@adam
Ich habe heuer auch farbige Kartoffeln und Tomaten gleichzeitig angebaut und bis jetzt bei beiden noch keine Braun- und Krautfäule, wobei ich im vergangenem Jahr schon Anfang/Mitte Juli welche massiv hatte. Deshalb habe ich Kartoffeln und Tomaten mehrfach gegen Braun- und Krautfäule gespritzt. Es gibt da sogar mehr oder weniger biodynamische Spritzmittel aus dem Gartenmarkt. Man sollte aber schon sehr zeitig mit dem ersten Spritzen anfangen. Wenn die Braun- und Krautfäule erst einmal ausgebrochen ist, ist es zu spät.
Meine Sorten dieses Jahr waren u.a.:
- Blau: blaue Schweden, relativ hoher Ertrag und viele große längliche Knollen - die größte ca. 25 cm lang, aber auch ca. 30 % kleinere (für Pellkartoffeln)
- rot: High Burgundy Red, Ertrag nur ca. 20 % von dem der Blauen Schweden, zumeist kleine Knollen
Es gibt zwar einige blaue Sorten, ich kenne aber nur High Burgundy Red als rote und da muss man eben den geringen Ertrag in Kauf nehmen.
Noch einen Tipp: Egal ob als Pell- oder Salzkartoffeln - blaue Schweden und High Burgundy Red sollten beim Kochen vollständig mit Wasser bedeckt sein, sonst zerfallen diese. Auch ein paar Minuten kürzer kochen als gewöhnliche gelbe Sorten.
Das Schälen der Pellkartoffeln macht keinen Spaß, da sich die Schale nur schlecht ablöst.
Alle Mühen werden entlohnt bei farbigen Kartoffelsalaten (gelb, blau, rot - ohne Majo!) und farbigen Bratkartoffeln, insbesondere bei Gästen oder Partys). Da diese farbigen Kartoffelsorten recht mehlig kochen, sollte man Bratkartoffeln nicht aus Pellkartoffeln, sondern aus rohen Kartoffeln zubereiten.