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Autor Thema: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen  (Gelesen 145264 mal)

Ingeborg

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #15 am: 29. März 2008, 08:18:32 »

Crispa, Danke für diesen Thread.

Ich will im Herbst endlich wieder einige Obstbäume pflanzen. Dazu gehört u.a. auch eine Mirabelle und eine Zwetschge. Warum sagen eigentlich manche Zwetschge und andere Zwetsche?

Mirabellen fand ich früher furchtbar, die lösten nicht vom Stein und waren recht sauer. Es gab zuviele und eingeweckt im Winter waren sie auch keine Offenbarung. Aber kürzlich hatte ich das Vergnügen vom Baum leckere Mirabellen zu essen. Beim Lieferanten dieses Baumes war ich gestern. Es muss Mirabelle de Nancy sein. Er hat keine andere und diese gibt es ja schon sehr lange. Vermutlich sind meine schlechten Erinnerungen auf einen Sämlingsbaum oder irgend was anderes bezogen.

Mirabelle de Nancy ist also gesetzt.

Nun brauche ich noch eine Zwetsche. Warum meinst Du es sei kein Unterschied zu Pflaume? Zwetsche länglich + fest/ Pflaume rundlicher + weich? Welche Sorten sind wegen Scharka gefährlich oder ist das mehr eine Frage des Standorts oder der Region?

Welche Zwetsche ist empfehlenswert wenn ich keine Maden und kein Scharka möchte, der Boden sandig ist, Grundwasser bei 3,5 m, Region Vorderpfalz?

Ingeborg
... möchte irgengwann wieder Zwetschenmus kochen



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A-String

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #16 am: 29. März 2008, 11:30:53 »

Hallo,

letztes Jahr gepflanzt:

Hanita (Wavit)
Tipala (Wavit)
Haganta (655/2)
Bellamira (655/2)

Haroma (Myrobalane)
Oullins Reneklode (Myrobalane)

mal schaun...
« Letzte Änderung: 29. März 2008, 11:31:18 von Astring »
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frankste

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #17 am: 29. März 2008, 21:53:33 »

@Astring: macht 655/2 nicht schrecklich viele Wurzelausläufer? Oder verwechsele ich da gerade etwas?
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A-String

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #18 am: 29. März 2008, 22:21:51 »

@frankste:

St. Julien GF 655/2:
Diese aus Frankreich stammende Unterlage besitzt im Vergleich zum Myrobalanen-Sämling nur 70% Wuchsstärke. Sie eignet sich deshalb neben der Erziehung zur Tellerkrone und Pfälzer Hecke auch zur Spindelerziehung. Der Ertragseintritt ist sehr früh, die Fruchtgröße ist gut und die Ertragshöhe ist als sehr gut einzustufen. Der Boden sollte gut und nährstoffreich sein. Diese Unterlage ist mit allen Sorten verträglich.


Weiß ich leider nicht, hoffs mal nicht.
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Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #19 am: 29. März 2008, 22:28:14 »

@ Ralf aus BS, meinst du mit Hundspflaume evtl. die Prunus insititia? Es gibt sie mit gelber und blauer Fruchthaut. Sie wächst oft auch wild als Feldgehölz. Sie wird auch Krieche oder Haferpflaume genannt.

Dann gibt es aber auch noch andere Wildpflaumen welche man Zibarten oder ähnlich nennt.
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Liebe Grüsse Crispa

Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #20 am: 29. März 2008, 22:34:05 »

Astring, gibt es überhaupt Pflaumenunterlagen welche keine Wurzelausläufer machen?

Ich habe bei mir zwei 100 jährige Zwetschen stehen da findet man keine Wurzelausläufer. Liegt das evtl. am Alter des Baumes?
« Letzte Änderung: 29. März 2008, 22:40:10 von Crispa »
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Liebe Grüsse Crispa

RalfausBS

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #21 am: 30. März 2008, 00:43:24 »

@ Crispa
Hundepflaume ist sicher eine lokale Bezeichnung für irgendwas altbekanntes. In welchem Umkreis der Name gebräuchlich ist, kann ich nicht sagen. Im Dorf damals gabs für diese Sorte nur diesen Namen, da wurde kein anderer verwendet, jeder wußte, worum es geht. Mal sehen, wer den Namen schon gehöhrt hat.
Die Fruchthaut war sattgelb, nicht blaßgelb und mit rötlichem Sonnenbäckchen.
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A-String

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #22 am: 30. März 2008, 09:57:47 »

@crispa:

Jedenfalls gibt es Unterlagen mit mehr oder weniger starker Ausläuferbildung. Daneben gibt es auch neuere Selektionen,
denen man nachsagt, kaum oder keine Ausläufer zu bilden,
z.B. Wavit, Fereley oder Myrobalane (die Du vermutlich auf
den alten Bäumen hast - werden die wirklich so alt ?).

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Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #23 am: 31. März 2008, 09:40:00 »

@ Astring,

erst mal wird unter den alten Pflaumenbäumen nicht gegraben und so auch keine Wurzeln beschädigt.

Desweiteren werden sich gerade im oberen Berich des Bodens sicherlich sehr starke Wurzeln gebildet haben welche nicht so leicht ausschlagen.

Bei den anderen in den letzten 20 Jahren gepflanzten Pflaumenbäumen ist es mit den Wurzelausläufern sehr schlimm. Aber auch hier werden die Wurzeln nicht angestochen.
« Letzte Änderung: 31. März 2008, 10:07:11 von Crispa »
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Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #24 am: 31. März 2008, 10:06:15 »

@ Astring
Da es sich um ein altes historisches unter Denkmalschutz stehendes Grundstück mit Obstgarten handelt, sind auch diese Bäume mit aufgenommen. Leider sind aber von der Erstbepflanzung nur noch 8 Obstgehölze vorhanden, mit abnehmender Tendenz.

Aber in diesem Garten wurde immer schon erhalten und nicht wie allgemein üblich abgesägt. Wie ich beobachte mag doch kaum noch jemand einen alten Obstbaum im Garten stehen haben. Die Obstbäume machen Arbeit durch abfallendes Laub und Früchte. Das Obst ist von Würmern und sonstigen Getier befallen und sieht nicht gut und glänzend aus. Seitdem die mineralölbetriebenen Sägen erschwinglich und üblich sind wird alles abgesägt und zu Brennholz verarbeitet.
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Landfrau

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #25 am: 31. März 2008, 11:45:22 »

Da es oben unterschiedliche Angaben zur Steinlöslichkeit bei Reineclauden gibt, hier noch eine Info, die ich bei Arche Noah fand:

Die Steinlöslichkeit wird schlecht bei trockenen Böden und kühlen Sommern.

Grüße, Landfrau
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Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #26 am: 04. April 2008, 21:55:10 »

Vom 25. - 27.4.2008 findet in Naunburg/Hessen eine Klausurtagung des Pomologenvereins statt. Am Sonnabend findet u.a. ein Vortrag mit dem Thema: "Stand des Sortenerhalt bei Kirschen und Pflaumen" statt. Referentin ist Dr. Annette Braun-Lüllemann, Hohengandern/Thüringen.

Hier mal der Link zum Pomologenverein. Über die Tagung konnte ich allerdings nichts finden.
« Letzte Änderung: 04. April 2008, 21:56:29 von Crispa »
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macrantha

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #27 am: 05. April 2008, 20:19:19 »

Oh - schöner Thread,

zur Pflaumen/Zwetschgen-Zeit schlage ich mir regelmäßig den Magen damit "voll". Die Streuobstwiesen werden hier nämlich oft nicht mehr vollständig geerntet und aus dem Fallobst höchstens mal Schnaps gebrannt (ganz zu schweigen von den "wilden" Zwetschgen-Gebüschen).

Übrigens - weil irgendwo die Frage nach der Schreibweise/Aussprache aufkam: es gelten wohl 3 Formen - Zwetschge/Zwetschke/Zwetsche ... je nach Region. Im Duden stehen wohl alle drei.

Die Hauszwetschge ist sehr Sharkaanfällig, aber ich habe mal gehört, dass diese Krankheit vor allem im Nord- und Mitteldeutschen Raum wütet, im Süden weniger. Ist das noch richtig?
Die Sorte 'Jojo' soll resistent sein (aber das kann sich natürlich auch ändern).

Pflaumen brauchen es etwas wärmer und nahrhafter als Zwetschgen - vielleicht erklärt dies das von einigen genannte "geringere Aroma".
In meinem Elterngarten standen jedenfalls früher zwei Pflaumenbäume, die wirklich wunderbar süß-aromatische Früchte hervorbrachten.

Viele Sorten sollen übrigens auch zwischen Pflaume und Zwetschge stehen. Das erklärt dann, warum auch manche Zwetschgensorten schlecht vom Stein lösen. Und dann gibt es noch Sorten, die selbststeril sind ... so eine sollte man sich natürlich solo auch nicht in den Garten holen (aber fragt mich jetzt bitte nicht, welche Sorten so keusch sind)

LG
macra
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Crispa †

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #28 am: 05. April 2008, 21:07:55 »

Selbststerile Pflaumen und Zwetschensorten sind:

Graf Althan
Große Grüne Reneklode
Ruth Gerstetter
The President
Valor

Damit möchte ich aber nicht behaupten, dass die anderen aufgeührten Sorten selbstfertile oder teilweise selbstfertil sind. Da sollte man sich vor dem Kauf nach erkundigen.
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Liebe Grüsse Crispa

bernerrose

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Re:Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #29 am: 05. April 2008, 23:32:09 »

Selbststerile Pflaumen und Zwetschensorten sind:

Große Grüne Reneklode

Au weia, sollte das vielleicht der Grund sein, warum unsere, immerhin schon vor 3-4 Jahren gepflanzte nicht tragen will? Was soll ich denn dazu pflanzen, nochmal die gleiche?
LG
bernerrose
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