Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten und Anregungen !
Heute habe ich die ganze Situation zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen, bei der Fällaktion und in den folgenden Tagen war ich nicht da oder habe es nur spät Abends gesehen.
Die ganze Fällaktion hatte wohl mehr mit Glück als mit Verstand zu tun, es ist einiges nicht so optimal gelaufen. Obwohl professionelle Waldarbeiter dabei waren (Mit Traktor, Seilwinde, nicht den ersten Baum gefällt), hätte die ganze Sache schlimm ausgehen können.
Der erste und größte Baum ist noch gut gefallen (war ca. 20 m hoch), beim zweiten Baum wurde die Sache aber gefährlich ! Da sie mit dem Traktor nicht an eine optimale Stelle fahren konnten, mussten sie das Seil über eine Umlenkrolle führen, welche an einem Apfelbaum festgemacht wurde. Der Traktor zog an, da der Baum aber stark geneigt stand und auf eine Seite hinauswuchs und dort das ganze Gewicht hatte, hat der Apfelbaum nachgegeben und wurde umgerissen. Die Spannung des Seil ließ plötzlich nach und der Baum federte zurück und fiel fast auf die andere Seite, direkt auf das Dach eines anderen Hauses zu - durch den Zug des Seiles hätte er diese Richtung bekommen, durch sein eigens Gewicht wäre er ungefährlich gefallen. Nur ein paar Wurzeln des armen Apfelbaumes haben die Spannung des Seiles noch aufrechtgehalten, der Baum konnte gesichert werden und dann doch noch zu Fall gebracht werden.
Der letzte, ebenfalls überhängende Baum, sollte die gleiche Richtung in den Garten nehmen, das Gewicht seiner Äste zog ihn aber in die einzige Richtung, in der er Schaden anrichten konnte. Das Dach eines Holzschuppens hat es nicht überlebt und zahlreiche Sträucher haben auch dran glauben müssen.
Ich hatte zuvor gewarnt, das Gewicht der Bäume sei nicht zu unterschätzen, die Bäume seien auch keineswegs morsch.
Man hätte die Bäume erst entasten müssen und sie dadurch entlasten können. Mein Tipp

also : holt euch Leute, die schon mal in der Stadt schwierige Bäume gefällt haben und lasst euch Zeit, überlegt die Sache ganz genau, oder noch einfacher und billiger - lasst die Bäume einfach stehen ! Nicht erst mittags anfangen, in 2-3 Stunden fertig sein wollen - die Schäden zu beheben dauert wesentlich länger.
Verlustmeldung also : 3 große, alte Linden, 1 Apfelbaum, viele Sträucher, 1 Schuppendach (passende Dachziegel sind glücklicherweise noch vorhanden), der Gartenzaun (musste sowieso weg), verschiedene Gemüse im Garten, auf den Bäumen waren mehrere Vogelnester (die armen Vögel) und der angekratzte Stolz der Waldarbeiter.
So, genug zur Fällaktion, aber das musste jetzt einfach mal raus !
Zum Thema schnellwachsender Baum : Ich habe vor 17 Jahren aus einer Walnuss einen Baum gezogen und später gepflanzt, der hat jetzt eine schöne Höhe erreicht, so daß man ihn als "Baum" bezeichnen kann. Wenn man seine Hände um den Stamm legen kann, die Bäume evtl. sogar von Hand ausreißen kann und die Früchte ohne Leiter pflücken kann - das sind für mich Büsche und keine Bäume.
Das man den alten Zustand nicht so schnell wiederherstellen kann (ich werds nicht mehr erleben) ist schon klar, die Wuchsgeschwindigkeit eines Walnussbaumes wäre also schon akzeptabel (unsere frisch gepflanzten Obstbäumchen sehen nach 5 Jahren immer noch so aus wie aus der Baumschule).
Das ist das Problem mit Bäumen : gefällt sind sie in wenigen Minuten, wenns dann schlimm aussieht - wachsen tun die Dinger dann nicht so schnell
Da jetzt ein größerer Bereich zur Neuanpflanzung ansteht, möchte ich der Anlage eine Struktur geben und nicht so attraktive Stellen oder Gebäudeecken abdecken, ein größerer Baum in zentraler Lage würde dann schon die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (wie schon gesagt, das übriggebliebene Gestrüpp sieht ohne Bäume schrecklich aus).
P.S. Wer kann mir eventuell sagen, was man mit Lindenholz anstellen kann

, morsch ist es ja nicht, die Bäume waren noch sehr gesund un wären noch hunderte Jahre gestanden ? z.B. verkaufen an Kunstschnitzer ? kann man da etwas Geld bekommen, das könnte dann in neue Pflanzen investiert werden ? versuchen kann man es ja mal - wenn nichts gescheites damit anzufangen ist, wird das Holz einfach verheizt, dann kann man einige Liter Heizöl einsparen, das bringt dann auch Geld !