Unter Kompatibilität verstehe ich z. B.:
Beste Wuchsbedingung nur bei schnelllöslichen, nicht hofeigenen Düngemitteln,
Der Pflanze ist es absolut egal, woher der Dünger kommt und ob er organisch oder mineralisch zugeführt wurde.
Dass Hochleistungssorten einen erhöhten Bedarf haben, ist selbstverständlich. Von nix kommt auch nix.
Schnelllöslich muss er auch nicht sein, sondern zu bestimmten Zeitpunkten in bestimmten Konzentrationen vorliegen. Und das ist mit Salzen viel einfacher durchführbar.
Aber du kannst auch schon im März deinen Kompost untergraben, damit die Nährstoffe im Mai, wenn du deine Tomaten setzt, verfügbar sind. Wo ist das Problem?
halmverkürzende Mittel bei Getreide,
Das will der Bauer so haben. Muss aber nicht sein.
für Gen-Saat: roundup-resistente Sorten,
auch hier: das will der Anbauer haben. Erleichtert seine Arbeit und er muss nur noch selten durch die Kultur fahren.
Ist es denn von Vorteil, dass man mechanisch 5 mal häufiger durch die Kultur muss? Was ist mit Bodenverdichtung? Was mit Schadstoffausstoß?
Ein Großbauer, der sagen wir mal 500ha bewirtschaftet, spart eine ganze Menge Diesel und Zeit, wenn er seltener über die Kultur muss. Schon ein Mal weniger macht viel mehr aus, als viele meinen.
Ein weiteres Argument gegen Hybridsaatgut:
Durch die Homogenität der Pflanzen kann auch ein erhöhter Krankheits- und Schädlingsdruck entstehen.
KANN! Ja, das gibt's bei jeder Monokultur. Aber meinst du die Möhrenfliege interessiert es, ob die Pflanzen aus der F1-Züchtung kommen oder samenfest sind? Ob du 10 Sorten anbaust oder nur eine?
Phytophthora ist es auch wurst, wie alt die Sorte ist und wie schön sie aussieht. Wenn eine Affinität besteht, wird befallen. Fertig.
Und Resistenzen gibt's bei alten Sorten viel seltener als bei neuen.
Sortenverarmung und damit Zerstörung der Züchtungsgrundlage durch die vermeintlichen 'Supersorten'.
Warum ist es eine Sortenverarmung, wenn Züchter XY eine neue Sorte auf den Markt bringt? Erhöht es denn nicht die Vielfalt?
Du hast doch die Auswahl an
mehr Sorten! Und niemand zwingt dich etws zu kaufen, wenn du nicht willst.
Und der profesionelle Anbauer setzt aus gutem Grund nur auf paar wenige (oder nur eine) Sorten pro Art. Er wählt die, mit denen/der er am besten klarkommt und die gute Erträge liefert.
Oder soll jeder Tomatenanbauer mindestens 50 verschiedene Sorten anbauen, mit 40 davon Probleme haben und nach zwei Jahren Konkurs anmelden?
F1 ist vor allem für den Profi da. Wer nicht versteht, dass dieser ordentlich wirtschaften und mit einem spitzen Bleistift rechnen muss, hat von der Materie keine Ahnung. Wir reden hier von Leuten, die das nicht aus Spaß machen! Die wollen/müssen davon leben!