Habe keine Kinder und daher leicht reden ;-).....
Extrawürste würde ich niemals kochen. Wenn jemand meint, xy sei ungenießbar, hätte er / sie halt Pech für diesmal und bei der nächsten Mahlzeit eine neue Chance und vielleicht experimentelleren Appetit.
Andererseits würde ich Kinder auch niemals Demütigungsübungen unterziehen "erst wenn du dieses hier probiert hast, dann darfst du essen, was dir schmeckt". Das finde ich absolut grausam.
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach werden Lebensmittel dann interessant,
- wenn sie rar sind,
- Kindern nicht zugänglich (Kaffee und Alk schmecken ja auch erstmal eklig, bis man sich dran gewöhnt hat)
- als besondere Delikatesse behandelt werden .
Eine breite Palette anzubieten ist sinnvoll, aber dann muss man auch aushalten können, wenn jemand etwas verweigert, ohne dann ständig Trostpflästerchen aufzutischen.
In einem hiesigen Heimatmuseum gibt es Kindergeschirr, auf dessen Tellerrand steht "Wer seine Suppe heut nicht isst, bekommt von allem nichts, was besser ist". Das ist die Hardcorevariante.....gar nichts bekommen, wenn man die Ekelgrenze nicht überwindet. Solche Übungen sollen ja auch als Initiationsriten bei "harten" Gemeinschaften gepflegt werden.
Landfrau, die heute Autonomie in der Küche über alles schätzt, fast alles isst und kocht und sich noch immer über gereifte Käse ekelt. Seit über 40 Jahren........