Gestern habe ich das Kamelienbuch von Bärtels bekommen
Man sagte mir schon, dass es „sehr durcheinander geht“. Mit dem Stil eines Autoren kann ich mich jedoch anfreunden, viel schlimmer finde ich Qualitätsmängel. Dass diese doch teuren Bücher eines Verlages, der in D. mittlerweile der größte auf dem Gebiet Gartenbau, Heimtierhaltung, Floristik (etwas vergessen?)ist, überall Fehler haben, finde ich mehr als ärgerlich! Bei einem 10 Euro- Büchlein mag man das entschuldigen, im hochpreisigen Bereich jedoch nicht! Das beginnt damit, dass die Bildunterschriften falsch sind, geht weiter über falsche Artnamen zu....Sortennamen etc. Verlassen kann man sich als Unwissender nicht auf die Schreibweise der Pflanzen. Und eigentlich kauft man sich ein Buch, um sich zu informieren und sich tunlichst darauf verlassen zu können.
Der Gipfel war der zweibändige Jelitto/ Schacht/ Simon „Die Freilandschmuckstauden“. Dass man für 200 € derartig viele Fehler geliefert bekommt, ist schlichtweg eine Sauerei! (Dazu hat Susanne mal ausführlich geschrieben!)
Mir wäre eine einfachere Papierqualität lieber, dafür eine einwandfreie Übersetzung und orthographisch korrekter Druck und ausreichend Bilder. Die kosten Geld, sicher. Aber gerade, wenn ich Monographien lese, möchte ich zu den verschiedenen Arten oder Sorten auch die Abbildungen haben. Dann lieber ein teures Buch noch etwas teurer verkaufen, dafür aber ohne Fehl und Tadel.
Ich weiß von Autoren, die unzufrieden sind, weil sie sich „verramscht“ vorkommen und die zu kleineren Verlagen abwandern. Wunderts?
Es gab mal Zeiten, in denen die Deutschen / Deutschsprachigen auf ihre Literatur(erzeugnisse) stolz waren. Von unsinnigen Reformen abgesehen, finde ich unsere Bücher heute peinlich.