die mischung wäre auch gegen die wesentlich schädlicheren kräuselmilben angebracht.
sie verursachen blattverformungen und einen besenartigen austrieb, weil viele nebenknospen austreiben.
das bluten der reben wird nur durch die temperatur der oberen bodenschicht beeinflusst.
unregelmässiges bluten ist bei temperaturen unter 8°C zu beobachten, dauerhaftes schwaches bluten bei 8-12°C.
höhere temperaturen als 12°C haben stärkeres bluten zur folge.
der austrieb erfolgt, wenn bodentemperatur und lufttemperatur längere zeit über einem mindestwert liegen (temperatursumme).
dieser schwellenwert beträgt bei "normalen" reben im boden ca. 13°C und in der luft ca. 8°C.
zeitig austreibende sorten haben einen niedrigeren schwellenwert.
austriebverzögerung:
schattieren dürfte gut wirken, ist aber optisch nicht der knaller, die verwendung festen materials bei plötzlichem wind nicht ungefährlich.
früher wurden gefährdete weinstöcke in fichtenreisig eingepackt.
variante 1
bei normalem oder leichtem boden kurz bewässern. wenn der boden nicht mehr kleistert grobschollig hacken.
wirkungsweise: beim verdunsten des wassers wird der umgebung wärme entzogen, je grösser die oberfläche-desto besser.
variante 2
bei schwerem boden aufbringen einer luftdurchlässigen isolierschicht, die das direkte sonnenlicht abhält, z.b. nadelholzreisig.
später ist bei bereits erfolgtem austrieb und spätfrostgefahr ebener, verdichteter boden besser.
wirkungsweise: durch die erhöhte wärmeleitfähigkeit wird tagsüber die wärme besser aufgenommen und nachts besser abgegeben.
hier findet man etwas über das thema weinbau im klimawandel.