Unscharfe Hintergründe entstehen, wenn die Schärfe auf einem Motiv im Vordergrund liegt und die Tiefenschärfe gering ist, d.h. die Blende weit offen.
Aber damit erzielt man nicht den Effekt solcher Fotos. Dazu muss man eine lange Brennweite (= ein Tele) nehmen, und wenn das Hauptmotiv eine Nahaufnahme oder gar ein Makro ist, dann muss es ein Makro-Teleobjektiv sein wie z.B. das Micro-Nikkor 200 mm, oder ein normales Tele (Festbrennweite ist besser als Telezoom) mit Zwischenringen.
Ein solches Objektiv bringt so wenig Tiefenschärfe mit, dass die Hintergründe wunderbar weich verlaufen.
Hier ein Testszenario:
- Eine dSLR, hier meine Nikon D 300
- Dazu mein uraltes Nikkor 200 mm (nicht mal Autofokus)
- Und zwei Zwischenringe, zusammen 42 mm Auszugsverlängerung
Damit kann ich dann in einem Entfernungsbereich von ca. 1 bis 2 m scharf stellen.
Belichtung mit Blendenvorwahl / Zeitautomatik, Unterbelichtung um eine bis 1,5 Blendenstufen.
Nach der Aufnahme dezente Tonwertkorrektur (über Ebenen und 'Bild berechnen', geht etwas weniger 'schön' auch über die normale Tonwertkorrektur), dann neue Ebene, Luminanz, scharfzeichnen, letzteres etwas abblassen (nach Sichtkontrolle: 60 bis 80%):
Die Hintergründe spielen eine bildprägende Rolle: Hier halfen mir unser schön grüner Acer shirasawanm aureum, ein Rhodo (orange) und zwei Azaleen (pink), naja, und eine Sprühflasche zauberte mir die netten Tropfen.
Die Gräser und die Kuckuckslichtnelke standen auf einem Tisch, ich saß in der entsprechenden Entfernung davor und habe mit aufgestützter Kamera fotografiert (Stativ wäre natürlich besser gewesen).
Bei diesen 6 Fotos habe ich den Weißabgleich auf Tageslicht gestellt.
Wenn man ihn auf Automatik belässt, dann kommen bei solchen grenzwertigen Fotos u.U. Farbverschiebungen zustande wie sie mein mittleres und das rechte Kleefoto im Eöffnungspost zeigen.
Liebe Grüße
Thomas