Hallo, Knusperhäuschen,
Das Vergrämungsmittel nützt vielleicht für drei Tage, dann haben die Schweine raus, dass nichts dahinter ist. ...
Lilo hat den Knackepunkt angesprochen: Die lieben Säulein lernen. Recht schnell. Und wenn sie merken, dass etwas zunächst Beunruhigendes keine ernsthafte Gefahr birgt, fassen sie Mut und kehren zurück. Mit Stinkereien macht man sich selber unweigerlich mehr Stress als den Wildschweinen: Wie will man das Aroma von Buttersäure & Co. aus der eigenen Nase kriegen (und aus dem Haus aussperren

), wenn der Garten keine Riesenpark-Dimensionen hat und der Wind falsch steht?!? Vergiss es, zieh' einen Zaun!
Dein Wiesenfoto trifft's, leider. So ähnlich sah es bei uns im Garten und in der Nachbarschaft vor zehn, zwölf Jahren (? - ich weiß es nicht mehr genau, hab's verdrängt) mehrmals aus; es hat Jahre gedauert, bis die umgepflügte Grasnarbe wieder geschlossen war. Der Oberknüller war dann, dass die lieben Säulein einen zaunnah postierten Holzlatten-Komposter zerlegt haben. Latte um Latte, so gesehen fein säuberlich. Ansonsten eine Riesensauerei

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Hier gab's schon mal eine Diskussion über Wildschweinschäden, Möglichkeiten zur Vermeidung/ Vorbeugung und jagdliche Aspekte. Auch da war das Fazit, dass es außer Aussperren kein wrksames Gegenmittel gibt.
Lilos Baustahlmatten-Methode dürfte dazu das beste Verfahren sein. Wenn die sich bei euch nicht anwenden lässt wegen der Gelände-Bedingungen und wenn ihr eh einen Maschendrahtzaun habt, dann überlegt doch mal, ob das zweit- oder das drittbeste Verfahren bei euch funktionieren könnte. Das vermutlich zweitbeste Verfahren hat Fionelli/Silene mal irgendwo beschrieben (finde ich nur leider grad nicht

): unten an den Zaunpfosten Metallstangen so anschrauben, dass die Schweine den Maschen-Zaun nicht anheben oder den Spanndraht sprengen können. Das mutmaßlich drittbeste Verfahren ist das, was uns ein Profi vorgeschlagen hat: Dicke, mit Stacheldraht "gespickte" Holzbohlen werden ganz unten an den Zaunpfosten verschraubt. Gleicher Effekt wie bei Methode Nr. 2: Die Wildschweine können den Zaun nicht lüpfen oder sich drunter durchwühlen; billiger als Metallstangen; allerdings weniger dauerhaft (geschätzte Bohlen-Haltbarkeit: plusminus 15 Jahre).
@Amur: Die Sache mit der Saufeder hat Charme - aber mit solch einem Ding nächtens im Garten einer ganzen Wildschweinrotte entgegenzutreten, kommt mir doch irgendwie verwegen vor

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Toitoitoi & schöne Grüße
Querkopf