Also gut, du hast ja völlig Recht! Wir verbinden "amerikanisch" immer mit Megadingen, was ja natürlich Quatsch ist. Also das nächste Mal immer in Anführungsstrichen! Allerdings kommt dies ja auch nicht von ungefähr, die Bezeichnung amerikanisch für teils oberflächlich oder riesig.
Gerade viele der Gartenszenerien, sowie der Pflanzentausch findet dort oft in kleinen "Rähmchen" statt. Aber das gibt es doch bei uns auch.
Für mich ist ein guter Gratmesser für eine gelungene und niveauvolle Veranstaltung eine Sache, die ein Außenstehender nur schwer erkennt, nämlich die Etikettierung der Pflanzen an Gartenmärkten, d.h. ob sie angenommen wird oder nicht. Ich kenne bekannte belgische und holländische Anbieter, die lassen ihre Kisten fallen, von einem gelungenen Standaufbau und einer Einzeletikettierung weit und breit nichts zu sehen!
Während in Frankreich und England ein Etikettchen zu jeder angepriesenen Pflanze wie das Amen im Gebet gehört, scheren sich die Besucher bei uns kaum darum, hier wird meist nach dem Auge bzw. nach dem Preis gekauft, 0,05 % aller Besucher sehen sich Etiketten genauer an, betreiben "Etikettenbotanik" oder interessieren sich für bestimmte Pflanzengruppen und verlangen kaum mal ein Etikett.
Dies alles ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber es stimmt mich langsam, aber sicher ein wenig nachdenklich, wenn man hier den Vergleich mit anderen Branchen zieht.
Jetzt vereinigen sich an bestimmten Gartentagen eine geballte Ladung an Fachwissen und Kompetenz und das Publikum nützt es nicht, es ist dies anscheinend schlichtweg wurscht! Ein schöner Nachmittag war's, mit tollen Blümles!
