Hallo Max,
was genau beeindruckte dich so an den biodyn. Gartenergebnissen?
Selber habe ich nur randständige Erfahrungen, ich würde auch nicht behaupten, nach der Methode im ganzen zu arbeiten.
2006 wurde der Thunsche Aussaattagekalender recht genau berücksichtigt und wir hatten ein super Gartenjahr. Allerdings schützte das Legen der KArtoffeln an einem TagX diese auch nicht vor der Fäule......
2007 passten Wetter, Arbeitskapazitäten und Kalendervorgaben überhaupt nicht zueinander, wir konnten sie nicht berücksichtigen, die Ergebnisse waren eher miserabel. Mit Ausnahme des Obstes: hier haben wir die Pflanz- und Schnittermine eingehalten, wegen der vermuteten Langfristwirkung wollten wir kein Risiko eingehen.
An einem - wie ich hinterher nachschlug - Nongartentag ernteten wir SChlehen - die angesetzte Weinmaische kippte innerhalb von 4 Tagen um. 19 kg Schlehen!! Das passiert mit nicht wieder.
Der Aussattagekalender gibt kleine Einblicke in biodyn. Verfahren, z. B. in das Veraschen rotblütiger Tiere - das aus der Asche hergestellte Präparat soll zur Nagerregulierung eingesetzt werden..... . HAbe damit keinerlei Erfahrungen eigner Hand.
Skeptisch macht mich allerdings die Ablehnung des Mulchens - statt dessen wird gehackt. Das Mulchen erspart mir allerdings derart viel Arbeit, dass ich darauf nicht verzichten möchte.
Deinen Überlegungen zur Arbeitszunahme sei hinzugefügt
- nicht zu mulchen bedeutet Zusatzarbeit: Boden umgraben, Komposte aufsetzen, pflegen, verteilen
- Hacken scheint eine Prozedur eigener Bedeutung zu sein, die kommt wegen des Nichtmulchens und um ihrer selbst willen dazu.
- die Präparateherstellung fände ich zunächst erstmal spannend und spaßig, ein wenig alchemistisch. Allerdings scheint recht häufig irgendetwas gespritzt zu werden. Bisher spritze ich fast gar nichts (einmal im Juni Spiritusseifenwasser auf die Bohnenläuse), da wäre also wieder Extraarbeit.
- Die Fruchtfolge orientiert sich an den Pflanzenorganen, das unterscheidet sich stark vom üblichen Denken der Stark-, Mittel- und Schwachzehrer zuzüglich Gartenhygieneüberlegungen.
- Der Aussaattagekalender gibt präzise Zeitvorgaben. Diese können hilfreich sein (wenn man nicht sicher ist, was man schon oder noch erledigen sollte) oder äußerst störend, wenn man auch noch anderen Beschäftigungen nachgehen möchte als dem Gärtnern. Z: B. für die nächsten Wochen ist Montag der einizge Tag für eine bestimmte Arbeit - ausgerechnet an diesem Tag ist eine Reise / eine Feier angesetzt.
Für meinen Teil wären hier erhebliche Zusatzarbeiten zu erledigen - aber warum auch nicht, wenn das Ergebnis dem Rechnung trägt. Mit welchen Ergebnissen rechnest du?
Gartengrüße, Landfrau