Galanthus nivalis hat folgende Ansprüche an seinen Lebensraum:
Sebald/Seybold/Philippi/Wörz, Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs Band 7
Ökologie: Auf mäßig frischen, selten nassen, tiefgründingen, kalkhaltigen, lockeren, humosen Böden, in Schluchtwäldern (Aceri-Fraxinetum), in Buchenwäldern, jedoch bei uns kaum in Erlen-Auewäldern, gern zusammen mit Acer pseudoplatanus, Anemone nemorosa, Mercurialis perennis oder Pulmonaria obscura. Sehr selten mit Leucojum vernum zusammen, gedeiht meist an etwas trockeneren Standorten als dieses. Vegetationsaufnahmen aus dem Gebiet ...
Alllgemeine Verbreitung: Europa, von Nordspanien und Frankreich östlich bis zum Schwarzen Meer und zur Ukraine, südlcih bis Sizilien und Griechenland, nördlich bis Süddeutschland und Polen.
Verbreitung in BW: indigene Vorkommen im Südschwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.
Bei Pflanzen, die zu Pilzerkrankungen neigen und besonders Grauschimmel ansetzen ist meine Vorstellung die, dass sie ein ursprüngliches Vorkommen in mediterranen oder submediterranen Gebieten haben, Wildvorkommen bei uns sich an der nördlichen Grenze bewegen, sie an ihren heimatlichen Standorten auf gut durchlässigen Böden stehen und dass sie auf Kalk mehr oder weniger angewiesen sind.
Der sehr große Bestand Galanthus nivalis, den ich in meinem Garten über 20 Jahre beobachtet habe hat sehr davon profitiert, dass der Rasen lückig war, nie gepflegt wurde, sehr spät im Jahr gemäht wurde und nicht von dickem Falllaub bedeckt war. Es gab Tuffs, die sich in der jedes Frühjahr dick mit Kompost versorgten Rabatte angesiedelt hatten, aber ich habe nie Tuffs in angrenzenden Gehölzbereichen gesehen.
Mein Eindruck war, dass Schneeglöckchen sehr wärmeliebend sind, sonnige nährstoffreiche Plätze bevorzugen, die im Winter und Frühjahr von Schmelzwasser durchströmt werden, aber im Sommer sehr trocken sein können.
Eine Schneeglöckchenkultur in Blumenkästen und Blumenerde, die vor Niederschlägen geschützt sind halte ich deshalb nicht für erfolgversprechend. Stehende Nässe muss ihr Tod sein.
Schneeglöckchenkultur in Töpfen, so hatte sarastro weiter oben geschrieben, ist nicht erfolgversprechend. Das ist etwas, das mir auch aus anderen Quellen übermittelt wurde. Schneeglöckchen brauchen festen Boden unter den Füßen und viele sich jährlich erneuernde Nährstoffe.
Und meines Erachtens brauchen sie auch Niederschläge, die schnell durch den durchlässigen Boden wieder abgeleitet werden.