"Nur frisches Saatgut soll keimfähig sein."
Dazu wüsste ich auch gerne mehr, aber vermutlich wird es da eigene Versuche brauchen. Die Sache ist: es gibt an einigen Orten Ginkgosamen zu kaufen, die garantiert getrocknet sind. In Museums-Shops habe ich soetwas gesehen, auch an einem großen Sämereienverkaufsstand auf der Grünen Woche Berlin. Im Internet vermutlich auch bei etlichen Onlineshops. Sind meist Päckchen mit recht wenigen Samen (drei bis sechs) für recht viel Geld (um die fünf Euro), wenn ich mich recht erinnere.
Getrocknete Samen würde ich im engeren Sinne nicht als 'frisch' bezeichnen, trotzdem muss es auch da Keimerfolge geben. Ich habe auch mal jemandem ein paar Ginkgokerne gegeben, die ich hatte trocknen lassen und dann einige Zeit (Tage? Wochen?) in der Hosentasche herumgetragen. Es haben welche davon gekeimt, wurde mir später berichtet.
Daraus ergibt sich für mich die Frage: Wie lange bleiben Ginkgosamen keimfähig, wenn man sie offen im Zimmer herumliegen lässt?
Heute bin ich an dem Ginkgo vor dem HDK-Gebäude in der Bundesallee vorbeigekommen, der hier irgendwo erwähnt wurde. Keine Früchte mehr zu sehen, aber am Boden eine Menge 'Ginkgo-Rosinen'. Die Früchte waren also komplett trocken und vor allem sehr klein. Die Kerne haben kaum Kirschkerngröße. Diverse andere Ginkgobäume, unter denen ich gesammelt habe, haben alle deutlich größere Kerne und die meisten Früchte sind noch nicht trocken. Ob das nun an der Sorte liegt, am Standort, oder am Alter des Baumes?
Grüße,
Robert