ein sehr komplexes thema violatricolor. nach meiner erfahrung keimen z.b. samen, die ein elaiosom ausbilden bei trockener lagerung nicht oder nur sehr vereinzelt, d.h. der embryo stirbt ab. solche samen sollte man entweder sofort aussäen, bedecken + feucht halten oder mildfeucht z.b. in vermiculite in plastiktüten lagern. dazu zählen z.b. corydalis + die staudigen vertreter der berberidaceae (z.b. podophyllum/dysosma, ranzania, gymnospermum). es gibt aber noch zahlreiche andere gattungen + arten, die solche samen ausbilden. m.m. nach ist dies auch logisch nachvollziehbar. das
elaiosom ist ein nahrhaftes anhängsel für die ameisen. sie verschleppen den samen in den bau, bringen ihn also schnell unter die erde wo er vor austrocknung geschützt ist. oft handelt es sich dabei um samen von waldpflanzen. ähnliches könnte auch für pflanzen gelten, die im schotter wachsen + deren samen in die spalten + ritzen fallen + so auch vor austrocknung geschützt sind. ebenso samen von pflanzen, die in laubmullboden oder in sehr feuchten/nassen böden wachsen. das ist aber nur eine spekulation. ich glaube mal gelesen zu haben, dass die embryonen solcher samen mit eleiosom noch unterentwickelt sind + eine nachreife im boden benötigen. dieser entwicklungsprozess im samen kann aber nur in feuchter umgebung stattfinden. trocknet der samen aus, kann sich der embryo nicht mehr weiterentwickeln + stirbt ab.
dann gibt es noch samen, die frisch ausgesät schnell keimen, bei trocknung aber in eine tiefe dormanz fallen + dann u.u. erst nach 2 maligen stratifizieren keimen. ich glaube helleborus ist so ein kandidat.