Unter natürlichen Bedingungen wäre hier die Katzenpopulation für die meisten Vögel erträglich. Aber diese vom Menschen ernährte Hauskatze tritt deswegen in einer Dichte auf, das stellenweise alle gelegentlich auf dem Boden auffindbaren Jungvögel verschwinden.
Die Katzenbesitzer die sich darauf herausreden, man könne ja nicht die Katze die ganze Brutperiode einsperren ignorieren, daß es in der Hauptsache um höchstens 2-4 Wochen geht (Die Zeit in der die meisten Jungvögel ausfliegen). Es ist kein Zufall das das ziemlich eng bei den meisten Arten beieinander liegt. Ein natürlicher Beutegreifer der sich vom Biotop ernähren müßte, ist da überfordert und fällt Populationsdynamisch weniger ins Gewicht.
Um den Zeitpunkt dafür festzustellen muß man nur ein paar Nistkästen aufstellen und wenn man schon nicht genau beobachten will, wenn die ersten Jungvögel ausfliegen, den geliebten Tiger einsperren (für 3-4 Wochen). So hat wenigstens die erste Brut eine Chance. Da das, aber die wenigsten machen....
Solche Generalisten wie die Elster die sogar unseren Abfall als Nahrungsspektrum nutzen können sind sicher ein größerer Faktor bei dieser Problematik. Sie haben Ihre höchste Populationsdichte im engeren Siedlungsbereich. Und es gilt wieder viele Jäger sind des ......
Die vielen herrenlosen Katzen werden ja auch von mitleidigen Menschen gefüttert. Nachdem ein beständiger Nachschub aus dem Kreis der Hauskatzenbesitzer stattfindet ist für mich die vernünftigste Lösung eine gesetzliche Kennzeichnung aller freilaufenden Katzen (Tätowieren). Wenn dann eine Katze gefangen wird und keine Markierung hat, das schmerzlose töten dieses Tieres. (Das Sterben ihrer Opfer ist etwas weniger humaner) Dafür würde ich auch spenden.

, da wäre auch keine andere Zwangsmaßnahme nötig.
Das würde das gewissenlose Vermehren der Katzenbrut (die suchen sich schon einen Herrn etc.) sicher vermindern.
Die Mäuseausrede kann man auch relativieren. Den Katzen fallen auch Kleinräuber wie Mauswiesel, Wiesel, Spitzmäuse etc. in Mengen zum Opfer. Und ein Getreidelager wie es früher auf dem Land üblich war steht den Katzen als sinnvolles Jagdrevier in der Siedlung eher nicht zur Verfügung.
Einheimische Wildkatzen haben (hatten)wegen der erzwungenen (Nahrungsangebot) großen Reviere, kleine Auswirkung auf auf die hier natürlichen Populationsgrößen Ihrer Beutetiere. Wie zum Beispiel der Luchs bei uns in einer großen Studie über seinen Einfluß auf die Größe der Rehpopulationen (seine Hauptbeute) gezeigt hat. Das die Effekte sich eher auf die Verteilung des Wildes im Jagdrevier auswirken und dadurch der Wald vielfältiger wird ist eine andere Sache.
Die vielen Katzenbesitzer und anderen selbsternannten Tierschützer die jetzt aufheulen werden teilen offensichtlich diese Welt in gut (mein Liebling) und nicht so gut (meine Katze tut das nicht, werden schon irgendwie durchkommen, es bleiben nur die fittesten übrig etc., etc.) ein. Sind alles Menschen und da geht es offensichtlich nicht um Vernunft sondern um Emotionen. Menschen halt (Bin leider auch einer und hab sicher nicht recht...

) und unser Verhalten ist selten rational nachvollziehbar.
Ich bin weder Katzenhasser noch Vogelliebhaber, schätze einfach die Vielfalt unserer Schöpfung und bewundere sie alle.
Mich haben im Laufe meines Lebens auch einige Katzen als Haustier ausgesucht und ich hab da auch meine Fehler gemacht.
Aber über die eigene Dummheit wird man wohl noch reden dürfen.