Hallo Fars,
ich möchte meine Texte nicht so verstanden wissen, dass ich von Rotbuche generell abrate und nur für eine bestimmte Art argumentiere.
Meine Argumente stammen nicht aus dem einen eigenen Garten, sondern aus vielen Gärten und Erfahrungen sehr kompetenter Leute, die im großen Stil Hecken pflanzen.
Ich muß nicht jede Erfahrung selbst machen, zudem ist eine Erfahrung an nur einem Standort einfach nicht aussagekräftig. Und nur deshalb widerspreche ich Deinem "Hainbuchen bekommen leicht Mehltau".
Das mag für Deinen Garten zu 100% stimmen und bei Dir wächst die Rotbuche einfach besser - ok.
Wenn der Standort passt, würde ich mich übrigens immer für eine Rotbuche entscheiden - ich mag das glatte Laub und die fantstische Herbstfärbung, die sie in meinem Augen begehrenswerter als Hainbuche macht.
Durch Schnitt lässt sie sich zudem genauso schmal oder breit wie Hainbuche halten (aber sie muß nicht generell weniger geschnitten werden).
Das Wurzelsystem der Rot-Buche ist aber wirklich auf der einen Seite sensibler, auf der anderen Seite (auch wenn dass paradox klingt) sehr viel aggressiver anderen Pflanzen gegenüber.
Ein ausgewachsener Baum einer Rot-Buche wirkt sehr viel verdrängenter auf den Unterwuchs, als dies Hainbuchen tun (und das hängt nicht nur mit dem Schatten, sondern auch mit dem Wurzelsystem zusammen).
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob bei einer klein gehaltenen Hecke dieser Punkt gar nicht so sehr zum Tragen kommt und wieder vergleichbar mit einer Hainbuchenhecke ist

Wie ich schon geschrieben habe: ist der Standort extremer was Hitze, Trockenheit und Nährstoffarmut angeht, würde ich mich sicherheitshalber für die Hainbuche entscheiden.
Ist der Standort gut (und vielleicht doch nicht unbedingt neben dem Gemüsegarten), dann Rotbuche mit aber besonders sorgfältiger Bodenvorbereitung und Pflege nach dem Pflanzen.
Liebe Grüße
macrantha