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Autor Thema: Obst auf sandigem Boden?  (Gelesen 18064 mal)

Landfrau

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Obst auf sandigem Boden?
« am: 25. Juni 2008, 13:57:38 »

Hallo,

kürzlich war ich in einer Spargel- und Roggengegend mit sandigem Boden.

Mir ist aufgefallen, dass es dort sehr wenig Obstbäume gibt, keine Obstbaumalleen wie hier und auch in den Gärten steht eher wenig Obst. Mag sein, dass die Streuobstwiesen auch dort dem Ackerbau geopfert wurden. Jedenfalls hat Obst dort wohl eher wenig Tradition.

Wenn man dort Obst pflanzen möchte - was ist zu beachten / zu tun?

Wie kann man ggf. den Boden obstbaumgerecht machen vor der Pflanzung?

ich danke für alle guten Tipps und Hinweise!

Landfrau
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Zuccalmaglio

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #1 am: 25. Juni 2008, 14:14:13 »

1.Aufwerten, also (wasser)bindiger und fruchtbarer machen mit Lehm, ggfls. Bentonit und Kompost. Läßt sich beides ggfls. auch kombinieren, indem man Lehm/Bentonit bereits dem Kompost beischlägt.
Aber nicht kleckern, sondern klotzen und nicht nur einmalig.
2. Sofern keine Wühlmausgefahr: Mulchen, mulchen, .......
3.In den Anfangsjahren und bei anhaltender Trockenheit Bewässerung sicherstellen.
4.Nur starke oder mittlere Unterlagen verwenden. Schwachwüchsige haben auch ein weniger stark ausgeprägtes Wurzelwerk, was bei solchen Böden natürlich umso ungeigneter ist.
5. Ganz allgemein nicht die Sensibelchen unter den Edelsorten wählen.
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Tschöh mit ö

Landfrau

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #2 am: 25. Juni 2008, 14:17:41 »

Danke für die übersichtliche Antwort!

Wieviel kg Bentonit pro qm ist den "klotzen" ?

Dafür hab ich keinerlei Gefühl........

danke, Landfrau
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Manfred

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #3 am: 25. Juni 2008, 15:23:23 »

Wie sandig ist denn dein Sandboden?
Bei reinem Sand (haben wir ein paar km weiter unter Kiefernwald, echt kein angenehmer Untergrund für Gärtner) ist die Bodenverbesserung mit Ziel Obstanbau wohl eher eine Aufgabe für einen Bagger, der große Pflanzgruben (3 m Durchmesser, 1 m tief ?) aushebt und 25-50% lehmhaltigen Boden einmischt.
Die üblichen Angaben beim Bentonit von 10 bis 50 kg pro Kubikmeter Substrat sind wohl eher was für flachwurzelnde Gemüse- und Zierpflanzen, wenn das Substrat gleichzeitig einen hohen Humusgehalt hat.
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brennnessel

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #4 am: 25. Juni 2008, 16:16:31 »

Beim Kauf von Birnbäumen solltest du darauf achten, dass sie auf Quittenunterlage veredelt sind.
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Apfelfreund

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #5 am: 25. Juni 2008, 16:21:08 »

Birnenbäume auf Quittenunterlagen wachsen aber schwächer als auf Sämling; bei Sandboden ist vielleicht doch eine Sämlingsunterlage besser.
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Ich freue mich auf jede Eurer Antworten und es ist mir eine Freude Euch zu antworten

brennnessel

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #6 am: 25. Juni 2008, 16:23:19 »

das hat man uns im fachberaterkurs so eingeimpft. weiß jetzt aber nicht mehr, weshalb. ::) werde nachfragen!
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RosaRot

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #7 am: 25. Juni 2008, 16:38:36 »

Bei Sandboden sind auch Sämlingsunterlagen für Aprikosen besser.
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Viele Grüße von
RosaRot

brennnessel

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #8 am: 25. Juni 2008, 16:51:18 »

ist bei birnen nicht manchmal ein geringeres wachstum erwünscht?
es hat auch damit zu tun, dass die quitten mit trockeneren böden besser zurechtkommen, glaube ich mich zu erinnern... (müssen aber bestimmte sorten sein, eventuell auch kalkverträglichere...).
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Landfrau

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #9 am: 25. Juni 2008, 16:58:47 »

Danke für eure Antworten. Leider steht die Wahl der Unterlage nicht an (die Bäume gibt es bereits, stehen noch anderswo). Nur am Boden wäre hoffentlich noch zu drehen, mittelfristig könnte man dann die Sorten auf andere Unterlagen veredeln.

Nur zieht so etwas eine mehrjährige Wartezeit nach sich und wer wird schon jünger????

Landfrau
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Nahila

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #10 am: 25. Juni 2008, 18:08:22 »

Also ich wohne hier jetzt auch in einer Spargelgegend und er Boden ist sehr sandig, trotzdem gibt es viele Streuobstwiesen und auch immer wieder Obstbäume an Wegrändern. Hauptsächlich Äpfel, aber auch Birnen und Pflaumen seh ich oft...
Ich weiß natürlich nun nicht, welche Sorten das sind und wie sandig der Boden in deiner Gegend ist, aber prinzipiell scheint sich das nicht gegenseitig auszuschließen.
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Manfred

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #11 am: 25. Juni 2008, 18:26:49 »

Deswegen wäre es ja spannend, mehr über den Boden zu wissen. Die Übergänge sind völlig fließend. Es gibt durchaus sandhaltige Böden, mit denen Obstbäume problemlos zurechtkommen.

Wie sieht es denn obstmäßig in der näheren Umgebung aus? Evtl. muss man ja gar nichts machen.
Bei dem Kiefernwald hier in der Nähe besteht der Boden aus sogenanntem scharfen Sand. da geht der Lehmanteil gegen Null...
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Landfrau

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #12 am: 25. Juni 2008, 19:34:54 »

Ich weiß nur noch, dass die Bodenpunktzahl dort 20 - 30 ist, sehr wenig im Vergleich zu hier.

Bodenprobe ist von uns nicht gemacht worden.

Scharfer Sand ist das nicht, feiner Sand, teils schwarz gefärbt, der Humusanteil scheint nach gefühl recht niederig, aber deutlich mehr noch als am Strand ;-).

Moorig? Mag sein, es gibt auch Heidelbeerkulturen dort und viele Rhododendren, wobei diese aber wohl in vorbereiteten Beeten stehen.

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Giaco85

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #13 am: 25. Juni 2008, 22:15:56 »

Hallo,
Bodenwertzahl 12-30 wird als sandiger Lehm eingestuft. Es geht also noch schlechter. Ich bin groß geworden in einer Gegend mit Bodenwertzahl 10. Roggen und Buchweizen wurden dort angebaut.
An Obst gab es Sauerkirschen, Süßkirschen, Pflaumen, Spillinge, Äpfel, aber selten Birnen. In den Gärten wurden auch Pfirsiche angebaut. Das Obstanbaugebiet Glindow bei Werder/Havel steht z.B. auf Sand.
Du greifst in den Boden und er rieselt dir aus der Hand.
Es ist also mit Sandboden einiges möglich :).
Gruß Giaco
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Manfred

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Re:Obst auf sandigem Boden?
« Antwort #14 am: 26. Juni 2008, 09:19:51 »

Bei 20 bis 30 Bodenpunkten ist die Sache ja nich so wild. Schöne große Pflanzgruben, gut Kompost einmischen, wenn du günstig dran kommst evtl. etwas Lehmboden, dann sollte es schon funktionieren.
Wie groß sind die Bäume denn schon, wenn du sie umpflanzen willst?
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