Sichtung mit Pauken und Trompeten durchfällt, nun gut, SarastroWie gesagt, ich lese weiter!!![]()
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Re:Herbstastern - welche?
Astern pflanzen wollend bin ich nun ob der Größe des Sortiments ganz leicht verunsichert - zumal auch nicht mit einem typischen Asternboden gesegnet - Wo informiere ich mich nun über gute Herbstastern für eher trocken-sandige Gegebenheiten? Wer sichtet auf solchen Böden?
Viele Grüße von
RosaRot
RosaRot
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Re:Herbstastern - welche?
Hallo Rosarot,das macht Marquardt bei Potsdam. Sorten, die sehr standortspezifisch reagieren bekommen in der Sichtung das Prädikat Lokalsorte. Ansonsten kannst Du Dich völlig bedenkenlos an den besten Sorten der Sichtung orientieren, die waren überall gut. Ganz zum Schluss kannst Du Dich natürlich auch in der Staudengärtnerei Deines Vertrauens beraten lassen. In Deinem Fall z.B. Weinreich in Wolmirstedt.Viele GrüßePeter
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Herbstastern - welche?
@RosaRot: Ich habe auch Sandboden (Heidesand). Die Astern, die ich bisher kultiviert habe, kommen alle recht gut bis sehr gut zurecht, auch die klassischen Herbstastern wie Aster novi-belgii (Glattblattaster), Kissenaster (A. dumosus) und A. novae-angliae (Rauhblattaster). Ist aber schon zweckmäßig, den Boden etwas zu verbessern (z.B. Kompost) und ich dünge ein- bis zweimal in der Saison nach.Besonders empfehlenswert für eher sandigen Boden (u. Halbschatten) Aster divaricatus (Waldaster) u. Aster macrophylla.Liebe Grüße,Brigitte1
Re:Herbstastern - welche?
Wir haben auch einen relativ leichten Boden, und die Waldastern find ich klasse, entwickeln sich gerade zu 'Lieblingen'....Besonders empfehlenswert für eher sandigen Boden (u. Halbschatten) Aster divaricatus (Waldaster) u. Aster macrophylla.
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