
Wenn der Baum in der Nähe eines hohen Hausgiebels und/oder einer großen Scheune steht wo Rambler und Clematis dann weiterwachsen können, beide Pflanzen einen Abstand von ca. zwei Metern haben und möglichst noch in verschiedene Richtungen geleitet werden gibt es wahrscheinlich keine Probleme.
- Soweit die hehre Theorie. In der gierigen Praxis hab ich an jedem Hausgiebel eine Clematis montana Pink Perfection gepflanzt (die duften so toll!) Unter/hinter der einen wächst erstaunlich tapfer ein junger Paul´s Lemon Pillar. Auf der anderen Seite stehen dicht an dicht zur Montana (bzw. drin

) mehrere creme- und apricotfarbene Kletterrosen bzw. Rambler.
- Du siehst: Neben Geduld ist auch Optimismus eine wichtige gärtnerische Tugend

Zusätzlich braucht man noch eine stabile Leiter und eine gute Teleskopschere.
"spricht eigentlich irgendwas gegen die Gruppe der öfterblühenden Hybriden? frage ich mich, denn da gibt es ja auch jede Menge traumhafte Sortenm die so zwischen 1,5-3,5 m hoch werden und für größerer Rosen wohl gehen sollten, oder?"
- Die großblütigen Hybriden sind fast immer wesentlich anfälliger für Clematiswelke. Der Pilz dringt (z.B. bei Verletzungen) in die Leitungsbahnen ein und läßt die oberirdischen Pflanzenteile absterben.
Meist kommen die befallenen Pflanzen aber (spätestens nach zwei Jahren oder so) wieder neu von unten wenn sie tief genug gepflanzt wurden.
Also sollte man nicht gleich neue dazwischen pflanzen, sonst wird es etwas dschungelig.
Für naturnahe Gestaltungen sind die großen Blüten auch nicht immer ideal geeignet, sie sehen oft ein bißchen zu "gezüchtet" aus.
Dazu kommt daß die meisten auch relativ großes Laub haben das eng daneben wachsenden Rosen viel Licht wegnimmt.
Auf die klaren, leuchtenden Blautöne vieler Hbriden würde ich aber trotzdem nie verzichten wollen und wenn sie Clematiswelke einmal überstanden haben sind sie i.d.R. auch dagegen immun

"Sind die Viticellas besser im Blühzeitpunkt mit den Rosen abgestimmt, oder warum habt ihr alle viticellas?"
- Ja und nein: Sie blühen meist nach den einmalblühenden Rosen, bzw. wenn diese abblühen noch eine Weile mit ihnen zusammen. Daher sind sie eine gute Ergänzung. Der Bogen auf meinem Foto z.B. ist im Juni voller Rosenblüten, im Juli werden die Rosenblüten weniger und die ersten Viticellablüten kommen dazu, später im Jahr blühen dann überwiegend noch die Viticellas (und ein, zwei öfterblühende Rosen aber nicht in so großer Menge wie die Einmalblühenden).
Es gibt also zwischen Juni und Frost immer irgendwas das blüht.
Großblumige Hybriden blühen meist zusammen mit den frühen Rosen, beginnen oft sogar ein bißchen früher und haben dann Pause wenn auch die Rosen eine einlegen. Die blütenlose Zeit dauert also insgesamt länger (bis die Clematis und/oder Rosen im Spätsommer/Herbst remontieren).
"Und was spricht gegen alpina-Verwandte? Der frühe Blühzeitpunkt?"
- Eigentlich nur, daß sie auch seeehr groß werden können und gerne trocken stehen was in Kombination mit Rosen manchmal etwas schwieriger ist.
Auch mögen sie nicht gerne zurückgeschnitten werden (sollte es mal nötig sein, dann nur gleich nach der Blüte).
Einige (z.B. C. alpna Columbine) remontieren sogar im Sommer relativ regelmäßig