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Stauden einfach in die Wiese pflanzen? (Gelesen 21970 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Und natürlich die Astrantien:
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Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
An anderen Stellen habe ich z.B. wiederum diverse Geraniümmer (auch großblütige) einfach ins Gras an einen Hang gepflanzt (dabei auch G. nodosum, der sich gut aussät); auch Alchemilla und einen rotblühenden Knöterich, sowie wieder diverse Flockenblumen und auch Riesenmengen an Zitronenmelisse:
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Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
An schattigeren Stellen blühen Geum rivale, Lungenkraut (rotes und das wilde blaublühende) Akeleien, pfirsichblütige Glockenblume usw.Das Ganze wird entweder im Spätsommer oder im Herbst runtergesäbelt, an den schattigeren Stellen, wo auch die Bepflanzung niedriger ist, gehe ich ab und zu mal mit der Rasenkantenschere zu Werke und schneide ein wenig rund um die Stauden das bei uns immer sehr hohe Gras weg.Also, ich bin sehr zufrieden mit diesen Lösungen für unser nicht so oft besuchtes, aber dennoch mit ganz vielen verschiedenen Blumen verschönertes Domizil! Es hat sich ganz prima eingespielt, ich kann es nur empfehlen.Liebe Grüße und gutes Gelingen!!Barbara
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Als hochwachsende Stauden würde ich dir auch Waldgeissbart und Akeleiblättrige Wiesenraute empfehlen, die ertragen auch Konkurrenzdruck der Wiese gut. Ebenso Mädesüss, aber das neigt bei mir zum Kippen und wirkt auf den Boden hingelagert nicht mehr so attraktiv.
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Sophia,das lässt sich sicher nicht generell beantworten. Es kommt auf den Boden und die Standortbedingungen an und auf die Stauden die Du auswählst.Ich habe mit einer namenlosen Aster die sich kräftig ausbreitet in Lehmboden einen echten Grasverdränger. Da genügt gras kürzen und Aster beim mähen stehen lassen. Dieselbe Pflanze habe ich in Sand: Grasnarbe weg Aster rein und rundum regelmäßig gemäht. geht, geht aber nicht so gut wie in Lehm. Eine Rudbeckia die Ausläufer bildet habe ich ebenfalls in Sand plus Kompost und die scheint wuchern zu wollen.Meine generelle Vorgehensweise für diese Art der extensiven Staudenpflanzung ist:Grasnarbe abhebenBoden etwas verbessernGras rundum regelmäßig schneiden.ich zupfe kein Gras in der Staudepflanze aber eher flächig -/ große oder viele PflanzenPflegeschnitt nach dem Winter (trockenes entfernen)Ingeborg
Il faut cultiver notre jardin!
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
ist ja alles schön und gut, aber sophie hat uns noch nicht erzählt, welche Stauden sie ins Auge gefasst hat.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
danke, danke für eure vielen tipps, hinweise und ideen!tut mir leid, dass ich bis jetzt meine bevorzugten arten noch nicht hier reingeschrieben hab. hatte kaum zeit online zu gehen.ich melde mich am abend und erzähl euch dann ein bisschen was über den standort und eben die arten, die ich gerne hätte. geht sich jetzt am morgen nimmer aus :)liebe grüße, bis spätersophie
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Also, liebe StaudenfreundInnen... Noch mals sorry, dass ich solange gebraucht habe, ein bisschen mehr über mein 'Projekt' zu veraten.Zu meinem Standort:Der Boden ist eher lehmig, schwer und teilweise mit etwas groben Schotter vermischt (ich denke der stammt noch von der Baustelle) frisch bis feucht.Also alles andere als sandig und trocken ;)Der Bereich ist ziemlich sonnig, also nur im Bereich der Sträucher und den Bäumchen gibt's zeitweise Schatten, aber im Großen und Ganzen ist er wirklich sehr sonnig! Wie gesagt, ich hab in meinen Staudenbüchern und Katalogen nach Arten gesucht, die es eher feucht und sonnig mögen (in den Farben rot, orange, gelb, blau und weiß).Natürlich sind das für ein Beet viel zu viele Arten und Farben, aber es ist einmal eine grobe Auswahl, die ich noch aussortieren muss.Also, meine ersten Ideen wären:Campanula glomerata ‚Superba’ Hemerocallis lilioasphodelus Achillea ptarmica ’Boule de neige’ Oenothera tetragona ‘Sonnenwende’ Monarda ’Cambridge Scarlet’ Rudbekia trilobaCrocosmia masoniorum ’Lucifer’ Crocosmia x crocosmiflora Polygonum amplexicaule - KerzenknöterichMiscanthus sinensis 'Rotfeder' Aster divaricatusPhysotegia virginiana 'Summer Snow'Veronica longifoliaCalamagrostis acutiflora "Karl Foerster" Reitgras Knautia macedonica-Blutrote WitwenblumeTragopogon pratensis – WiesenbocksbartVerbascum densiflorum – Großblütige Königskerze(mag's ja eher sandig und trocken, hab mir gedacht vielleicht für die Stellen wo viel Schotter im Boden ist, ganz oben am Hang unterhalb der grauen Mauer des Nachbars)Wie ihr sehen könnt, sind das alle mehr oder weniger hohe Stauden, die weit genug aus der normalen (ungemähten) Wiese rausschauen müssten.Was sagt ihr?Werd immer unsicherer :-\lg Sophie
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
oh je! Gut, dass ich gefragt habe!Jede einzelne Staude auf deiner Liste ist ein Kapitel für sich. Das jetzt hier alles zu erörtern sprengt den Rahmen. Am besten du schaust dir an was hier im forum über diese speziellen Pflanzen so erzählt wird. Wiesenpflanzen, oder wiesengeeignete Pflanzen sind das alles nicht.Selbst Chinaschilf ist nicht glücklich und sieht dann auch so aus, wenn das Gras zwischen den einzelnen Halmen wächst. Ebenso das Reitgras, Calamagrostis. Für diese Gräser und eine Präripflanzung musst du den Boden vorbereiten. Die Grasnarbe entfernen, den Boden fräsen, mit Humus anreichern und in der ersten Zeit nach der Pflanzung von Unkraut frei halten. Mulchen. Eingewachsen kannst du das ganze - es ist keine Blumenwiese! - mit der Motorsense und dem Rasenmäher im Spätwinter bodeneben kürzen. Spätestens Anfang Februar bedeutet das bei mir. Mit der Pflanzenmasse ist der Boden dann bedeckt und gemulcht.Das ist eine von vielen Methoden für deine Eingangsfrage.Andere Pflanzen sind nur für offene sonnige und trockene Standorte und für jedes Jahr gestörte Flächen geeignet. Die Knäuelglockenblume und die Königskerze.Hemerocallis, Crocosmia, Monarda, Polygonum amplexicaule Syn. Bistorta amplexicaule geben eine gute Pflanzung auf einer Freifläche, die pflegeextensiv sein kann, aber von wuchernden Gräsern freigehalten werden muss. Der Boden muss frisch und nährstoffreich sein. Keine Blumenwiese.Aster divaricatus ist eine vorzügliche Pflanze! Für schmale Stellen vor Gehölzen. Im Schatten und Halbschatten. Auch sie wird nicht schöner, wenn Gras dazwischen wuchert. Eher das Gegenteil.Wie ich dein Bild aber sehe, gibt es nicht nur einen Hang, sondern auch Schatten durch Obstbäume. Eine Blumenwiese brauch die volle Sonne. Welche Pflanzen dafür wiederum geeignet wären, ist wieder ein anderes Kapitel.
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— Robert M. Sapolsky
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Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Schau doch mal nach Stauden, die auch wild (oder verwildert) auf solchem Standort gedeihen. Wie wärs mit Goldfelberich, Blutweiderich, Wiesenstorchschnabel, Mädesüß und ähnlichem?Oder ist es durch Die Bäume zu schattig?
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
das ist genau das Stichwort und dazu hat es auch schon einiges zu Lebenesbereichen hier gegeben.Für die Staudenwiese, also den Standort, den sophie zuerst nannte und gezeigt hat, ist tatsächlich Wiesenstorchschnabel gut geeignet. Wie man ihn da hin bekommt ist wieder eine andere Frage. Wiesenknopf, Färberscharte, Flockenblume, Schaumkraut, Leinkraut ... es gibt einiges, was sich wirklich in Wiesen ansiedeln lässt. Knabenkraut auch.In meiner Streuobstwiese ist ein großer Teil solcher Pflanzen schon da gewesen.Blutweiderich und Mädesüß sind allerdings keine Wiesenpflanzen, sondern Auenpflanzen und gedeihen nur mit viel Feuchtigkeit. In Gewässernähe. Nichts für die Wiese unter Obstbäumen. Mädesüß habe ich in meinem Hausgarten am Bach. Ein Wildbestand. Mit Goldfelberich und Schneefelberich wäre allerdings die Sache schnell erledigt, ohne dass man sich groß was einfallen lassen muss. Kann man machen. Beim Vortrag von Wolfgang Oehme in Dortmund kam so eine Frage aus dem Publikum: "...wenn ich nur 300 qm Garten habe?" "Prima, dann können Sie 300 qm polymorphum pflanzen!"Ein Dia von Wolfgang Oehme zeigte 300 qm Schneefelberich. Alles andere wäre "Mischmasch" meinte er.auf solchen Standorten wild
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Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Wie wärs mit Staudenwiese oder Präriepflanzung? So nenne ich das Quartier in meinem Wiesengarten, in dem amerikanische Präriestauden wachsen. Helianthus 'Lemon Queen', Vernonia arcansana , Silphium perfoliatum, Monarden mit europäischen Wiesenstauden, Sanguisorba officinalis 'Arnhem', Stachys officinalis 'Hummelo', Salvia nemorosa 'Schwellenburg' ... und dem Gras Calamagrostis 'Karl Foerster'.Ob du allerdings unter den Obstbäumen genug Sonne für solch eine Pflanzung mit Großstauden hast, das weiß ich nicht.gerade noch mal dein Bild angeschaut. Nee, Großstauden auf deiner Liste oder Pflanzen der Hochstaudenflur sind nicht geeignet.vielleicht nenn ich meine Staudenbepflanzung jetzt nicht mehr 'Blumenwiese' sondern 'extensives Staudenbeet'
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Conni
Re:Stauden einfach in die Wiese pflanzen?
Liebe Sophie,lass Dich nicht ganz bange machen, es gibt viele Stauden, die mit extremen Bedingungen ganz gut umgehen können. Akeleien hab ich direkt im Gras stehen, ich mähe einfach nur drumrum, Paeonien ebenso, sie blühen und fühlen sich wohl. Bei Hemerocallis sind es vielleicht nicht die gerüschtesten, die solche Bedingungen abkönnen, aber die "0815"-Hems überleben auch den härtesten Konkurrenzdruck. An Astern könnte ich Dir was abstechen von Ausläufern, die bei uns auch im der härtesten Situation gut leben, bis zum Frost blühen und sich obendrein ausbreiten.Margueriten gehen und Skabiosen, Natternkopf und Lichtnelken und manche Mohnarten. Versuch es einfach, pflanze, halt drumrum ein bisschen frei und probieren einfach, was sich hält.