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Autor Thema: Kerbelrübe  (Gelesen 10598 mal)

Hermann.

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Kerbelrübe
« am: 28. Oktober 2007, 10:02:43 »

Gerade las ich, dass jetzt Kerbelrüben gesät werden können. Ich kenne diese Gemüseart aber leider noch nicht. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Lohnt sich der Anbau?
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Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann

Gart

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #1 am: 29. Oktober 2007, 15:42:45 »

Ich nehme an, du sprichst Chaerophyllum bulbosum an, nur zur Klarstellung.

Ich habe keine eigenen Erfahrungen damit, fänds aber schade, wenn der Thread einfach so runterrutschte.

Nach meinem Saatgutkatalog handelt es sich um einen Frostkeimer, und die Keimung ist alles andere als leicht. Daher empfiehlt sich die Aussaat im Herbst mehr als die im Frühling (dann vorher stratifzieren). Die Rübchen werden ab Juli geerntet und dann am besten etwas im feuchten Sand kalt gelagert, dann werden sie süsslich.
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Hermann.

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2007, 16:18:46 »

Ich nehme an, du sprichst Chaerophyllum bulbosum an
Genau. Ich habe hier http://www.bildungszentrum.at/page.asp/2008.htm
gelesen, sie sei ein "echter Leckerbissen im Winter". Mich wundert deshalb, dass sie doch recht unbekannt ist.
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Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann

Gart

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2007, 16:45:33 »

Mich wundert deshalb, dass sie doch recht unbekannt ist.

Dieses Schicksal trifft einige durchaus leckere Gemüse. Irgendeine Eigenschaft verhindert meist die breitflächige Kommerzialisierung, bei der Kerbelrübe scheint dies die mühsame Keimung zu sein. Leider habe ich grad erfahren, dass mein potentieller Lieferant mit dem Katalog dieses Jahr keine Samen (mehr) hat, Begründung ist ebenfalls schwache Keimung und Verluste durch die Möhrenfliege.
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bea

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #4 am: 31. Oktober 2007, 18:51:48 »

Zitat
sie sei ein "echter Leckerbissen im Winter"
das ist irgendwie Quatsch!!!
Kaltkeimer stimmt.
Im Frühjahr sieht man die zarten Keimlinge, die dann immer weniger werden, weil es gar viele Interessenten für diesen "Leckerbissen" gibt. :-\
Erntezeit soll Juni sein.
Aber egal, wie ichs bisher probiert habe, grösser als eine Walnus war noch keine Kerbelrübe, die ich zu der Zeit ausgegraben habe. Tja und wenn man sie noch länger in der Erde lässt, dann schiebt sie einen bis 2m langen Blütenstiel und ist eine schöne, langblühende, von Wildbienen und kleinen Insekten sehr geschätzte Pflanze im Gemüsebeet.
Nach der Blüte findet man zumindest bei mir, keine verwertbare Wurzel mehr.
Aber vielleicht mache ich ja auch irgendetwas falsch...

LG, Bea
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Hermann.

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #5 am: 01. November 2007, 08:02:54 »

Danke Bea! Also hat doch jemand diese Wurzel angebaut. Auf Grund Deiner Erfahrugen lass ich lieber die Finger davon und erweitere die Beete der Haferwurzeln und Zuckerwurzeln. Die sind echte Wintergemüse.
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Hermann

frida

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #6 am: 01. November 2007, 08:43:16 »

Hermann, welche Erfahrungen hast Du mit den Keimeigenschaften der Zuckerwurzel? Bei mir ist sie zweimal nicht aufgelaufen und ich habe es eigentlich schon aufgegeben.
Haferwurzeln sind bei mir sehr klein geblieben, allerdings hatte ich in diesem Jahr auch zu nassen Boden. Brauchen sie viel Futter?
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Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)

Hermann.

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #7 am: 01. November 2007, 09:03:36 »

Hallo Frida,

die Zuckerwurzeln habe ich in einer Aussaatschale vorkultiviert. Sie keimen extrem unterschiedlich. Die Keimfähigkeit war aber sehr gut.

Die Haferwurzeln habe ich relativ spät ausgesät, der Durchmesser ist etwa 2 cm. Den Geschmack von Zuckerwurzeln finde ich besser, sie machen allerdings wesentlich mehr Arbeit beim Putzen.

Gedüngt habe ich ein- oder zweimal mit Blaukorn, allerdings nicht sehr viel.
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Hermann

bea

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #8 am: 01. November 2007, 09:16:45 »

@frida
Vielleicht liegt es bei dir daran, dass du kein frisches Saatgut hattest. Es heisst - selber habe ichs noch nicht ausprobiert, dass Zuckerwurzelsamen nur ein Jahr keimfähig sind.

LG, Bea
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kyosan

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #9 am: 06. November 2007, 10:44:35 »

Mich wundert deshalb, dass sie doch recht unbekannt ist.

Dieses Schicksal trifft einige durchaus leckere Gemüse. Irgendeine Eigenschaft verhindert meist die breitflächige Kommerzialisierung, bei der Kerbelrübe scheint dies die mühsame Keimung zu sein. Leider habe ich grad erfahren, dass mein potentieller Lieferant mit dem Katalog dieses Jahr keine Samen (mehr) hat, Begründung ist ebenfalls schwache Keimung und Verluste durch die Möhrenfliege.

Hallo! Habe gerade Mal bei Dreschflegel nachgeschaut - die bieten noch Kerbelrübe-Saatgut an!

Kyosan
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Gart

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #10 am: 06. November 2007, 10:57:16 »

Haferwurzeln sind bei mir sehr klein geblieben, allerdings hatte ich in diesem Jahr auch zu nassen Boden. Brauchen sie viel Futter?

Gelegentliche Kompostgaben im Verlauf des Sommers schätzen sie schon. Wichtig ist aber vor allem tiefgründig lockerer Boden, vor dem Säen sollte man daher fleissig graben, damit die Wurzeln "Luft" haben, sonst kümmern sie, insbesondere auch in matschigem Lehm. So gross wie Schwarzwurzeln werden sie aber kaum je, dafür muss man sie nicht schälen.
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tiarello

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #11 am: 23. Juni 2011, 07:47:24 »

Meine bisherigen Erfahrungen mit Kerbelrübchen:

im Herbst 2009 in Töpfchen ausgesät

im Frühjahr 2010 Keimung, leider ziemlich stiefmütterliche Kultur im Töpfchen, ohne zu pikieren oder umzupflanzen, nach relativ frühem Welken waren hunderte 2 bis 3 mm große Rübchen in den Aussaattöpfen, die

im Herbst 2010 in mit Kompost und lehmigem Boden angereicherte sandige Gartenerde (1,5 m²) "gesät" wurden

Austrieb früh im März 2011 , Wachstum war mäßig und ebenso das Ergebnis nach

der Welke Ende Mai: erste Probebohrungen ergaben überwiegend haselnußgroße Rübchen ::)


Woran liegts? Zum einen sind vermutlich noch mehr Nährstoffe notwendig (außer Kompost hatte keine Düngung stattgefunden, eventuell zu wenig Wasser (natürliche Standorte der Art, sind im Frühjahr dauerfrisch). Vielleicht existieren auch Kultivare der Art die auf größere Rübchen selektiert wurden. Möglicherweise hat die Wildart diesbezüglich einfach nicht mehr genetisches Potential.

Hat jemand schon mal mehr Erfolg als Bea und ich gehabt?
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July

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #12 am: 23. Juni 2011, 14:31:19 »

Ich hatte sie auch mal, die Kerbelrübe....im Gewächshaus. Dort habe ich im Herbst die Saat getreut und dann hatte ich jahrelang Kerbelrübchen im Gewächshaus und die haben geblüht und sich wieder selbst gesät und immer wollte ich die mal ausquartieren....bin nie dazu gekommen und irgendwann waren sie weg.
Die Knollen waren schon etwas größer wie eine Walnuss.
Letzten Winter habe ich dann in Schalen ausgesät, nix gekommen, neulich habe ich den Inhalt der Saatschale weg getan, vielleicht war die Saat alt oder im Herbst gehts besser....
eine Freundin in England hat damit mehr Glück und auch größere Rübchen, aber dort friert es kaum mal.....obwohl es ja eine frostfeste Pflanze ist......jedenfalls kommt die Pflanze aus der Rübe ja wieder...
Sie schmeckte gut!!!! Und darum will ich es noch einmal versuchen.
LG July
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Tara

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #13 am: 23. Juni 2011, 15:03:14 »

Hier steht einiges zum Thema Kerbelrübe, auch zur Aussaat etc.
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tiarello

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Re:Kerbelrübe
« Antwort #14 am: 24. Juni 2011, 09:31:21 »

Danke Tara, für den Link.

Übrigens: Für den Fall dass jemand Samen der Wildform sammeln und säen möchte, sollte man die Pflanzen vorher sicher bestimmt haben. Die Art ist durchaus leicht zu verwechseln mit Schierling (Conium maculatum)
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