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Autor Thema: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen  (Gelesen 253135 mal)

Wild Obst

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1455 am: 04. August 2022, 15:06:03 »

Spontan denke ich da an die "Große" Grüne Reneklode, die eher ein Typenschwarm als eine genau definiterte Sorte ist und eher kleine Früchte hat, die nicht viel größer als die einer Mirabelle sind. Bzw. die Früchte moderner Mirabellensorten scheinen mir eher größer zu sein als die der "Große" Grüne Reneklode.
Edit: Um es klar zu machen, ich meine natürlich die Frage von Rüttelplatte und nicht die andere Mirabellendiskussion
Hallo,
in meiner Kindheit gab es auf dem Hof wo ich aufgewachsen bin einen kleinen Baum mit dunkelgrünen, mirabellengroßen Reneclauden mit einem Geschmack nach Honig. Leider ist der kleine Baum irgendwann gefällt worden. Vielleicht weiß jemand wie die kleine Reneclaude heißt. Alles was ich bisher an kleinen Pflaumen probiert habe, kam nich annähernd an den Geschmack heran. Leider.
« Letzte Änderung: 04. August 2022, 15:43:42 von Wild Obst »
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Gartennoob

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1456 am: 04. August 2022, 15:41:20 »

Ich tendiere eher zu einer seltenen Sorte, wie der Bergthold.

Allerdings habe ich gehört, dass ihr Fleisch sehr schnell weich werden soll?

Bedeutet dies, dass das Reifefenster sehr knapp ist und wenn man nicht schnell genug ist, sie matschig wird?
Wie sind da eure Erfahrungen oder brauch man dem keine Beachtung schenken?

« Letzte Änderung: 04. August 2022, 15:43:01 von Gartennoob »
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Tara2

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1457 am: 04. August 2022, 16:45:41 »

Das kann ich nicht bestätigen, die hält sich schon eine Zeit lang, die Flotow z.B. wird nach meiner Meinung schneller weich.
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Pruimenpit

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1458 am: 05. August 2022, 09:54:22 »

Allerdings habe ich gehört, dass ihr Fleisch sehr schnell weich werden soll?

Bedeutet dies, dass das Reifefenster sehr knapp ist und wenn man nicht schnell genug ist, sie matschig wird?

Nein. Die „Bergthold“ hat zartes, mittelfestes Fruchtfleisch.  Bei Überreife wird es weicher als bei der „Nancy“, die bei Überreife eher mehliger wird. Allerdings fallen die Mirabellen von Bergthold dann auch gerne schnell ab. Also den richtigen Erntezeitpunkt abpassen. (Das gilt aber für alle Früchte, wie du es vielleicht von den Birnen oder den gerade jetzt reifenden Klaräpfeln kennst. Da entscheiden ein, zwei Tage.)
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Pruimenpit

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1459 am: 05. August 2022, 10:01:39 »

Hallo,
in meiner Kindheit gab es auf dem Hof wo ich aufgewachsen bin einen kleinen Baum mit dunkelgrünen, mirabellengroßen Reneclauden mit einem Geschmack nach Honig.

Das hört sich auch für mich nach „Großer grüner Reineclaude“, wie Wild Obst schreibt.
Es gibt da Dutzende von verschiedenen Typen und Sämlingen, leider auch weniger gute.
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Witan

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1460 am: 05. August 2022, 11:14:11 »

Hallo miteinander,

dieses Jahr hat unsere Mirabelle von Nancy so viele Früchte angelegt, dass leider der Hauptast böse gebrochen ist. Ich hätte erwartet, dass die Mirabelle selber Früchte abwirft wenn das Gewicht zu schwer wird, wir hatten ja keinen Sturm oder sowas und dennoch ist der Hauptast jetzt gebrochen.

Meine Idee war nun an der Bruchstelle einen geraden Schnitt vorzunehmen und hier mithilfe der Rindenpfropfung eine große grüne Reneklode drauf zu veredeln. Eine kleine Pflanze der großen grünen Reneklode besitze ich bereits. Die frage ist nur jetzt, wie ich aktuell mit der Bruchstelle umgehen soll?

Ich wollte jetzt noch warten bis die Mirabellen ausreifen, da der Ast immer noch lebt, aber ich bin leider noch nicht so erfahren im veredeln und weiß nun nicht wann ich diese am besten in meinem Fall vornehmen soll? Für jetzt im Sommer gibt es ja soweit ich weiß keine Vorgehensweise, da ja sowohl die Mirabelle als auch die Reneklode beide regulär im Wachstum sind.

Sollte ich den Ast nach der Ernte als geraden Stumpf zuschneiden und dann erst im Januar die Veredelung vornehmen oder wäre dem dann zu spät? Welche Methode wäre für meine Situation am sinnigsten?

Hier noch ein Foto der Lage:

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Wild Obst

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1461 am: 05. August 2022, 11:39:31 »

Jetzt zu veredeln, ist wahrscheinlich mögich, aber riskant, weil wenn die Veredlung noch austreibt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie vor dem Winter nicht gut verholzt. Und bei dem gegenwärtigen Wetter ist eine Veredlung vielleicht auch nicht besonders erfolgreich, weil die Hitze und Trockenheit auch nicht hilfreich ist.
Außerdem ist der Ast auch recht dick als Unterlage, aber da er sowieso abgebrochen ist, würde ich auf den Durchmesser nicht wirklich achten. Als Methode würde ich Rindenpfropfen empfehlen.
Wenn jetzt noch veredelt werden soll, dann müssen die Edelreiser definitiv vor Austrocknung geschützt werden, durch eine Schicht Wachs, Umwickeln mit Parafilm/Buddy Tape... Und ich würde den Baum, wenn irgendwie möglich, gut gießen.
Alternativ würde ich im Frühjahr (März/April 2023) durch Rindenpfropfen veredeln.
Wenn du versuchen willst, die Früchte zu retten, dann lass den Ast noch dran, sonst würde ich den jetzt gleich absägen und dann den Stumpf so weit einkürzen, bis der nicht mehr eingerissen ist (wenn er die Länge dafür hat). Kurz vor dem Veredeln (egal ob jetzt oder im Frühjahr) würde ich den Stumpf um 10-20 cm zurücknehmen, damit du frisches Kambium zum Veredeln hast.
Infos zum Rindenpfropfen Allgemein gibt es z.B. hier. Und hier im Forum gibt es auch schon ein paar Diskussionen rund um Sommerveredlungen, z.B.:
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Witan

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1462 am: 05. August 2022, 14:52:43 »

Danke dir sehr für die ausführliche Antwort @Wild Obst! Damit hast mich in dem bestätigt, was ich mir gedacht hatte.

Ich werde dann jetzt abwarten, bis die Früchte reif sind, dann einmal so zuschneiden, dass nichts mehr eingerissen ist und dann im zeitigen Frühjahr nochmal die 10-20 cm zurückschreiben bis zum frischen Kambium und dann mithilfe der Rindenpfropfung die Reneklode draufveredeln.

Interessant zu wissen, dass man auch jetzt theoretisch veredeln könnte, aber ich denke wirklich es wäre dann zu wenig Zeit um noch vom Holz her auszuhärten bis zum Winter, außerdem ist es hier die Tage wirklich so extrem trocken und heiß gewesen, dass es wohl eh nicht so gut wäre.
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ringelnatz

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1463 am: 05. August 2022, 22:57:28 »

Interessant zu wissen, dass man auch jetzt theoretisch veredeln könnte, aber ich denke wirklich es wäre dann zu wenig Zeit um noch vom Holz her auszuhärten bis zum Winter, außerdem ist es hier die Tage wirklich so extrem trocken und heiß gewesen, dass es wohl eh nicht so gut wäre.
Frage wäre nur womit jetzt veredeln? wenn dann höchstens Reiser, die direkt verpflanzt werden (ohne Versand etc.)... Steinobst ist nicht ganz ohne, gerade die Veredelungen auf dicke Unterlagen. Weiß nicht ob Reiserveredelung im August erfolgsversprechend ist.

Was jetzt von der Zeit her gut gehen würde wäre wschl. Okulieren, aber auf den dicken Ast...?

Hast du den einen Spenderbaum für die gewünschte Sorte direkt verfügbar vor Ort?

Dann kann man ja mit Okulieren ein bisschen experimentieren..schad nicht!
Ich würde diesen angerissenen Ast aber eher zügig rausnehmen, wenn die Früchte weiter reifen, werden sie schwerer und er reißt vielleicht noch mehr ein..
Könnte auch sein, dass beim sofortigen Zurücksetzen noch neue Triebe rauskommen, wenn sie es schaffen halbwegs auszureifen und über den Winter kommen, könnte man die für Kopulationen im Januar nutzen (würde Pflaume so früh wie möglich veredeln im Winter).
Unter die Rinde pfropfen geht wschl. erst Ende März Anfang April - ob du dann noch gute Reiser hast?

Auf jeden Fall würde ich den Ast rausnehmen, wenn dir an dem Baum gelegen ist!
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Wild Obst

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1464 am: 06. August 2022, 06:47:26 »

Bei der der dicken Rinde funktionieren Okulationen nicht so einfach, deswegen ja Rindenpfropfen. Auch Chipveredlungen sind, zwar möglich, aber schwierig bei so dicker Rinde. Rindenpfropfungen funktionieren dagegen auch bei dicker Rinde nocht recht gut. Und sowohl für Rindenpfropfungen als auch Okulationen muss sich die Rinde lösen, was bei der Trockenheit zur Zeit ein Problem sein kann.
Reiserveredlungen funktionieren auch im Sommer, siehe die Links auf andere Diskussionen, aber ein guter Verdunstungs- und vielleicht sogar noch ein generellen UV/Sonnenschutz ist unabdingbar, genauso wie eine möglichst schnelle Veredlung (kein Versand, wenn möglich kein Transport).
Witan hatte ja schon geschrieben, dass er auch schon einen Reiserspenderbaum der gewünschten Sorte hat.
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Tara2

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1465 am: 06. August 2022, 06:53:56 »

Hast du den einen Spenderbaum für die gewünschte Sorte direkt verfügbar vor Ort?

Dann kann man ja mit Okulieren ein bisschen experimentieren..schad nicht!
So wie ich das verstanden habe soll ja nichts anderes drauf als wieder Nancy und da wären ja genügend Edelreiser an dem abgebrochenen Ast!
Also dürfte die "Reiserbeschaffung" eher nicht das Problem sein.
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Pruimenpit

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1466 am: 06. August 2022, 08:54:42 »

Meine Idee war nun an der Bruchstelle einen geraden Schnitt vorzunehmen und hier mithilfe der Rindenpfropfung eine große grüne Reneklode drauf zu veredeln. Eine kleine Pflanze der großen grünen Reneklode besitze ich bereits. Die frage ist nur jetzt, wie ich aktuell mit der Bruchstelle umgehen soll?

Als erste Maßnahme würde ich den unteren abgebrochen Ast auf jeden Fall abschneiden, damit er nicht weiter abschlitzt. Den oberen abgebrochen Teil würde ich einkürzen und abstützen. Ein Bild, das mehr vom Baum zeigt wäre hilfreich.

Eine Veredlung hinter die Rinde ist jetzt zwar möglich, aber auch risikant. Das Edelreis sofort entblättern, schnelles Arbeiten am Morgen, Schutz vor Verdunstung usw.
Wenn überhaupt würde ich dies im nächsten Frühjahr durchführen. Falls vorhanden könnte man auf einen geeigneten, kleineren Trieb am Stamm zurückgreifen und diesen als neuen Haupttrieb hochziehen.
Über die Sinnhaftigkeit einer Umveredlung und die Art der Durchführung können wir noch später diskutieren. Mirabelle verträgt sich nicht mit allen Reineclauden, Große grüne R. sollte funktionieren ( nebenbei gesagt, Graf Althans R. Nicht).
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Rüttelplatte

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1467 am: 06. August 2022, 14:36:01 »

Hallo,
in meiner Kindheit gab es auf dem Hof wo ich aufgewachsen bin einen kleinen Baum mit dunkelgrünen, mirabellengroßen Reneclauden mit einem Geschmack nach Honig.

Das hört sich auch für mich nach „Großer grüner Reineclaude“, wie Wild Obst schreibt.
Es gibt da Dutzende von verschiedenen Typen und Sämlingen, leider auch weniger gute.
Viele Dank für die Infos, Wiki schreibt über große Grüne bis 4,5cm und gelbes Fleisch. Die Reneclaude die ich in Erinnerung habe war wesentlich kleiner und hatte dunkles grünliches Fruchtfleisch. Vielleicht ein Sämling.
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Unkraut ist die natürliche Opposition zur Diktatur des Gärtners.

Wild Obst

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1468 am: 06. August 2022, 18:19:55 »

Stichwort wäre da bis 4,5cm. Das ist wahrscheinlich aus der Baumschulprosa abgeschrieben und heißt so viel wie: Wenn alles optimal läuft, dann können sie auch mal 4,5 cm groß werden.
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Roeschen1

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Re: Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschen
« Antwort #1469 am: 06. August 2022, 20:12:28 »

Stichwort wäre da bis 4,5cm. Das ist wahrscheinlich aus der Baumschulprosa abgeschrieben und heißt so viel wie: Wenn alles optimal läuft, dann können sie auch mal 4,5 cm groß werden.
Ich kenne sie auch etwas größer als eine Mirabelle.
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Grün ist die Hoffnung
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