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Autor Thema: Mondkalender - Gärtnern nach dem Mond (Sammelthread)  (Gelesen 10567 mal)

Thomas

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Mondkalender - Gärtnern nach dem Mond (Sammelthread)
« am: 09. März 2008, 13:53:49 »

Quellen und Posts zum Thema 'Mondkalender - Gärtnern nach dem Mond'

Ergänzungen, Hinweise, Kommentare und Korrekturen bitte in dem Thread Mondgärtnern .

Gärtnern nach dem Mond bedeutet, sich in seinen gärtnerischen Tätigkeiten nach der Mondstellung zu richten (z.B. nach einem sog. 'Mondkalender')

Es gibt offenbar mehrere Verfahren, nach dem Mond zu gärtnern. So steht z.B. im Wikipedia-Artikel 'Mondkalender':
Zitat
Auf der einen Seite stehen die Erfahrungen von Thun (2001), auf der anderen Seite Untersuchungen, die überwiegend die Thun’schen Versuchsergebnisse nicht nachvollziehen konnten. Spiess (1994) konnte in seinen mehrjährigen Versuchen die Thun’schen Aussaat-Empfehlungen zu lunaren Rhythmen nicht bestätigen. Er führt dies darauf zurück, dass Thun sich nach den Sternbildern, er selbst hingegen – wie auch Paungger & Poppe (1991) – sich nach den Tierkreiszeichen ("Sternzeichen") richtet.

Auf der Website des Bayrischen Fernsehens finden sich diese Aussagen:
einmal Gärtnern nach den Mondphasen ...
Dort heisst es u.a.:
Zitat
Wer rein nach Mondphasen gärtnert, braucht keinen Mondkalender. Ein Blick in den Nachthimmel genügt um zu erkennen, in welchem Viertel sich der Mond befindet.
Die einfachste und älteste Mondregel lautet: Was nach unten wächst, muss bei abnehmendem Mond, was nach oben wächst, bei zunehmendem Mond gesät werden.

... und zum andern steht dort: Gärtnern nach astrologischen Betrachtungen
Zitat
Im astrologischen Mondkalender sind nicht die realen Sternbilder am Himmel wichtig, ausschlaggebend sind vielmehr die Tierkreiszeichen. Diese sind in vier Elemente unterteilt - und auch die Pflanzen werden bei dieser Methode Feuer, Erde, Wasser oder Luft zugeordnet (nach Johanna Paungger und Thomas Poppe).



Viele behaupten, der beste Mondkalender fürs Gärtnern sei der von Maria Thun. Dieser Mondkalender arbeitet mit den Sternzeichen / Tierkreiszeichen, in denen der Mond steht, und leitet daraus Empfehlungen ab. Anscheinend hat Thun die Abweichung des astrologischen Kalenders vom wirklichen Stand der Sterne und der Sternzeichen mit den tatsächlichen astronomischen Daten korrigiert.

D.h. sie bezieht sich auf die astronomisch-faktische Stellung des Mondes vor den Sternzeichen.

Außerdem sollen die Empfehlungen auf langjährigen Beobachtungen und Vergleichen beruhen, über die in den Büchern und bei den Vorträgen von Thun berichtet wird.

Hier ein paar Links zu Büchern von Maria Thun:

Aussaattage 2008 (Broschiert)
von Maria Thun (Autor), Matthias K. Thun (Autor)
9,00 Euro

Aussaattage 2008, große Ausgabe (Broschiert)
von Maria Thun (Autor), Matthias K. Thun (Autor)

Mein Jahr im Garten. 100 wertvolle Tipps (Gebundene Ausgabe)
von Maria Thun (Autor)

Erfahrungen für den Garten. Aussaattage, Pflanzzeiten, Erntetage (Taschenbuch)
von Maria Thun (Autor)


Dasselbe gebunden



Zum Kalender von Paungger / Poppe finden sich auf deren Website diese Aussagen:

Zitat
Unser Mondkalender ist nach dem Mondstand im Tierkreis berechnet. ... Er wird seit Jahrtausenden ohne jede Veränderung verwendet. Wie wir heute wissen, ist er überall auf der Welt gültig, was den Stand des Mondes im Tierkreis betrifft.

In Vom richtigen Zeitpunkt steht:

Zitat
Alle Regeln in unseren Büchern beziehen ihre Gültigkeit aus der Intuition und Wahrnehmung, nicht aus Willkür, Vermutung, Theorie oder Glauben. Geschärfte Sinne, Wachheit und genaue Beobachtung der Natur und der eigenen Person hat unsere Vorfahren zu "Meistern des richtigen Zeitpunkts" gemacht.

und:

Zitat
Die Mondrhythmen können Ihnen jederzeit dienstbar werden, wenn Sie sich mit einer Eigenschaft der Natur vertraut machen: Sie arbeitet langsam, in ihrem eigenen Tempo. Sie läßt sich nicht drängen.

Bücher von Paungger / Poppe:
 
Vom richtigen Zeitpunkt. Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben von Johanna Paungger und Thomas Poppe (Broschiert - Juni 2006)

dasselbe gebunden

Vom richtigen Zeitpunkt. Mondkalender bis 2020. Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben (Irisiana) (Broschiert)



Einen kostenlosen Online-Mondkalender bietet Mein schöner Garten an:

Online-Mondkalender

Es ist unklar, worauf dessen Angaben beruhen.
« Letzte Änderung: 20. März 2008, 14:49:59 von Thomas »
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Thomas

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Re: Mondkalender - Gärtnern nach dem Mond (Sammelthread)
« Antwort #1 am: 09. März 2008, 13:54:23 »

Hier ein paar erläuternde Aussagen aus Posts bei Garten-pur - damit man nicht immer suchen muss:

Guten Abend zusammen,

die verschiedenen Zeiten in den Aussaatkalendern erklären sich aus zwei unterschiedlichen Ansätzen:

Einige Verfasser von Aussaatkalender verwenden einfach die astrologischen Tierkreiszeichen, die mit den tatsächlichen astronomischen Sternbildern in der heutigen Zeit nicht mehr übereinstimmen.

Maria Thun, die sich nach den astronomischen Sternbildern richtet, so wie sie heute wirklich erscheinen, macht seit über vier Jahrzehnten systematische Versuche mit verschiedenen Pflanzen. Aus ihrem Buch „Erfahrungen für den Garten“ vom Kosmos-Verlag habe ich euch ein Bild eingescannt.

obere Abbildung:
Möhren, die an Wurzeltagen gesät und gepflegt wurden.

untere Abbildung:
Möhren, die an Blatttagen gesät und gepflegt wurden.

Es tut mir leid, aber auf einen zarten Wink bezüglich des Urheberrechtes habe ich das Bild wieder gelöscht.

Für alle, die das Bild nicht in der kurzen Zeit sehen konnten:

Möhren, die an Wurzeltagen gesät und gepflegt wurden:
Es waren schöne, gut ausgebildete Möhren

Möhren, die an Blatttagen gesät und gepflegt wurden:
Sie waren nur ungefähr halb so groß wie die oben genannten und zum Teil gekrümmt.



...
Das System von M.Thun ist grundsätzlich anders zu verstehen als die altbekannten Mondregeln. Vollmond, Neumond, zunehmender und abnehmender Mond spielen da kaum eine Rolle.
Sie kam aufgrund ihrer langjährigen Versuche zu dem Schluss, dass die pflanzenwirksamen Kräfte auf den Stand des Mondes vor den Sternbildern zurückzuführen sind. Sie verknüpft damit eine astrologische "Idee" mit Astronomie. Die astronomischen Sternbilder werden berechnet. Sie sind unterschiedlich gross, zwischen eineinhalb und vier Tagen. In der Astrologie hingegen folgen die Tierkreiszeichen einem idealisierten Verlauf, gleichmässig in 30° Ausschnitte eingeteilt und seit Jahrhunderten gleich. Es hat sich aber im Laufe der Zeit eine Verschiebung von etwa eineinhalb Tagen ergeben, um die der astrologische Kalender (Ephemeriden) vom tatsächlichen Planetenstand abweicht. So erklärt sich die Abweichung von unterschiedlichen Kalendern.
M.Thun hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht diese Dinge zu beobachten, seit über 50 Jahren beschäftigt sie sich damit. Für mich ist ihr Kalender der einzige, in den es sich zu gucken lohnt.


Und nun ein bisschen zu den Prinzipien:
Beim siderischen Umlauf des Mondes (das dauert 27,3 Tage) steigt der Mond im Tierkreis auf und ab.
Die Bewegung vom Tiefstand im Sternbild Schütze zum Höchststand im Zwilling bezeichnet man als aufsteigenden Mond, die fortlaufende Bewegung hinunter zum Schützen als absteigenden Mond Der absteigende Mond kennzeichnet für M. Thun eine Phase des Rückzuges der Kräfte in bodennähere Organe, das ist die sogenannte Pflanzzeit, in der alle Umpflanzaktionen günstig sind.
Dann gibt es die sogenannten Trigone: Jeweils drei Sternzeichen stehen sich in einem Dreieck gegenüber, wiederum eine Anleihe aus der Astrologie.
Stier, Jungfrau und Steinbock gehören zur Erde, was der Wurzel entspricht.
Fische, Krebs und Skorpion gehören zum Wasser, was dem Blatt entspricht.
Zwillinge, Waage und Wassermann gehören zur Luft, was der Blüte entspricht.
Widder, Löwe und Schütze gehören zum Feuer, was der Frucht entspricht.
Diese Strukturen werden den Gartenpflanzen zugeordnet, Aussaat und Pflegemassnahmen an den entsprechenden Tagen durchgeführt.
Darüberhinaus gibt es dann bestimmte Konstellationen die anscheinend störend auf das Pflanzenwachstum wirken, wie Knoten, Erdnähe des Mondes und anderes. An solchen Tagen soll man die Pflanzen in Ruhe lassen.
Im Grunde geht es darum, dass man mit jeder Tätigkeit einen Impuls bei den Pflanzen setzt, und der Mondstand zu diesem Zeitpunkt beeinflusst die Qualität des Impulses. Die Aussaat ist irgendwie der Beginn der Pflanzenentwicklung und somit der wichtigste Impuls.


Die Zuordnung der Pflanzen zu den Gruppen erfolgt so:
Wurzelpflanzen:
Karotten, Rettich, Rohnen, Schwarzwurzeln, Sellerie, Rüben, Wurzelpetersilie, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch
Blattpflanzen:
Blattkohle, Kohlrabi, Blumenkohl, Blattkräuter, Salate, Spinat, Mangold
Blütenpflanzen:
Alle Blumen, auch Blumenzwiebeln, Brokkoli
Fruchtpflanzen:
Bohne, Erbse, Getreide, Mais, Gurke, Kürbis, Tomate, Paprika, Chili, Erdbeeren, Baum- und Strauchobst.



Ich will einmal versuchen das Modell was dahinter liegt, ein wenig zu beleuchten, soweit ich es verstanden habe.

Man geht von Folgendem aus:

Der Mond macht nicht die Veränderungen der Zeitqualität, sondern zeigt sie nur an. Ähnlich einem Thermometer, was die Temparatur ja auch nicht macht.

Das Ganze kann man sich wie eine kosmische Uhr vorstellen mit vielen Elementen, die in verschiedene Beziehung zueinander treten. Der Mond und seine Stellung in den Zeichen ist im Grunde nur eins davon, was sich anscheinend am stärksten auswirkt, auf das Wachstum der Pflanzen.

Der Ausgangspunkt ist, daß man von einer kosmischen Ordnung ausgeht, die alles umfaßt, den Gang der Gestirne, das Pflanzenwachtstum .......und im weiteren auch innerpsychische Vorgänge im Menschen, die sich je nach Anlage unterschiedlich auswirken. Dabei kann man von einem auf das andere schließen. Man denkt praktisch über verschiedene Ebenen hinweg und schließt von dem Geschehen auf der einen, auf das Geschehen auf der anderen.

Der Gang der Gestirne ist gut zu beobachten und exakt berechenbar, deswegen bietet sich dies als Ebene an, die man beobachtet und praktisch auf eine andere Seinsebene, zum Beispiel Pflanzenwachstum in unserem Falle, schließt.

So wie ich es verstanden habe, hat Maria Thun dies nachgeprüft und modifiziert. Wichtig ist ja, das geschehen am Himmel, zu übersetzen.
Die Prüfung, ob dies stimmt hat sie in vielen Jahren gemacht.

Was die Zeichen betrifft, ist dies so, daß die 12 (Tierkreis)Zeichen eine Kombination von 4 Elementen(Feuer, Wasser, Luft, und deren Gemeinsamkeit ergibt das 4te Zeichen, die Erde) und 3 Qualitäten(kardinal, fix, beweglich) sind. Die Qualitäten wirken sich anscheinend nicht so stark aus, daß es fast egal ist, ob der Mond nun im Feuerzeichen Schütze oder Widder steht.

Die Elemente der Zeichen nun, scheinen sich nun so auf die durch die Entsprechung des Mondes(es ist eine Symbolik von mondfkräften zu sprechen!)auszuwirken, daß es verschiedene Wachstumsimpulse gibt.

Die überlagern sich dann wiederum mit den Mondphasen, so daß es verschiedene Möglichkeiten gibt, die dann im Mondkalender in Handlungsempfehlungen, die der Zeitqualität(=eine günstigee Zeit für...)entsprechen übersetzt sind. Einfach um das einfacher zu handhaben.

Wie ich es verstanden habe, forscht Maria Thun immer weiter und erstellt aber den Kalender aus den bereits gemachten Erfahrungen. Inwieweit sie Überliefertes mit einfließen läßt, weiß ich nicht, vermute es aber. Und fände das persönlich auch nicht schlecht. In Traditionen wird oft wertvolles Wissen weitergegeben, was allerdings auch hinterfragt werden darf und sollte.

Es scheint mir schwierig , sich dieser Sache anzunähern, ohne sich in die dahinter stehende Philosophie hineinzubegeben.

Hoffe, es hilft jemandem.


« Letzte Änderung: 11. März 2008, 15:14:27 von Thomas »
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Thomas

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Re: Sammelthread: Mondkalender, Gärtnern nach dem Mond
« Antwort #2 am: 09. März 2008, 14:04:36 »

Ein paar Links zu kritischen Artikeln - wobei sich anscheinend keine Arbeit direkt auf Verfahren nach Thun bezieht:

Wikipedia-Artikel zu Mondholz
Dort steht u.a.:
Zitat
Unter Mondholz bzw. Mondphasenholz, versteht man das Holz von Bäumen, die unter speziellen Berücksichtigung des Mondkalenders gepflegt und gefällt wurden. Ihm werden besondere Qualitäten hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge nachgesagt. Keine dieser behaupteten Eigenschaften konnte bisher in strengen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt werden.

Zusammenstellung über Studien zu den verschiedenen Themen rund um den fraglichen Einfluss des Mondes – allerdings nichts zum Mondgärtnern.
Zitat
In zahlreichen Untersuchungen hat man versucht, sogenannte "lunare Effekte" nachzuweisen bzw. von anderen Effekten zu trennen. Bis jetzt haben diese Studien allerdings nichts ergeben was auf die oft geäußerte Wichtigkeit des Mondes für das Alltagsleben auch nur hindeutet.

Untersuchung der Fachrichtung Forstwissenschaften an der Technischen Universität (TU) Dresden zum Einfluss der Mondphase aufs Nadelverhalten von Fichten
Zitat
Das Ergebnis: Der Mond scheint keinen Einfluss auf das Nadelverhalten der Fichten zu haben



Gefunden und gepostet von Knusperhäuschen am 9.3.2008:

Gärtnern nach dem Mondkalender - WDR-Seite über den Agrarwissenschaftler Hartmut Spieß, der sich mit Mondkalendern beschäftigt hat
Zitat
Klare Auswirkungen von Sternkreiszeichen – wie sie in Mondkalendern behauptet werden - zeigten sich in den Ergebnissen seiner sogenannten chronobiologischen Untersuchung jedoch nicht.

Dazu auf englisch - etwas anders: Hartmut Spiess - Lunar Rhythms and Plants (PDF!!)
Zitat
The results here presented by Spiess () prove that effects relevant to practical farming and gardening can be expected to occur if the position of the moon at time of planting or seeding is taken into account.

Und noch ein Artikel der NZZ dazu:
Schein und Sein - Was der Mond mit wem macht
Da stehen Absätze wie dieser:
Zitat
1977 nahm sich auch die ETH Zürich des Themas an. Drei Jahre lang untersuchte Ursula Graf den Einfluss kosmischer Konstellationen auf das Wachstum von Kartoffeln im Freiland und von Radieschen in der Klimakammer. Das Fazit: Pflegt man Boden und Pflanzen biologisch-dynamisch, «ergibt sich der Hinweis, dass ein Einfluss von Mond-Tierkreis-Konstellationen auf Wachstum und Ertrag bestehen kann», während sich bei konventioneller Bewirtschaftung keine entsprechenden Einflüsse zeigten. Für jeden wackeren Biologisch-Dynamischen wohl wenig überraschend.



Gepostet von Günther (Auswahl):
Benbadis, Selim; Chang, Stanley; Hunter, Joel; Wang, Wei: The influence of the full moon on seizure frequency: Myth or reality?
In: Epilepsy and Behavior 5 (4), 596-597, 2004

Guiard, Volker: Beeinflusst der Mond das Pilzwachstum? Ergänzungen zu einer Reanalyse
In: Zeitschrift für Anomalistik 3, 251-260, 2003

Wolbank, S.; Prause, G.; Smolle-Juettner, F.; Smolle, J.; Heidinger, D.; Quehenberger, F.; Spernbauer, P.: The influence of lunar phenomena on the incidence of emergency cases
In: Resuscitation 58, 97-102, 2003
Zitat
Though our retrospective data analysis documented clustering of emergency cases, any influence of the moon and the signs of the zodiac can be definitely ruled out.
« Letzte Änderung: 11. März 2008, 15:14:46 von Thomas »
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Thomas

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Re:Sammelthread: Mondkalender, Gärtnern nach dem Mond
« Antwort #3 am: 11. März 2008, 14:58:41 »

Zum Unterschied der Berechnungsgrundlagen bei Maria Thun und bei Paungger / Poppe:

Wie hier schon ein paar mal erläutert, beruht die Abweichung zwischen den verschiedenen Mondkalendern wohl vor allem darauf, das der eher "astrolgische" Mondkalender von Paungger und Poppe wohl mit Sternzeichen ohne Berücksichtigung der Präzession der letzten Jahrtausende operiert, der Thunsche hingegen eher "astronomisch" (zumindest die Anpassung der Sternzeichen an die aktuelle Position der Sternbilder betreffend) die Präzession berücksichtigt (wenn ich das richtig verstanden habe).

Ich habe noch diese Seite gefunden, hier wird die Wirkung der Präzession (und Nutation) anschaulich auch mit Grafiken erklärt:
Präzession
Dieses Phänomen hat die Auswirkung, dass sich die Tag- und Nachtgleichen (Äquinoktien) und somit die Sternbilder über die Jahrtausende hinweg verschieben (etwa 50 Bogensekunden nach Osten pro Jahr), das entspricht etwa einem Sternbild alle 2100 Jahre.
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