Hallo, Sophie,
ich habe mit solchen Beeten, die ja eigentlich gar keine sind, die besten Erfahrungen. Wir haben ein Ferienhäuschen, das wir aufgrund der Entfernung nicht jedes Wochenende aufsuchen, so dass intensivere Beetpflege nicht in frage kommt. Darüberhinaus hat es auch noch einen ziemlich lehmigen Boden, der sich nicht so gut bearbeiten lässt.
Ich habe nun, allerdings im Laufe von vielen Jahren, an etlichen Stellen mehr oder weniger wilde Stauden-Pflanzungen im Gras erreicht, indem ich weitgehend unempfindliche Stauden einfach direkt in das Gras gepflanzt habe, oft, indem ich nur ein blumentopfgroßes Loch "freigehackt" habe.
Ich habe mich in der Umgebung umgesehen und geguckt, was dort an Wildpflanzen eh' wächst; dann habe ich nach unempfindlichen entsprechenden Gartensorten gesucht, die etwas mehr Farbe bringen.
Einiges habe ich dort angesiedelt, indem ich Samen abnahm und dort ausstreute bzw. (bei Platterbsen oder wilden Wicken) in die Erde steckte. Ein paar unempfindliche Zwiebelpflanzen, ohne große Fisematenten in die Erde gerammt, haben sich auch bewährt und gehalten.
Allerdings gibt es im Großen gesehen nicht so knallige Farben, wie es eine herkömmliche Staudenpflanzung hergibt. Es ist eben alles blütentechnisch etwas zarter, ober vom Wuchs her absolut robust, was vor allem im Frühjahr auffällt, wenn die saftigen Horste aus der Erde kommen.
Ich zeig hier mal ein paar, durch die Verkleinerung allerdings nicht so ganz klare Bilder.
Vor und an einem Südhang habe ich ein sehr sonniges "Beet". Im Frühjahr ist es dominiert von wilden schwefelgelben Acaulis-Primeln und von Karnevalsprimeln (P.sibthorpii), dann sieht es eher aus wie Blümchen im Gras.
Später gibts dann Osterblumen, ein paar robuste Tulpen, Gänseblümchen , Vergissmeinnicht und Ehrenpreis, die säen sich alle von alleine aus. Danach kommen die Horste der Astrantien kugelig hervor, sie lieben anscheinend diese Ecke und säen sich aus wie wild. Dazwischen ein paar große Alliums ("Globemaster"?), dann im weiteren Jahresverlauf riesige Oreganum-Büsche, Geranium phaeum, macrorrhizum, und einige andere Sorten, dazwischen rote Lichtnelken, Veronicastrum, Witwenblumen in Dunkelrot, rosa Schafgarbe, die staudige Lathyrus niger und, an den Stielen der anderen Blumen emporkletternd, die Erdnuss-Platterbse, Lath. tuberosus, für die ich einfach Samen aus der Umgebung in die erde steckte.
Dann gibts noch rosa Flockenblumen, die hier auch wild wachsen, Goldfelberich, Labkraut und und und... Auch eine schöne alte weißblühende Pfingstrose und ein paar niedrige Stachelbeerbüsche halten es gut aus.