Meine Vermutung ist, dass Mediterane Gewächse um so besser den Winter überstehen, je durchlässiger der Boden ist.
Meinen ältesten Rosmarin habe ich vor ca 15 Jahren aus Samen gezogen eine Weile hielt ich ihn im Topf auf dem Balkon und habe ihn vor 12 Jahren ausgepflanzt. Er ist ein recht großer Busch von etwa 1,20 auf 1,50 Meter. Dieser Rosmarin ist am wenigsten winterhart, in manchen Wintern kriegt er braune Spitzen, aber er hat das süßeste Aroma. Vergangenes Jahr habe ich um eines meiner 2000 Liter Wasserfässer eine Hecke aus bewurzelten Stecklingen dieses Rosmarins gepflanzt. Diese Hecke ist gewachsen wie der Teufel und verdeckt schon fast das Fass. Um Weihnachten habe ich davon Rosmarin für kleine Sträuße zu Verschenken geerntet. Auf der Fassseite waren die Zweige völlig ohne Raureif.
Meine anderen Rosmarine 'Arp', 'Salem', 'Hill Hardy' und 'Veitshöchheim' sollen bis -22° winterhart sein. Das Aroma ist aber weniger gut und erinnert mehr an Badezusatz. Die Blüten sind auch recht blaß. Aber inbesondere 'Arp' ist sehr wüchsig. Dann habe ich jetzt im 3. Jahr einen Rosmarinus prostratus. Er hat die vergangenen Tage mit Temperaturen zwischen um -8° gut überstanden.
Cistrosen habe ich Cistus Hybride 'Grayswood Pink', Cistus albidus, Cistus creticus, Cistus incanus, Cistus ladanifer, Cistus laurifolius, Cistus salviifolius, Cistus x dansereaui und Cistus x ledon. Alle sind am Waldrand an exponiertem Standort mindestens im dritten Jahr ausgepflanzt. Übrigens auch gemeinsam mit einigen Rosmarinen, Salvien, Seden und Pfriemenginster. Cistus x dansereaui ging übrigens ab wie eine Rakete und blühte von Mai bis in den November. 'Grayswood Pink' und C. salviifolius habe ich schon seit vielen Jahren sie hatten noch nie Frostschäden. Von manchen Cistrosen habe ich Doubletten in Töpfen auf dem Balkon, aber auch winters völlig ungeschützt auf der Brüstung stehen.
LG Lilo