Wie gesagt, ich lese weiter!!

Gut, nur wegen Dir. Ich hatte mich gerade entschlossen, nicht weiter abzuschweifen. Ich versuche allgemein verständlich zu formulieren.
- Früher, unter Sieber, war die Methodik der Staudensichtung erheblich anders als heute. Es wurden eher Arten (also z.B. Aster dumosus) bewertet als einzelne Sorten (z.B. die oben genannte 'Rozik'). Die Sortenunterschiede sind oft so gravierend, dass ein Sammelurteil für eine Art ungerechtfertigt ist.
- Außerdem sammeln Pflanzensorten im Laufe der Zeit Viren und Pilze, weshalb ehemals gute Sorten „zusammenbrechen“ können, aber nicht müssen. Es kann also durchaus sein, dass eine ältere, wunderbare Sorte mit einem Mal auf dem Feld versagt. - Und in der Staudensichtung plötzlich durchfällt.
- Dann haben Pflanzenfreaks, so wie der geschätzte Sarastro, durchaus ihre Lieblinge, deren Macken sie entweder tolerieren oder unter ihren ganz speziellen Bedingungen im Garten vielleicht gar nicht kennenlernen. Wenn dann ausgerechnet solch ein Liebling bei der Sichtung mit Pauken und Trompeten durchfällt, nun gut, Sarastro

- Ganz zum Schluss werden die Staudensorten auf ihre Dauerhaftigkeit gesichtet. Eine Sorte, die die drei Jahre auf dem Versuchsfeld nicht durchhält hat da schon schlechte Karten. Um mal beim Asternbeispiel zu bleiben: Aster laterifolius z.B. ist so ein Kandidat.
Letztlich kann jeder in seinen Garten pflanzen, was ihm gefällt. Mit gesichteten Sorten steigt die Wahrscheinlichkeit, langlebige und gesunde Sorten zu erwischen.
Viele Grüße
Peter