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Autor Thema: F1-Hybriden absamen ...  (Gelesen 2541 mal)

Jay

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F1-Hybriden absamen ...
« am: 28. Juli 2008, 13:55:45 »

Hi,

macht es eigentlich Sinn den Samen von F1 Hybriden abzunehmen? Denn die Eigenschaften der F1-Hybriden wird ja nicht auf das Erbgut übertragen, oder?

Würden dann normale Sorten aus den Samen entstehen oder eine Promenadenmischung?



viele Grüße :)
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Nahila

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #1 am: 28. Juli 2008, 16:29:24 »

Da kommt vermutlich eine kunterbunte Mischung von total verschiedenen Pflanzen raus. Dabei kann man aber durchaus Glück haben und tolle Exemplare erwischen. Oder eben auch schlechte ;D
Ist halt eher was zum experimentieren; wenn man wirklich auf Erfolge/Erträge aus ist, wäre man mit frischen Saatgut oder samenfesten Sorten wohl besser dran...
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Jay

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #2 am: 28. Juli 2008, 20:19:37 »

Also am besten keine Hybriden nehmen. Sind denn Hybriden immer mit "F1" gekennzeichnet? Oder sind die sonst irgendwie gekennzeichnet?
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pocoloco

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #3 am: 28. Juli 2008, 21:04:01 »

Naja,
das ist immer so eine Geschichte, was man will. Wenn man die erste Filial-Genereation, nix anderes besagt F1 kreuzt, passiert folgendes:
25% werden ähnlich dem Vater, 25% der Mutter und die Hälfte hat ähnliche Eigenschaften, wie das ursprüngliche Hybridsaatgut. Wie gesagt, ähnliche, es gibt ja auch noch genetische Rekombination, sadaß die Absämlinge nicht 100% der F1 entsprechen, sondern einige mehr, andere weniger.
Wer also eine oder zwei Pflanzen nachbauen will, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein nicht gewünschtes Ergebnis.
Wer aber an den Eigenschaften einer Hybridsorte einen Narren gefressen hat, kann mit einem gewissen Aufwand diese durchaus in eine samenfeste Sorte überführen, indem er halt regelmäßig die unerwünschten Individuen ausselektiert. Aber das ist mit erheblichem (Zeit-)Aufwand verbunden, je nachdem, ob man vor oder nach der Bestäubung selektieren kann und und und.
Und auch im günstigen Falle verliert man den Heterosiseffekt, eine Art Überwüchsigkeit, die entsteht, wenn man Populationen miteinander kreuzt, die sich lange Zeit getrennt vermehrt haben, (will sagen, das es durchaus auch bei natürlichen Populationen zu so einem Effekt kommen kann). Macht bei manchen Sorten aber auch nicht viel mehr als 5 % aus.

Es geht auch noch komplizierter, aber ich denke, das reicht für den Anfang? ;D
LG

Uwe
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marygold

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #4 am: 28. Juli 2008, 21:38:14 »

@pocoloco: danke für die gute Erklärung!
Ich sehe es so. F1- Saatgut bei Blumen und Stauden weiter zu vermehren: Warum
nicht? Vielleicht kommen ja ein paar hübsche Sämlinge dabei heraus, die dann
auch niemand sonst hat.
Bei Gemüse bin ich vorsichtiger, was nutzt mich eine Zucchini aus eigenem Saatgut, die ich nicht essen kann, weil sie bitter oder ungenießbar ist?
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Jay

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #5 am: 28. Juli 2008, 22:31:11 »

noch komplizierter kanns ja fast nimma werdn :P :P Aber im Prinzip hab ichs verstanden ;)

Aber nochmal zwecks Kennzeichnung der Hybriden ...

Und da wir ja im Gemüsebereich sind, rede ich natürlich von Gemüsesamen ;)
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Nahila

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #6 am: 28. Juli 2008, 22:49:32 »

Im Normalfall sollte da schon "F1" hinter dem Sortennamen stehen. Ich hab aber schon Fälle gesehen, wo dem nicht so war...

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Jay

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #7 am: 28. Juli 2008, 23:01:52 »

habe bei Kiepenkerl auch welche gesehen die normale Namen haben, aber in der Beschreibung stellt sich heraus, dass es sich doch um F1 Hybriden handelt.

Genau deshalb wollte ich ja fragen ob man Hybriden an was anderem erkennt außer dem "F1"
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pocoloco

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #8 am: 28. Juli 2008, 23:38:47 »

@pocoloco: danke für die gute Erklärung!
Ich sehe es so. F1- Saatgut bei Blumen und Stauden weiter zu vermehren: Warum
nicht? Vielleicht kommen ja ein paar hübsche Sämlinge dabei heraus, die dann.............
Ist sicher nicht verkehrt.
Genau deshalb wollte ich ja fragen ob man Hybriden an was anderem erkennt außer dem "F1"
Im Grunde am Sortennamen. In der Bundessortenliste sollte stehen, ob die Sorte Hybrid ist, oder nicht. Nur Gemüse ist leider, oder auch zum Glück, nicht von riesigem züchterischem Interesse. Da ist man schon mal bereit, eine Sortenänderung auf dem Papier zu machen. So gibt es die Zucchini "Gold Rush" als F1 unf "normal", ein Lump, der bösese dabei denkt. Im kleingärtnerischem Bereich kann einem letztlich nur Sortenkenntnis helfen,
LG
Uwe
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Jay

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #9 am: 29. Juli 2008, 00:28:44 »

Wo finde ich diese Liste?
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pocoloco

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #10 am: 29. Juli 2008, 05:15:54 »

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Staudo

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #11 am: 29. Juli 2008, 05:48:48 »

Nur Gemüse ist leider, oder auch zum Glück, nicht von riesigem züchterischem Interesse.

Das ist so nicht richtig, weil Gemüseanbau von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung ist. Es wird intensiv gezüchtet, allerdings nicht für den Kleinanbau. Wenn sich eine Sorte auch für den Kleinanbau eignet, landet sie dann schon mal in der bunten Samentüte.

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Jay

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Feder

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #13 am: 29. Juli 2008, 10:38:31 »

Zitat
was nutzt mich eine Zucchini aus eigenem Saatgut, die ich nicht essen kann, weil sie bitter oder ungenießbar ist?
Absaaten von F1 Zucchini werden erst bitter, wenn sie sich mit Zierkürbissen( u. U. aus Nachbars Garten) verkreuzen. Reinerbige Absaaten werden im Ertrag nachlassen oder nicht mehr in der Fruchtform entsprechen.
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DrMet

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Re:F1-Hybriden absamen ...
« Antwort #14 am: 29. Juli 2008, 13:05:50 »

pocoloco:
Zitat
Naja,
das ist immer so eine Geschichte, was man will. Wenn man die erste Filial-Genereation, nix anderes besagt F1 kreuzt, passiert folgendes:
25% werden ähnlich dem Vater, 25% der Mutter und die Hälfte hat ähnliche Eigenschaften, wie das ursprüngliche Hybridsaatgut. Wie gesagt, ähnliche, es gibt ja auch noch genetische Rekombination, sadaß die Absämlinge nicht 100% der F1 entsprechen, sondern einige mehr, andere weniger.

Das ist insofern nur richtig, wenn es sich um ein einzelnes Gen (Locus) handelt. Da die vielfältigen Eigenschaften bei Gemüse etc. jedoch durch tausende verschiedene Gene (Allele) codiert sind, klappt das bei solchen F1 Sorten nicht. Hinzu kommt der "Hybrideffekt" (Größer und/oder bessere Eigenschaften als die beiden Eltern), der jedoch wissenschaftlich noch nicht verstanden ist (obwohl seit sehr langer Zeit daran geforscht wird).
Fazit: Spart Euch die Arbeit. Entweder neues F1 (Hybrid) Saatgut kaufen, oder reinerbige Sorten verwenden. Was die Methode der Wahl ist, hängt von den Eigenschaften der jeweiligen Sorte ab.

Beste Grüße
DrMet
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