Schon peinlich, sich selbst zitieren zu müssen, weil ein Wörtchen falsch gesetzt wurde..., es hätte heißen sollen: aber nicht nur die Bodenreaktion, sondern physikalische Beschaffenheit und Klima (Witterung)....
Tut mir leid! Das ist wohl auch ungefähr das, was Bristlecone schreibt.
Wobei ausgesprochene Kalkflieher wie Moorbeetpflanzen, auch mit humosem Boden noch nicht zufrieden sind, zumal da natürlich der Kalkgehalt des Wassers eine Rolle spielen kann. In einem feuchten Sommer färben meine Hydrangea serrata und einige H.macrophylla sehr viel besser aus als in trockneren, in denen mal eine Kanne Wasser gegeben werden muss.
Ich bin allerdings nicht sicher, was die Gehölze sagen werden, wenn sie älter werden und ihre Wurzeln in recht tiefe Schichten schieben, bei uns stehen die ältesten nicht länger als 14 Jahre.
Meine Ahorne (A. sieboldianum, rufinerve und griseum) und ein paar A. palmatum bekommen sehr schöne Herbstfarben. Acer davidii'Rosalie' färbt merkwürdigerweise nur partiell. Einige Äste werfen lediglich leicht gelbliche Blätter ab, andere haben fast blutrote. Ob da schon Bodenreaktion und Struktur eine Rolle spielen?
Koelreuteria paniculata hat flammendes Laub, wirft aber leider schon sehr früh ab. An heikleren Herbstfärbern habe ich sonst nur noch Parrotia und Hamamelis.
Weniger empfindlich und sehr schön pupurrot bis violett sind Syringa patula und S. 'Miss Kim'. Wunderschön im Herbst sind Viburnum opulus Sterile, V. picatum Watanabe, in guten Jahren auch V. x burkwoodii. Zuverlässig herrlich rot bis violett ist Aronia, attraktiv mit den dunkelroten, gefiederten Blättern Sorbus koehneana, natürlich auch Cornus cousa chin. Schmetterling und Hydrangea quercifolia (hier sind Snow Queen und Burgundy (?) in Kübeln in voller Sonne atemberaubend und viel besser als die ausgepflanzten). Physocarpus op. Diabolo bekommt regelmäßig schönes orangefarbenes Laub und die sommerroten Perückensträucher können sich mit Cotinus 'Flame' nicht messen, so wunderbar leuchtend rot ist diese Hybride.
So viele Herbstfärber sind es gar nicht, aber mit den hohen Gräsern (Panicum, Miscanthus und Molinia)und den letzten Astern, Chrysanthemen und den niederen färbenden Stauden und den Pflanzen, die attaktive Früchte tragen, herrscht eine durchweg üppig herbstliche Stimmung.
Für mich bedeutet Herbst auch Schwelgen in Farben, herben Düften und raschelndem Laub. Ich zähle immer die roten Gehölze auf, dabei tragen Liriodendron, Ginkgo und Catalpen mit ihren knallig gelben Blättern natürlich auch zum rauschenden Jahresfinale im Garten bei.
Warum sind wir von den Herbstfarben so begeistert ? Ist es ein letztes Auftanken von Schönheit, bevor die Novemberdunkelheit endgültig siegt ?
Ich habe eine richtige Hochsommer- Herbstrabatte: am hinteren Ende vor einerm Taxusheckchen ein Ginkgo, dann drei Perückensträucher, eine Quitte mit ihren duftenden goldgelben Früchten.
Davor und dazwischen Sambucus Black Lace, Hibiscus, Buddleien und panschierte Berberitzen. Gräser und Spätblüher dazu, man kann nur in Düften und Farben schwelgen