An einer Vollformatkamera hat man natürlich andere Voraussetzungen bei der Wahl der Objektive. Mir ist im Naturfotografenforum aufgefallen, dass einer meiner Favoriten dort für seine wunderbaren Blumenmakros meistens nicht seine D700 sondern seine D90 nimmt, das liegt sicher an der besseren Freistellung durch die längere Brennweite der Objektive.
... und der größeren Tiefenschärfe. Viele Makrofotografen nutzen weiter die Crop-Kameras, einer der Gründe weswegen wir die D2x noch haben.
Gruß Birgit
Ist das nicht ein Widerspruch? Ich meine, wenn ich besser freistellen kann, habe ich weniger Tiefenschärfe.
Aber gerade im richtigen Makrobereich ist doch das Freistellen nicht wirklich das Problem, sondern eher der Mangel an Tiefenschärfe, weshalb man oft mit Blende 8 aufwärts arbeitet. Die längere Brennweite hilft nur im Sinne der Teleeigenschaft, man bekommt ein besseres Abbildungsverhältnis. Aber im Vollformat ist die Tiefenschärfe größer.
Etwas anderes ist es, wenn man mit einem Makroobjektiv gemäßigte Makros oder Nahaufnahmen macht, so wie wir es oft mit Blüten etc. tun, da kommt die gute Freistellungsmöglichkeit bei langer Brennweite ganz recht.
Thomas, Du beschriebst: "Oder man stellt bei geeigneten Motiven zunächst manuell in den ungefähren Bereich scharf und schaltet dann um auf AF." - das manuelle Umschalten ist aber mühsam und zudem kann es auch sein, dass man den AF wieder manuell korrigieren möchte - z.B. um zu entscheiden, wo der Schärfebereich beginnen soll. Von daher machen Objektive, die einen manuellen Eingriff ohne Umschaltung erlauben, bei Makro absolut Sinn.
Telemakros haben übrigens einen eher langsamen Autofokus, da der Fokussierweg absichtlich weit ist (manchmal mehr als eine Umdrehung am Tubus), damit feine Justierung möglich ist.