ich bin mir nicht sicher, ob es nur eine korrelation oder doch einen kausalzusammenhang zwischen der zahl der diäten und dem durchschnittsgewicht der bevölkerung gibt.
Zum Teil wohl. Es gibt wohl einen Teil der Bevölkerung, der sich und seine Figur sowieso schon längst aufgegeben hat, da spielt der Effekt keine Rolle.
Bei denen, die sich mehr oder weniger ständig mit dem Thema beschäftigen, ist der Zusammenhang sicher gegeben. Insbesondere wenn man Diätpläne hat und die Gedanken regelmäßig um die nächste Mahlzeit kreisen.
Ich hatte als junge Frau eine längere Phase, in der es so war und in der ich trotz aller Bemühungen immer wieder ein wenig mehr zugenommen habe. Dann kam eine Phase, wo andere Themen derart vordringlich waren, dass mir das Essen ziemlich egal wurde (allerdings habe ich in der Zeit kein Fastfood oder Junkfood gegessen, sondern einigermaßen ausgewogene Kost). Und siehe da, ich habe langsam und stetig abgenommen.
Ich habe für mich erkannt, dass die stete Beschäftigung damit, was ich wann und in welcher Menge essen darf, total kontraproduktiv ist, denn sie hat zu ständigem Appetit geführt. Ich bin seit mehr als 15 Jahre schlank, Essen ist für mich ein Thema neben vielen anderen, ich tue es gerne und ich bevorzuge qualitativ hochwertiges Essen, aber es gibt auch viele Momente, wo ich nur esse, um meinen Hunger zu stillen, denn irgendetwas anderes ist mir dann gerade wichtiger.
Von daher denke ich schon, dass es kontraproduktiv ist, wenn dem Essen durch Diätpläne eine zu hohe Bedeutung zukommt. Das heißt nicht, dass es egal ist, was man isst. Aber wenn vom Grundsatz her gesunde Nahrungsmittel im Zentrum stehen, dann ist schon viel gewonnen.