Hallo,
eigentlich neige ich nicht dazu, forumsöffentlich Leid zu klagen. Aber nun doch: Im Freundeskreis legen sich nach und nach immer mehr Leute irgendeine Ernährungsneurose (sagt man das so?) zu.
Und nun sollen sich ein Diabetiker, ein Veganer, ein Zöliakiekranker, ein Fischverächter an einem (meinem!) Tisch versammeln und ich möchte kochen. Am liebsten so wie früher, aus dem Vollen, mit Lust und Genuss.
Aber außer gestelzten Notlösungen fällt mir nix ein, was ich allen vorsetzen könnte, Gemüse bleibt, Salat...... . Aber wird man davon satt und fröhlich?
Oder tausendundeine Kleinigkeit zubereiten? Für jeden etwas? Mit den vielen Kleinigkeiten hab ich an sich kein Problem, aber ich hätt es halt gern lecker.......
Oder jeden bitten, etwas mitzubringen? Das entspricht nicht meinen Vorstellungen eines gastlichen Zusammenseins, außerdem kommt dabei auch kaum etwas Schmackhaftes bei zu Stande.
Da bin ich schwer genervt, ehrlich gesagt. Weil mir gutes, leckeres, sättigendes Essen wichtig ist und die Privatansprüche kommen ja noch zu dem üblichen "das hat ja soviel Kalorien" dazu.
Etwas deprimiert hab ich das Gefühl, dass die Lust am Essen zu Gunsten ideologischer und gesundheitsneurotischer Bedenken auf der Strecke bleiben könnte.....
Quadratur des Kochens?
Nicht mal eine Schale Erdbeeren mit Sahne kann man Gästen mehr vorsetzen, es findet sich bestimmt einer, der entweder kein rohes Obst oder kein rohes Obst mit Zucker oder keine Sahne zu sich nimmt. Oder kein Obst, das nicht von hier ist (könnte ich sein, bin ja nicht frei von Ansprüchen...;-))
ich kann mich nicht an Familienfeste in Kindertagen erinnern, an denen das gemeinsame Essen so kompliziert gewsen wäre,
deprimierte Grüße, Landfrau